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Baden-Württemberg: Schülerin aus Metzingen gewinnt landesweiten Plakatwettbewerb gegen Komasaufen

Stuttgart, 23. Mai 2023. „bunt statt blau“: Unter diesem Motto beteiligten sich im Frühjahr bundesweit über 7.000 Schülerinnen und Schüler am Plakatwettbewerb der DAK-Gesundheit gegen das sogenannte Rauschtrinken bei Jugendlichen. In Baden-Württemberg kommt das beste Plakat für die Präventionskampagne der Krankenkasse von der 17-jährigen Maja Raißle aus Metzingen. Sie setzte sich gegen über 450 Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch und wurde zusammen mit den weiteren Landessiegerinnen und -siegern in der Stuttgarter Max-Eyth-Schule geehrt. Sozialminister Manne Lucha ist seit vielen Jahren Schirmherr der Aktion im Südwesten. Staatssekretärin Ute Leidig übergab jetzt in Vertretung des Ministers gemeinsam mit dem ehemaligen Nationaltorhüter und VfB-Star Timo Hildebrand und DAK-Landeschef Siegfried Euerle die Preise und Urkunden.

„Immer weniger Jugendliche müssen wegen einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden – das gibt uns Anlass zur Hoffnung. Gleichwohl gibt es immer noch zu viele Alkoholeskapaden bei Kindern und Jugendlichen“, so Sozialminister Manne Lucha als Schirmherr der Kampagne. „Wer zu viel Alkohol trinkt, riskiert schwere körperliche und seelische Probleme. Insbesondere beim Komatrinken wird aus Spaß schnell ernst und eine echte Gefahr. Wenn dies häufiger vorkommt, droht die Sucht. Deshalb unterstütze ich sehr gerne die Initiative ,bunt statt blau‘ gegen den Alkoholmissbrauch. Jugendliche können hier mit ihrem Plakat selbst Farbe bekennen.“

„Mit dem Bild möchte ich ausdrücken, wie Sucht im Allgemeinen einen einnimmt. Man wird in allen Bereichen des Lebens förmlich eingenommen“, beschreibt Maja Raißle ihre Motivation und Gedanken zur Teilnahme am Wettbewerb der DAK-Gesundheit in Baden-Württemberg.

„Als süchtige Person nimmt man diese Sucht kaum wahr und wenn, fällt es einem schwer, sich helfen zu lassen. Diese Hilfe sollte man versuchen anzunehmen, um das Leben in allen Farben wieder genießen zu können."

Der zweite Platz ging an Petra Cancovic (15) von der Schlossbergschule in Kappelrodeck. Den dritten Rang belegten drei 14-jährige Schülerinnen von der Mörikeschule in Nürtingen.

Ex-Nationaltorhüter Timo Hildebrand unterstützt Aktion
Auch der bekannte Ex-Fußballstar und Nationaltorhüter Timo Hildebrand unterstützt die Kampagne in Baden-Württemberg. „Ich war begeistert von der kreativen Energie, die über die eingereichten Bilder transportiert wird, und glaube fest daran, dass kreative Leistungen unser Bewusstsein beeinflussen und sich dort verankern.“ Die DAK-Gesundheit solle deshalb auch in Zukunft junge Menschen auffordern, mit Leidenschaft und Kreativität das Problemthema „Komasaufen“ aufzugreifen.

Entwicklung besser als Bundestrend
„Es ist ein positives Signal, dass immer weniger junge Menschen nach dem Rauschtrinken im Krankenhaus behandelt werden müssen. Trotzdem bleiben die Zahlen hoch. Fest steht: Noch immer trinken viele Jugendliche sprichwörtlich, bis der Arzt kommt. Deshalb setzen wir weiter auf Aufklärung und führen unsere erfolgreiche Präventionskampagne ‚bunt statt blau‘ in Baden-Württemberg fort“, sagt Siegfried Euerle, DAK-Landeschef im Südwesten. 2021 kamen nach aktueller Statistik bundesweit rund 11.650 Zehn- bis Zwanzigjährige volltrunken in eine Klinik, vier Prozent weniger als im Vorjahr. In Baden-Württemberg ist nach Angaben der DAK-Gesundheit die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen gegenüber dem Vorjahr sogar um rund sieben Prozent (auf insgesamt 1.453 Kinder) gesunken. „Ich hoffe, dass wir die positive Entwicklung auch mit unserer vorausschauenden Präventionsarbeit weiterhin stabilisieren können“, so Euerle.

Selbstgestaltete Plakate wirken
Die Plakate, die Schülerinnen und Schüler bei „bunt statt blau“ gestalten, sind für Gleichaltrige besonders eindrucksvoll: Das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in Kiel hat in einer umfangreichen Studie die Wirkung der selbst gemalten Plakate im Vergleich zu konventionellen Warnhinweisen untersucht. Demnach verstärken die von Kindern und Jugendlichen gestalteten „bunt statt blau"-Plakate bei jungen Menschen die Wahrnehmung, dass Alkoholkonsum schädlich ist. Sie haben eine stärker sensibilisierende Wirkung als traditionelle, eher an Erwachsene gerichtete, Warnhinweise.

Ende Mai wählt eine Bundesjury mit dem Sucht- und Drogenbeauftragten der Bundesregierung Burkhard Blienert, dem DAK-Vorstandschef Andreas Storm und den Experten vom IFT-Nord die Bundesgewinner 2023. Die Bundessiegerehrung findet am 1. Juni in Berlin statt. Informationen zum Wettbewerb gibt es in allen Servicezentren der DAK-Gesundheit oder im Internet unter www.dak.de/buntstattblau.

„bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ 2023 ist bereits die vierzehnte Auflage des kreativen Plakatwettbewerbs. Insgesamt haben seit 2010 fast 130.000 Schülerinnen und Schüler an der Aktion teilgenommen, die im Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne genannt wird. Sie ist seit April 2010 von der Europäischen Kommission zertifiziert und erhielt zahlreiche Auszeichnungen.



Daniel Caroppo

Pressesprecher Baden-Württemberg

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