Sicherheitshinweis

Ih

Welche Symptome verursacht niedriger Blutdruck?

Typische Symptome eines niedrigen Blutdrucks, der sogenannten Hypotonie, sind Schwindel, Augenflimmern oder Ohrensausen, Anfälligkeit zur Ohnmacht, allgemeine Mattigkeit mit erhöhtem Schlafbedürfnis sowie Appetit- und Konzentrationsmangel. Hypotoniker sind oft wetterfühlig und sehr kälteempfindlich an Händen und Füßen. Zudem brauchen sie morgens nach dem Aufstehen deutlich mehr Zeit, um in Schwung zu kommen. Manchmal treten in Verbindung mit einem niedrigen Blutdruck auch ein erhöhter Puls, Atembeschwerden, Reizbarkeit und depressive Verstimmungen auf.

Ursachen: Wie entsteht ein niedriger Blutdruck?

Unser Körper verfügt über ein einfaches und meist auch sehr gut funktionierendes Regelsystem, das für einen weitgehend konstanten Blutdruck sorgt. Wenn es zu Schwankungen kommt, steuert dieses System automatisch dagegen an. Möglich machen das sogenannte Druckfühler, auch Barorezeptoren genannt, die sich in den Gefäßwänden befinden. Bei einigen Menschen pendeln sich die Richtwerte auf einem niedrigeren Niveau ein, bei anderen auf einem höheren. Geschlecht und Alter spielen dabei eine entscheidende Rolle. So hat nahezu die Hälfte aller jungen Frauen einen vergleichsweise niedrigen Blutdruck.

Niedriger Blutdruck kann jedoch auch nach Schocksituationen auftreten, ebenso verursachen manche Medikamente eine Hypotonie als Nebenwirkung. Manchmal ist die Hypotonie auch die Folge einer Herzinsuffizienz. Ist das Herz erkrankt oder geschwächt, gelingt es ihm nicht mehr, ausreichend Blut durch den Körperkreislauf zu pumpen und der Druck in den Arterien nimmt ab.

Auch eine Schilddrüsen- oder Nebennierenerkrankung kann durch Störungen im Hormonhaushalt zu einem niedrigen Blutdruck führen. In seltenen Fällen haben neurologische Erkrankungen Auswirkungen auf den Blutdruck.

Wann ist der Blutdruck zu niedrig?

Von niedrigem Blutdruck spricht man in der Regel, wenn die Blutdruckwerte bei Frauen unter die Schwelle von 100 zu 60 mmHg und bei Männern unter 110 zu 60 mmHg absinken. Der erste Wert steht für den systolischen Blutdruck. Er herrscht in dem Moment in den Arterien, in dem der Herzmuskel sich zusammenzieht und Blut durch den Körper pumpt. Der zweite Wert steht für den diastolischen Blutdruck: Er wird gemessen, wenn der Herzmuskel zwischen zwei Kontraktionen erschlafft. Die Werte dienen nur zur Orientierung. Um zu beurteilen, ob jemand einen ungewöhnlich niedrigen Blutdruck hat, ist beispielsweise auch das Alter zu berücksichtigen.

Was hilft gegen niedrigen Blutdruck?

Da niedriger Blutdruck in der Regel keine Gefahr darstellt, ist eine medikamentöse Behandlung oft nicht nötig. Medikamente kommen erst dann zum Einsatz, wenn Komplikationen drohen. Das ist beispielsweise bei älteren Menschen mit Arteriosklerose der Fall.

Schwangere leiden vergleichsweise häufig unter zu niedrigem Blutdruck. Eine regelmäßige ärztliche Vorsorgeuntersuchung ist ratsam. Denn sinkt der Blutdruck einer Schwangeren zu stark ab, wird die Plazenta nicht mehr genügend durchblutet. Das kann die Versorgung des Embryos mit Nährstoffen beeinträchtigen.

Für Patienten mit niedrigem Blutdruck sollten ärztlich abklären lassen, ob nicht ein anderes Leiden die Hypotonie verursacht. Niedriger Blutdruck kann auf eine Erkrankung des Herzens oder der Schilddrüse hindeuten.

Tipps: Was kann ich gegen niedrigen Blutdruck tun?

Um Beschwerden zu lindern, hilft es, den Kreislauf durch Wechselduschen anzukurbeln. Stellen Sie dabei das Wasser so kühl, wie es eben noch auszuhalten ist. Führen Sie den Wasserstrahl am rechten Bein von unten nach oben zum Becken und wiederholen Sie diesen Vorgang mit dem linken Bein. Dann den Strahl erst über den rechten, dann über den linken Arm von den Händen in Richtung Herz führen. Zuletzt Brust, Bauch und Nacken abduschen.

Ebenfalls hilfreich ist regelmäßig Bewegung. Kaffee oder Tee können den Blutdruck kurzfristig steigern. Wenn Sie unter niedrigem Blutdruck leiden, sollten Sie sich angewöhnen, nach längerem Sitzen oder einem Bad nicht abrupt, sondern langsam aufzustehen. Auch kann es helfen, mit erhöhtem Oberkörper zu schlafen.