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Welche Symptome treten bei Leukämie auf?

An Leukämie erkranken deutlich mehr Männer als Frauen. Etwa zwei Drittel der Betroffenen sind bei der Diagnose älter als 60 Jahre. Ärzte unterscheiden zwischen einer akuten und einer chronischen Leukämie.

Zu den typischen Symptomen einer akuten Leukämie gehören Blässe, Schwäche, Müdigkeit und Atemnot. Zudem hat die Krankheit Auswirkungen auf die Blutgerinnung: Die Blutungsneigung erhöht sich. Das zeigt sich zum Beispiel durch gehäuftes Nasenbluten und Zahnfleischentzündungen sowie durch spontane blaue Flecken.

Da die Blutzellen auch Teil des Immunsystems sind, steigt die Anfälligkeit für Infektionen, besonders für bakterielle Erkrankungen und Pilzinfektionen. Weitere Symptome sind geschwollene Lymphknoten, Knochenschmerzen, Gewichts-und Appetitverlust sowie Nachtschweiß.

Eine chronische Leukämie macht sich durch Krankheitssymptome wie Unwohlsein, Müdigkeit, Leistungsminderung, Milz- und Lymphknotenschwellungen sowie Infektionen, Fieber, Gewichts- und Appetitverlust bemerkbar. Auch Nachtschweiß, Juckreiz und Ausschläge sind häufige Begleiterscheinungen. Erst im fortgeschrittenen Stadium kommt es auch zu Blutarmut.

Was ist Leukämie und welche Ursachen hat sie?

Normalerweise bilden die Stammzellen des Knochenmarks über Zwischenstufen die reifen, weißen Blutkörperchen. Unterläuft dem Organismus jedoch ein Fehler, kann es zur Leukämie kommen. Sowohl bei der akuten als auch chronischen Form sind die Ursachen unspezifisch.

Zu möglichen Auslöser zählen jedoch chemische Substanzen wie Benzol, Pestizide und Asbest, Röntgenstrahlen und radioaktive Strahlung, verschiedene Viren sowie in seltenen Fällen psychische Faktoren. Vermutlich spielen die Gene ebenfalls eine Rolle. Auch eine vorangegangene Chemotherapie aufgrund einer anderen Erkrankung kann eine Leukämie verursachen.

Diagnose: Wie lässt sich Leukämie erkennen?

Geht der Betroffene mit typischen Krankheitsanzeichen zum Arzt, tastet dieser nach einem ausführlichen Anamnesegespräch Lymphknoten, Milz und Leber ab. Eine Verdachtsdiagnose zeigt sich im Rahmen einer Blutuntersuchung. Eine exakte Diagnose und die genaue Bestimmung der Leukämie liefert eine Knochenmarkpunktion unter örtlicher Betäubung.

Um die Ausbreitung der Erkrankung exakt zu bestimmen, sind bildgebende Verfahren wie Ultraschall und Röntgen, manchmal auch Computer- oder Magnetresonanztomografie nötig. Außerdem überprüfen Mediziner die Funktion der Organe und die Blutgerinnung. Um zu sehen, ob auch die Hirnhäute befallen sind, muss Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit im Rahmen einer sogenannten Lumbalpunktion entnommen und untersucht werden. Dabei sticht ein erfahrener Arzt den Rückenmarkskanal in Höhe der Lendenwirbelsäule mit einer kleinen Hohlnadel an.

Wie sieht die Therapie bei Leukämie aus?

Bei einer akuten Leukämie ist es wichtig, schnell zu handeln, da sich der Zustand des Patienten rapide verschlechtern kann. Am häufigsten kommt die Chemotherapie zum Einsatz. Sie soll die Leukämiezellen dauerhaft entfernen und dafür sorgen, dass es wieder zu einer normalen und gesunden Blutbildung kommt.

Zu den weiteren Behandlungsmöglichkeiten gehören die Transplantation eigener Stammzellen, die autologe Transplantation, sowie die Transplantation von Knochenmark oder Stammzellen eines Spenders, die allogene Transplantation. Letztere kommt vor allem bei Rückfällen zum Einsatz.

Warum kann die Behandlung einer chronischen Leukämie manchmal warten?

Bei der chronischen lymphatischen Leukämie, die überwiegend im Alter auftritt, folgt nach der Diagnose nicht zwingend sofort eine Therapie. Stattdessen werden Patienten gezielt überwacht. Erst wenn sich Krankheitszustand oder Blutwerte verschlechtern, wird eine Chemotherapie erwogen. Auch kann eine Behandlung mit Antikörpern erfolgen, welche die kranken Zellen abtöten sollen.
Die Lebenserwartung bei Leukämie hängt vom Stadium der Erkrankung ab.

Vorbeugung: Gibt es präventive Maßnahmen bei Leukämie?

Leider gibt es keinen vollständigen Schutz oder gezielte Vorbeugemaßnahmen zu dieser Krebserkrankung. Ratsam ist jedoch, den Kontakt zu chemischen Schadstoffen wie zum Beispiel Benzol zu meiden. Aufgrund der unzähligen darin enthaltenen krebserregenden Substanzen sollte auf Zigaretten- und Tabakkonsum verzichtet werden. Auch überflüssige Röntgenuntersuchungen gilt es zu meiden. Hilfreich ist dabei ein Röntgenpass, den jede Arztpraxis ausstellt.