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Welche Symptome zeigt eine Lebensmittelallergie?

Bei einer Lebensmittelallergie treten allergische Symptome meist innerhalb von wenigen Minuten auf. Nur manchmal dauert es bis zu zwei Stunden. Welche Probleme auftreten, ist individuell unterschiedlich. Am häufigsten sind Reaktionen im Mund und Rachenraum wie ein pelziges Gefühl auf der Zunge, Juckreiz im Rachen oder eine Lippenschwellung.

Fast immer ist auch die Haut betroffen. Sie rötet sich, juckt stark und Quaddeln bilden sich. Bei manchen Betroffenen reagieren Magen und Darm mit Beschwerden: Lebensmittelallergiker leiden unter Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall. Gelegentlich tritt ein Hustenreiz auf, in schlimmen Fällen kommt es zu Blutdruckabfall und Kreislaufstillstand.

Welche Ursachen hat eine Lebensmittelallergie?

Bei einer echten Lebensmittelallergie reagiert der Körper auf pflanzliche oder tierische Eiweißsubstanzen in der Nahrung. Das Immunsystem hält sie fälschlicherweise für Krankheitserreger und bekämpft sie, indem es Antikörper produziert und in großen Mengen den Botenstoff Histamin freisetzt. Dieser löst in Minutenschnelle allergische Symptome aus. Warum das Immunsystem so reagiert, ist bislang noch nicht vollständig erforscht. Da die Krankheit familiär gehäuft auftritt, ist eine erbliche Komponente wahrscheinlich.

Lebensmittelallergien können manchmal zusammen mit Heuschnupfen auftreten. So sind beispielsweise in Pfirsichen und Äpfeln dieselben Allergene enthalten wie in Birkenpollen. In diesem Fällen spricht man von einer pollenassoziierten Nahrungsmittelallergie beziehungsweise einer Kreuzallergie.

Eine Lebensmittelallergie ist nicht gleichzusetzen mit einer Laktose- oder Fruktoseintoleranz. Bei diesen Beschwerden handelt es sich nicht um Allergien, sondern um Lebensmittelunverträglichkeiten.

Wie diagnostiziert der Arzt eine Lebensmittelallergie?

Wer glaubt, unter einer Lebensmittelallergie zu leiden, sollte sich an einen Facharzt für Allergologie wenden. Die Krankheit lässt sich durch verschiedene Tests diagnostizieren, etwa einem Prick-Test. Dabei träufelt der Arzt infrage kommende allergieauslösende Stoffe in flüssiger Form auf die Unterarme und sticht die Haut mit einer feinen Nadel oberflächlich an. Treten nach 20 Minuten eine Schwellung und/oder Rötung auf, ist von einer Allergie auszugehen.

Ein Bluttest auf Antikörper kann die Diagnose stützen. Möglich ist auch ein sogenannter oraler Provokationstest. Dabei nimmt der Patient das Nahrungsmittel zu sich, das als Allergieauslöser vermutet wird. Da dabei heftige allergische Reaktionen auftreten können, darf dieser Test nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.

Therapie: Wie wird eine Lebensmittelallergie behandelt?

Die Behandlung einer Lebensmittelallergie besteht vor allem darin, das allergieauslösende Lebensmittel zu meiden. Da die allergische Reaktion auf ein Lebensmittel sehr heftig ausfallen kann, sollten Sie immer Notfallmedikamente wie Antihistaminika und Kortisonpräparate mit sich führen. Ein Allergologe berät hier ausführlich. Bei akuten schweren Symptomen wie Atemnot und einer Schwellung im Hals- und Rachenbereich ist sofort ein Arzt aufzusuchen oder ein Notarzt zu rufen.

Tipps: Wie gehe ich mit einer Lebensmittelallergie richtig um?

Der beste Schutz vor den Symptomen einer Lebensmittelallergie ist der strikte Verzicht des allergieauslösenden Lebensmittels. Besondere Vorsicht ist beim Verzehr von industriell gefertigten Lebensmitteln und Produkten geboten, denn in ihnen können sich unerwartete Inhaltsstoffe verstecken. Die Zutatenliste sollte deshalb immer genau gelesen werden.

Patienten sollten zudem eine professionelle Ernährungsberatung in Anspruch nehmen. Experten vermitteln dort Hintergrundwissen und geben Tipps für mögliche Lebensmittelalternativen.