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Welche Symptome treten bei einer Insektengiftallergie auf?

Wenige Minuten nach einem Stich treten bei einer Insektengiftallergie die ersten Anzeichen einer allergischen Reaktion auf. Oft beginnt diese mit einem Hautjucken und Kribbeln an Händen und Fußsohlen. Am Körper treten Rötungen und Schwellungen der Haut auf, manchmal bilden sich Quaddeln. Die Reaktion fällt bei jedem Allergiker jedoch unterschiedlich stark aus.

Bei manchen Betroffenen tritt Übelkeit bis hin zum Erbrechen auf. Auch starkes Schwitzen, Krämpfe oder Herzrasen sind möglich. Große Gefahr droht, wenn es zu Atembeschwerden und einem anaphylaktischen Schock kommt. Suchen Sie deshalb schon bei den ersten Symptomen einer allergischen Reaktion einen Arzt auf oder rufen Sie den Notarzt.

Welche Ursachen hat eine Insektengiftallergie?

Schätzungen zufolge leiden etwa drei Prozent aller Deutschen unter einer Insektengiftallergie. Betroffene reagieren auf den Stich bestimmter Insekten – zumeist Bienen, Hummeln, Wespen und Hornissen – mit einer sehr starken allergischen Reaktion. Das Gift dieser Insekten enthält bestimmte Enzyme, auf die der Körper überreagiert. Sobald die Enzyme durch den Stich ins Blut gelangen, bildet das Immunsystem Antikörper und schüttet in großen Mengen Histamin aus. Das löst die allergischen Symptome aus.

Insektengiftallergie: Wie erfolgt die Diagnose?

Wenn Sie glauben, unter einer Insektengiftallergie zu leiden, ist dies ärztlich abzuklären. Der Facharzt für Allergologie bestimmt die Konzentration bestimmter Antikörper gegen Insektengift im Blut. Sind diese vorhanden, ist das meist schon das Zeichen einer Allergie. Zusätzlich ist jedoch noch ein Pricktest nötig. Der Facharzt trägt das Gift zunächst stark verdünnt auf die Haut auf und sticht die Haut dann mit einer dünnen Nadel oberflächlich ein. Nach etwa 20 Minuten zeigt eine Schwellung und Rötung eine Allergie an.

Therapie: Wie erfolgt die Behandlung einer Insektengiftallergie?

Bei einer nachgewiesenen Insektengiftallergie ist es ratsam, die vom Allergologen zusammengestellten Notfallmedikamente bei sich zu tragen. Dabei handelt es sich in der Regel um Antihistaminika und manchmal auch Kortison. Beide sollen die allergische Reaktion eindämmen. Außerdem gibt es Präparate, die bei einem allergischen Schock und bei Atemnot sofort wirken. Wer weiß, dass er auf Insektengift reagiert, sollte nach einem Stich sofort einen Arzt aufsuchen.

Sinnvoll kann auch eine Hyposensibilisierung sein, bei der im Rahmen einer meist dreijährigen Behandlungsperiode versucht wird, dem Körper die Überreaktion auf das Insektengift abzugewöhnen.

Tipps: Was tun bei einer Insektengiftallergie?

Wer unter einer Bienen-, Wespen- oder anderen Insektengiftallergie leidet, muss im Sommer vorsichtig sein. Das gilt insbesondere beim Essen im Freien. Ratsam ist, auf Lockstoffe wie Früchte, Obst, Süßspeisen und süße Getränke zu verzichten.

Da sich Bienen und Wespen von manchen Parfüms, Hautpflegemitteln und Haarsprays angezogen fühlen, sollten Sie auf entsprechende Produkte verzichten. Zudem ist immer genügend Abstand zu Müll- und Abfalleimern einzuhalten, da sich Wespen dort gerne aufhalten. Insektengiftallergiker sollten auch nicht barfuß über eine Wiese laufen, um nicht auf ein stechendes Insekt zu treten.

Sollten Tiere in Ihrer Nähe auftauchen: Schlagen Sie nicht nach ihnen, denn das macht sie unnötig aggressiv.

Sollte es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem Stich kommen, ist es wichtig, den Stachel zu entfernen, wenn dieser noch in der Haut steckt.