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Symptome: Wie erkenne ich FSME?

Ähnlich wie bei der ebenfalls durch Zecken übertragenen Borreliose verläuft eine FSME-Infektion meist in mehreren Stadien. Typische Symptome für Stadium eins sind grippeähnliche Beschwerden wie Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber. Einige Betroffene haben Glück – und die Krankheit ist damit überstanden. Bei allen anderen kommt es nach der ersten Erkrankungsphase zu Stadium zwei: Das FSME-Virus greift das zentrale Nervensystem an. Infolgedessen kann es zu einer Hirnhautentzündung kommen, die sich durch hohes Fieber, Kopfschmerzen und einen steifen Nacken bemerkbar macht. In besonders schweren Verläufen von FSME entsteht eine Gehirn- und Rückenmarkentzündung. Typische Anzeichen dafür sind Lähmungen sowie Bewusstseins- und Sprachstörungen.

Ursachen: Wie kommt es zur Infektion?

FSME-Viren werden in den meisten Fällen durch Zeckenstiche übertragen. Vor allem der Gemeine Holzbock, die bekannteste Art der Zecken, trägt die Viren in sich. Die Erreger werden unmittelbar beim Einstechen weitergegeben – ein schnelles Entfernen der Zecke verhindert die Infektion also nicht. Doch nicht überall in Deutschland sind Zecken mit FSME infiziert – das Robert-Koch-Institut (RKI) hat nur einige Teile des Landes als Risikogebiete definiert. So besteht in Bayern und Baden-Württemberg, in Südhessen und im südöstlichen Thüringen eine erhöhte Infektionsgefahr. Einzelne Risikogebiete befinden sich zudem in Mittelhessen, im Saarland, in Rheinland-Pfalz und in Sachsen.

Welche anderen Übertragungswege gibt es?

Eine Ansteckung mit FSME ist prinzipiell auch über Rohmilchprodukte möglich – wenn Kuh oder Ziege infiziert gewesen sind. Da in Deutschland allerdings fast ausschließlich pasteurisierte Milch verwendet wird, ist eine Infektion auf diesem Weg sehr unwahrscheinlich. Eine Übertragung von FSME durch andere Insekten, wie etwa Mücken, konnte bisher nicht belegt werden.

Therapie: Wie wird FSME behandelt?

H2: Therapie: Wie wird FSME behandelt? Bisher gibt es kein Heilmittel gegen FSME. Die Therapie beschränkt sich darauf, die Symptome der Erkrankung zu lindern. Dabei kommen vor allem fiebersenkende und schmerzstillende Medikamente zum Einsatz. Die einzige Chance auf Heilung ist, dass der Körper selbst mit den Viren fertig wird. Etwa jeder fünfte Patient wird nach einer FSME-Infektion wieder vollständig gesund, die meisten anderen Betroffenen haben lebenslang mit schweren Folgeschäden wie Lähmungen oder Schluck- und Sprechstörungen zu kämpfen. Ein bis zwei Prozent der Patienten sterben an FSME.

Vorbeugung: Wie kann ich mich schützen?

Die einzig wirkungsvolle Vorsorgemaßnahme ist die FSME-Impfung. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt sie allen Menschen, die in Risikogebieten leben, dort arbeiten oder Urlaub machen. In der Regel sind drei Impfungen im Abstand von jeweils einigen Monaten nötig, um vollständig geschützt zu sein. Alle drei Jahre ist eine Auffrischung nötig. Die Impfung ist für Kinder ab dem ersten Lebensjahr erhältlich. Eine FSME-Impfung kann auch für Reisen ins Ausland wie etwa nach Österreich, in die Schweiz und bestimmte Teile Schwedens ratsam sein. Aktuelle Informationen dazu liefert das Tropeninstitut.

Tipps: Was ist noch wichtig?

Auch wenn Sie wissen, dass eine Impfung der einzige Schutz vor FSME ist, sollten Sie zusätzlich folgende Dinge zum Thema Zecken beachten:

  • Zecken fallen nicht, wie früher angenommen, von Bäumen – sie brauchen direkten Kontakt zu ihren Opfern, um auf deren Körper überzugehen. Hohes Gras stellt also eine viel größere Gefahr dar.
  • Zeckenabweisende Mittel, sogenannte Repellents, und lange, helle Kleidung machen in Frühjahr, Sommer und Herbst überall in der Natur Sinn – da Zecken neben FSME auch andere Erkrankungen übertragen können.
  • In jedem Fall gilt: Den Körper nach jedem Aufenthalt im Freien gründlich absuchen und eventuelle Zecken sofort mit einer geeigneten Zeckenzange oder -karte (Apotheke) entfernen.
  • Tierhalter sollten ebenfalls ihre Hunde und Katzen nach den Plagegeistern absuchen – und geeignete zeckenabweisende Mittel auftragen.