Starke Förderung gegen Sucht: 600.000 Euro für die Präventionsarbeit blu:prevent des Blauen Kreuzes in Deutschland e.V.

  • DAK-Gesundheit stärkt Suchtprävention mit gezielten Maßnahmen

  • Großes Engagement direkt vor Ort: 20 Einsätze an Schulen 2026 durch das Blaue Kreuz geplant 

Wuppertal, 24. Juni 2026. Förderung für einen guten Zweck: Die DAK-Gesundheit unterstützt die Arbeit der Selbsthilfeorganisation Blaues Kreuz in Deutschland e.V. mit rund 600.000 Euro. Durch diese Förderung können zukünftig digitale Präventionsangebote, Bildungsprojekte und neue Kommunikationsformate zur Suchtprävention weiterentwickelt und realisiert werden. Im Fokus stehen insbesondere Alkohol und Mediensucht sowie der missbräuchliche Konsum von Cannabis und anderen Drogen. Das Blaue Kreuz gehört zu den größten Sucht-Selbsthilfeorganisationen in Deutschland und unterstützt bundesweit tausende Betroffene und Angehörige. Ein Schwerpunkt der Organisation ist Präventionsarbeit innerhalb der Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen. Das Blaue Kreuz betreibt über seinen Präventionszweig blu:prevent wichtige und erfolgreiche Aufklärung direkt im schulischen Umfeld. 

„Suchtprävention entscheidet sich nicht, wenn der Ernstfall bereits eingetreten ist. Sie muss so früh wie möglich beginnen – im Alltag junger Menschen. Genau hier setzt das Engagement des Blauen Kreuzes an. Mit unserer Förderung wollen wir Angebote stärken, die Jugendliche wirklich erreichen: direkt, digital und lebensnah. Denn wer früh unterstützt wird, hat die besten Chancen auf ein gesundes Leben,“ so Berit Schoppen, Leiterin der Landesvertretung in NRW.

Suchtprävention an Schulen
Kinder und Jugendliche müssen für die Gefahren durch Suchtmittel wie Alkohol, Cannabis und Nikotinprodukte sensibilisiert werden. Dabei leisten digitale Suchtpräventionsangebote auf dem Smartphone der Jugendlichen und im Setting Schule einen wichtigen Beitrag. Sie helfen Risiken früh zu erkennen und die Gesundheitskompetenz junger Menschen zu stärken. Für 2026 plant das Blaue Kreuz rund 20 Einsätze in den Schulen. Neben digitalen Angeboten werden Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler gezielt mit Informationsmaterialien und Schulungen unterstützt. Die persönlichen Begegnungen mit Betroffenen aus Selbsthilfegruppen fördern Aufklärung, bauen Vorurteile ab und zeigen ein realistisches Bild von Sucht und Genesung.

Ausbau digitaler Angebote
Ein zentraler Schwerpunkt der Förderung ist die Weiterentwicklung der digitalen Tools von „blu:prevent“, wie die „blu:app“ (Smartpone-App) und blu:interact“ (Module für Schulunterricht) welche interaktive Schulprogramme verbindet und so praxisnahe Konzepte für Jugendliche bietet. Neben diesen digitalen Angeboten setzt blu:prevent weiterhin auf persönliche Bildungsarbeit. Es sind Schulungen und Veranstaltungen geplant, um Lehrkräfte, Eltern und Ehrenamtliche zu qualifizieren und Präventionsnetzwerke zu stärken.

„Die Förderung durch die DAK-Gesundheit ist für unsere Präventionsarbeit von großer Bedeutung. Sie ermöglicht es uns, die digitalen Angebote weiter auszubauen, neue Zielgruppen zu erreichen und junge Menschen frühzeitig über Risiken von Sucht aufzuklären. Gleichzeitig stärken wir mit Schulungen die Präventionsarbeit vor Ort“, betont Benjamin Becker, CEO des Zweigvereins blu:prevent. Die Mittel fließen unter anderem in Kampagnen, Personal, digitale Infrastruktur, Veranstaltungen sowie Öffentlichkeitsarbeit. Weitere Infos unter www.bluprevent.de 

100.000 Selbsthilfegruppen in Deutschland
Etwa 3,5 Millionen Menschen haben sich bundesweit in fast 100.000 Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen. In vielen Städten und Regionen gibt es Selbsthilfekontaktstellen, die einen Überblick über die Angebote zu einzelnen Erkrankungen oder Behinderungen bieten. Bundesweit fördert die DAK-Gesundheit jährlich über 5.000 örtliche Selbsthilfegruppen. Für diese ist bei konkreten Projektvorhaben das örtliche Servicezentrum der richtige Ansprechpartner. Beim Wunsch nach pauschaler Förderung ist hingegen der Verband der Ersatzkassen zuständig.

Die DAK-Gesundheit ist mit 5,4 Millionen Versicherten eine der größten Krankenkassen in Deutschland.

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Berit Schoppen (Leiterin der DAK-Landesvertretung NRW, Benjamin Becker (CEO blu:prevent)

 

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