Beschäftigte in NRW im Durchschnitt an 20,4 Tagen krankgeschrieben

- Im Vorjahresvergleich bleibt der Krankenstand 2025 mit 5,6 Prozent stabil
- Auffälliges Plus von 7,9 Prozent bei den Fehltagen aufgrund psychischer Erkrankungen
- Stellvertretende DAK-Landeschefin Eschweiler fordert Ursachenforschung und mehr Fokus auf betriebliches Gesundheitsmanagement
Düsseldorf, 27. Januar 2026. Der Krankenstand in Nordrhein-Westfalen ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. DAK-versicherte Beschäftigte waren durchschnittlich an 20,4 Kalendertagen krankgeschrieben und hatten demnach genauso viel Arbeitsausfall wie im Vorjahr. Die meisten Fehltage gingen auf das Konto von psychischen Erkrankungen. Sie verursachen 7,9 Prozent mehr Fehltage als 2024. Weitere wichtige Ursachen waren Atemwegsinfekte auf Rang zwei und Muskel-Skelett-Erkrankungen auf Rang drei. Insgesamt pendelt sich der Krankenstand in NRW auf einem hohen Niveau ein. Deshalb fordert die DAK-Gesundheit eine fundierte Ursachenforschung. Arbeitgeber, Gewerkschaften, Ärzteschaft und Krankenkassen sollen gemeinsam an einen Tisch kommen, um neue Lösungswege zu entwickeln und auch ein gesundes Arbeitsumfeld in den Fokus zu rücken.
Ursache Nummer eins für Krankschreibungen in Nordrhein-Westfalen waren im vergangenen Jahr psychische Erkrankungen mit 405 Fehltagen je 100 Versicherte nach 376 Fehltagen 2024. Auf Platz zwei kamen Atemwegserkrankungen wie Bronchitis. Sie lagen mit 379 Fehltagen je 100 Versicherte leicht unter Vorjahresniveau. Es folgten Muskel-Skelett-Probleme etwa am Rücken, die mit 366 Tagen je 100 Versicherte im Vergleich zu 2024 ungefähr stabil blieben. „Pro Kopf hatten DAK-versicherte Beschäftigte in NRW 2025 für 20,4 Kalendertage eine Krankschreibung. Es ist jetzt notwendig, eine fundierte Ursachenforschung voranzutreiben und neue Lösungswege zu entwickeln. Dafür müssen alle relevanten Akteure - Arbeitgeber, Gewerkschaften, Ärzteschaft und Krankenkassen - zusammenarbeiten“, kommentiert die stellvertretende DAK-Landeschef/in Anke Eschweiler die Ergebnisse.
Krankenstand nur leicht über dem Bundesdurchschnitt
Die Fehlzeiten in NRW sind mit denen auf Bundesebene vergleichbar. DAK-versicherte Beschäftigte kamen 2025 im Bundesdurchschnitt auf 19,5 krankheitsbedingte Fehltage pro Kopf. Nordrhein-Westfalen liegt mit 20,4 Tagen 4,3 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Deutlich höher lagen die Fehlzeiten in Sachsen-Anhalt sowie in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Baden-Württemberg wies bundesweit den geringsten Arbeitsausfall auf.
Chancen im betrieblichen Gesundheitsmanagement
Große Chancen sieht Anke Eschweiler im betrieblichen Gesundheitsmanagement. „Gute Arbeitsbedingungen und eine starke Unternehmenskultur sind zentrale Hebel, um den Krankenstand zu senken“, so Eschweiler. Deshalb sei ein Betriebliches Gesundheitsmanagement wichtig, um das Thema Gesundheit in die betrieblichen Strukturen und Prozesse zu integrieren. „Wir unterstützen Arbeitgeber dabei, ein nachhaltiges Gesundheitsmanagement aufzubauen.“
Für die aktuelle Analyse wertete das Berliner IGES Institut die Daten von rund 414.600 erwerbstätigen DAK-Versicherten in NRW aus.
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(Copyright:: DAK-Gesundheit / Gettyimages / Jelena-Lalic)
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Arno Prähler
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