Nach Landessieg: Schülerin aus Schulzendorf belegt dritten Platz beim Bundeswettbewerb „bunt statt blau“

Rund 6.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – Bundesdrogenbeauftragter und DAK-Vorstandschef küren die besten Plakate 2026 in Berlin

 

Hamburg/Berlin, 3. Juni 2026. Kreativ gegen den Rausch: Die Bundessiegerinnen und Bundessieger 2026 von „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ stehen fest. Greta Neuendorf aus Schulzendorf gewinnt beim bundesweiten Plakatwettbewerb der DAK-Gesundheit den dritten Platz, hinter Bundessiegerin Virginia Pereira Gomes aus Berlin und dem zweitplatzierten Asthon Wittbecker aus Hessen. Mehr als 6.000 Schülerinnen und Schüler haben in diesem Jahr bei der 17. Auflage des Wettbewerbs ein kunstvolles Zeichen gegen den riskanten Alkoholkonsum gesetzt. Bundesschirmherr ist der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen Prof. Dr. Hendrik Streeck. Seit dem Start von „bunt statt blau“ im Jahr 2010 haben insgesamt fast 150.000 Schülerinnen und Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren kreative Plakate gegen Alkoholexzesse gestaltet. 

Das Bild, mit dem Greta Neuendorf nach dem Landessieg in Brandenburg nun auch den dritten Rang auf Bundesebene belegte, trägt die starke Botschaft: „Dein blau trennt uns vom Leben.“ Es zeigt in der Mitte die blauen Gesichter leidender Menschen in Kontrast zu bunten Erlebnissen in den vier Ecken des Bildes. „Nicht nur eine Person leidet unter Alkohol – oft trägt die ganze Familie die Folgen. Deshalb lieber bunt statt blau“, sagt Greta Neuendorf zu ihrem Plakat.

Die 15-jährige Künstlerin wurde jetzt in Berlin ausgezeichnet, nachdem ihr Bild von der Bundesjury mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Prof. Dr. Hendrik Streeck, Prof. Dr. Reiner Hanewinkel, Leiter des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord), und DAK-Vorstandschef Andreas Storm auf den dritten Platz gewählt wurde. 

„Mein Glückwunsch gilt allen, die ausgezeichnet wurden. Mich haben die Einsendungen auch in diesem Jahr sehr beeindruckt. Am liebsten hätte ich allen jungen Künstlerinnen und Künstlern einen Preis gegeben“, sagt der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Prof. Dr. Hendrik Streeck. „Diese Arbeiten zeigen etwas, das wir in der Prävention ernst nehmen müssen. Junge Menschen wissen oft sehr genau, was Alkohol anrichten kann. Sie sehen Einsamkeit, Kontrollverlust und Absturz. Aber sie zeigen auch Hoffnung, Stärke und Wege zurück ins Leben.
,bunt statt blau‘ belehrt nicht von oben. Die Kampagne lässt junge Menschen selbst erzählen, was sie sehen, was sie bewegt und was sie verändern wollen. Genau das brauchen wir für moderne Prävention. Sie muss ehrlich sein, verständlich bleiben und junge Menschen nicht nur erreichen, sondern einbeziehen.“

Gold für Berlin, Silber für Hessen, Bronze für Brandenburg
Nach dem Preis für den Landessieg kann sich Greta Neuendorf nun auch über den dritten Preis auf Bundesebene in Höhe von 300 Euro freuen. Die Goldmedaille geht an Virginia Pereira Gomes aus Berlin. Hessen gewinnt in diesem Jahr Silber: Der 17-jährige Ashton Wittbecker aus Hofheim am Taunus holt sich Platz zwei. 

Zwei Sonderpreise gehen außerdem nach Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen: In der Kategorie „Junge Talente“ gewinnt die zwölfjährige Darija Shliakhetko aus Worms in Rheinland-Pfalz auf Bundesebene. Beim Sonderpreis „Social Media“ liegt Nordrhein-Westfalen vorne: Nele Raulf, Clemens Hoferichter und Lara Vossebürger aus Lippstadt überzeugten die Jury mit einem emotionalen YouTube-Interview, in dem eine ältere Dame über Alkoholprobleme im familiären Umfeld spricht. 

Alkoholvergiftungen: Rückgang bei Krankenhausaufenthalten
Laut Daten des Statistischen Bundesamts mussten 8.781 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 19 Jahren wegen akuten Alkoholmissbrauchs im Jahr 2024 in deutschen Krankenhäusern behandelt werden, ein erneuter Rückgang um 5,3 Prozent zum Vorjahr. In Brandenburg sank die Zahl der sogenannten Rauschtrinker im Alter von 10 bis 19 Jahren um rund 6,7 Prozent auf 293. Im Jahr davor waren es noch 314.

„Es ist erfreulich zu sehen, dass immer mehr junge Menschen Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen“, sagt DAK-Vorstandschef Andreas Storm. „Das belegen die sinkenden Zahlen beim Rauschtrinken unter jungen Menschen. Dies zeigt, dass unsere Aufklärungs- und Präventionsarbeit ankommt. Aber dieser Trend ist kein Selbstläufer. Wir werden unsere Anstrengungen fortsetzen, um junge Menschen weiter für die Risiken von Alkohol zu sensibilisieren.“
Storm weiter: „Ein Bild kann aussagekräftiger und wirkungsvoller sein als Belehrungen. Mit ‚bunt statt blau‘ werden Schülerinnen und Schüler selbst zu Botschaftern gegen das Rauschtrinken. Die Kommunikation auf Augenhöhe macht die Kampagne dabei so besonders.“

Die Präventionskampagne „bunt statt blau“ ist eingebunden in die „Aktion Glasklar“ des IFT-Nord, mit der die DAK-Gesundheit auch Lehrkräfte und Eltern über das Thema Alkohol aufklärt. Mit passgenauen Unterrichtsmaterialien wird das Thema Alkoholmissbrauch von Lehrerinnen und Lehrern aufgegriffen, bevor die Gestaltung der Plakate und Beiträge beginnt. 

Weitere Informationen: www.dak.de/buntstattblau.

Texte zum Download

Bild herunterladen (Copyright: DAK-Gesundheit/Paul Hahn)
 

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