Pflegegeld

Für die Pflege zu Hause

Pflegegeld bekommen Pflegebedürftige, die privat von Angehörigen oder Freunden - also nicht von einem professionellen Pflegedienst - gepflegt werden. Die Höhe richtet sich nach ihrer Pflegestufe und danach, ob eine erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz (Demenz) vorliegt.

Das Pflegegeld wird monatlich ausgezahlt. Es ist wie folgt gestaffelt:

Pflegestufe

Pflegegeld 2016 für Pflegebedürftige

ohne Demenz

Pflegegeld 2016 für Pflegebedürftige

mit Demenz*

Häufigkeit der Beratungseinsätze
Pflegestufe 0------------------------123 Euronicht erforderlich
Pflegestufe I (erheblich Pflegebedürftige):244 Euro316 EuroEinmal je Kalenderhalbjahr
Pflegestufe II (Schwerpflegebedürftige): 458 Euro545 EuroEinmal je Kalenderhalbjahr
Pflegestufe III (Schwerstpflegebedürftige): 728 Euro728 EuroEinmal je Kalendervierteljahr

*Gilt für Personen mit dauerhaft erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz im Sinne von § 45a SGB XI - das sind vor allem an Demenz erkrankte Menschen

Professionelle Pflegedienste unterstützen

Wer „privat“ gepflegt wird und Pflegegeld bezieht, wird in regelmäßigen Abständen auch von professionellen Pflegediensten unterstützt. Dieses Verfahren hilft, den pflegenden Angehörigen zu entlasten und Pflegefehler zu vermeiden: So kann der professionelle Pfleger Tipps geben, Fragen beantworten oder den Umgang mit Pflegehilfsmitteln erklären. Dass Sie diese Einsätze in Anspruch genommen haben, müssen Sie der Pflegekasse halbjährlich bei Pflegestufe I und II sowie vierteljährlich bei Pflegestufe III nachweisen. Pflegebedürftige in der Pflegestufe 0 müssen diesen Einsatz nicht nachweisen, können ihn aber bei Bedarf in Anspruch nehmen. Die Kosten für die Einsätze übernimmt die DAK-Pflegekasse.

Weiterzahlung des Pflegegelds bei Krankenhausaufenthalten

Wenn der Pflegebedürftige nicht zuhause gepflegt werden muss, weil er im Krankenhaus behandelt wird oder eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme durchführt, zahlt die Pflegekasse der DAK-Gesundheit das Pflegegeld noch für vier Wochen weiter. Das gilt auch für den Fall, dass er häusliche Krankenpflege erhält, um einen stationären Aufenthalt im Krankenhaus zu vermeiden. Nach diesen vier Wochen ruht der Anspruch auf das Pflegegeld, bis der Krankenhausaufenthalt, die Rehabilitationsmaßnahme oder die häusliche Krankenpflege beendet sind.

Weiterzahlung des halben Pflegegelds bei Kurzzeit- oder Ersatzpflege

Während einer Kurzzeit- oder Ersatzpflege zahlt die Pflegekasse das bisher bezogene Pflegegeld für maximal vier Wochen im Kalenderjahr zur Hälfte weiter. Für Zeiträume ab dem 1. Januar 2016 verlängert sich der Anspruch auf maximal sechs Wochen im Kalenderjahr für die Ersatzpflege und auf maximal acht Wochen für die Kurzzeitpflege.

Zuletzt aktualisiert:
Jul 5, 2016

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