Pflegekompetenzzentren entlasten Angehörige und stärken Infrastruktur vor Ort

Der Anteil älterer, teilweise pflegebedürftiger Menschen an der Gesamtbevölkerung ist in Deutschland bereits heute sehr hoch und wird in den nächsten Jahren weiter steigen. Dadurch gibt es einen erhöhten Bedarf bei der geriatrisch-stationären und der pflegerischen Versorgung. Im ländlichen Raum wird diese Problematik noch durch die Abwanderung junger Menschen in Ballungszentren verschärft. Denn in der Folge verlieren insbesondere kleine und mittlere Krankenhäuser der Grundversorgung in den betroffenen Regionen an Fallvolumen, bekommen zunehmend Auslastungs- und damit Qualitätsprobleme. Nicht selten sind sie von Schließung bedroht.

Hier setzt das Vorhaben der DAK-Gesundheit an, solche Häuser oder Abteilungen in Pflegekompetenzzentren umzuwandeln. Ziel ist, die benötigten Versorgungskapazitäten in der Region zu halten und den Bedarfen anzupassen. Zudem können in den Zentren wichtige Angebote – von Beratung über spezialisierte Wohngruppen bis Kurzzeit- und Verhinderungspflege – unter einem Dach gebündelt werden. Der Pflegebedürftige wird so optimal und auf seine individuelle Situation zugeschnitten versorgt.

Als Pilot entsteht das erste Zentrum im niedersächsischen Landkreis Grafschaft Bentheim/Landkreis Emsland. Die DAK-Gesundheit ist Konsortialführerin des Projekts. Konsortialpartner sind die Gesundheitsregion EUREGIO e.V., die Universität Osnabrück und die Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar. Darüber hinaus beteiligen sich zahlreiche Kooperationspartner.

Mit zehn Millionen Euro fördert der Innovationsfonds das Konzept regionaler Kompetenzzentren der DAK-Gesundheit. Der Innovationsfonds wurde 2016 von der Bundesregierung geschaffen, um neue Versorgungsformen und Forschungsprojekte zu fördern. Mit dem Förderzuschlag des Innovationsfonds können jetzt die nächsten Schritte geplant werden.

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Zuletzt aktualisiert:
Feb 4, 2019

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