Besprechung

Termine und Aktuelles

Nächste Sitzungstermine

  • Donnerstag, 22.12.2016 in Berlin
    (Hotel Aquino, Hannoversche Str. 5 b, 10115 Berlin-Mitte)
  • Donnerstag, 30.03.2017 in Hamburg *
  • Mittwoch, 06.09.2017 in Hamburg *
    (Letzte Sitzung XI. Amtsperiode)
  • Donnerstag, 07.09.2017 Hamburg *
    (Konstituierende Sitzung XII. Amtsperiode)
  • Donnerstag, 21.12.2017 in Berlin
    (Hotel Aquino, Hannoversche Str. 5 b, 10115 Berlin-Mitte)

*Sitzungen in Hamburg finden im Konferenzbereich der Zentrale der DAK-Gesundheit (Nagelsweg 27 – 31, 20097 Hamburg) statt.

Nähere Informationen werden jeweils unter Bekanntmachungen veröffentlicht. Die Sitzungen des Verwaltungsrats sind grundsätzlich öffentlich und beginnen jeweils um 9 Uhr.

Informationen zu älteren Sitzungen des Verwaltungsrates finden Sie im Archiv.

Sitzung 28.09.2016

Wie soll die Führungsspitze der DAK-Gesundheit ab 2017 personell besetzt sein? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Herbstsitzung des Verwaltungsrates in Magdeburg. Das Gremium beschloss außerdem Satzungsmehrleistungen für Schwangere.

Hajo Hessabi in den Vorstand gewählt

Dr. rer. medic Hajo Hessabi
Der Verwaltungsrat hat Dr. rer. biol. hum. Hajo Hessabi (47) in den Vorstand der Krankenkasse gewählt. Der frühere Unternehmensberater löst Andreas Storm als stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ab, der dann zum Kassenchef aufrückt.

Der diplomierte Ingenieur Hessabi arbeitet seit 2014 beim Krankenhauskonzern Asklepios Kliniken GmbH und verantwortet dort das Thema Netzwerkmedizin. Zuvor war er Mitglied in der Geschäftsführung der Kliniken Schmieder. „Herr Dr. Hessabi bringt viel Erfahrung aus verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens mit“, äußert sich Hans Bender, Vorsitzender des Verwaltungsrates, zur Wahl. „Er hat für Asklepios unter anderem die Integration der Asklepioskliniken in ein zukunftsweisendes Kliniknetzwerk für Qualitätsmedizin verantwortet, in dem zur Zeit ca. 120 Partnerkliniken zusammenarbeiten“, so Bender. „In einem komplexer werdenden Gesundheitssystem sind wir ständig gefordert, unser Unternehmen konzeptionell weiterzuentwickeln“, sagt Horst Zöller. „Dr. Hessabi ist deshalb der richtige Mann“, betont der stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrates.

Medizinische Extras für Schwangere

Der Verwaltungsrat der DAK-Gesundheit hat erweiterte Leistungen für werdende Mütter beschlossen. Die Aufsichtsbehörde für bundesweite gesetzliche Krankenkassen muss noch zustimmen, doch voraussichtlich im Oktober 2016 sollen spezielle Plus-Leistungen für Schwangere kommen. „Wir haben entschieden, dass sich unsere Krankenkasse an den Kosten für ausgewählte Leistungen bei Schwangerschaft beteiligt, die der medizinischen Vorsorge dienen“, erläutert Horst Zöller. Es sind zusätzliche Untersuchungen oder auch spezielle Präparate geplant. Werdende Mütter können aus einem Paket möglicher Leistungen wählen, wofür sie ihren Zuschuss von bis zu 100 Euro nutzen möchten. „Als Familienkasse mit hohem Qualitätsanspruch gehen wir hier bewusst über den gesetzlichen Standard hinaus“, so Zöller, „damit Kinder sich gesund entwickeln können und mögliche Risikofaktoren früh erkannt werden.“

Information zur Sozialwahl 2017

Ein wichtiges Thema für die Selbstverwalter ist auch die im nächsten Jahr anstehende Sozialwahl. Bei ihr wird alle sechs Jahre das Parlament der DAK-Gesundheit gewählt. Es ist eine sogenannte Listenwahl. Wer sich wählen lassen will, kommt nicht über eine Partei, sondern über eine Liste von einer vorschlagsberechtigten Arbeitnehmer- oder Versichertenvereinigung.

„Der Hauptausschuss des Verwaltungsrates hat entschieden, dass sich die zur Wahl zugelassenen Listen in einem Sonderdruck des Kundenmagazins fit! vorstellen werden“, erklärt Hans Bender. „Das halte ich für wichtig, denn unsere Listen sind nicht jedem bekannt.“ Die wahlberechtigten Mitglieder der DAK-Gesundheit sollen sich auf Grundlage der Listeninformationen fundiert eine Meinung bilden können. „Wir hoffen auf eine hohe Wahlbeteiligung. Schließlich geht es um die Zukunft unserer Krankenkasse“, so Bender.

Das gesamte Statement zum Download.

Sitzung 01.07.2016

Auf seiner ersten Sitzung nach vollzogener Fusion mit der BKK Beiersdorf begrüßte der Verwaltungsrat (VR) Andreas Storm als neuen Vorstand. Das Gremium nahm die Jahresrechnung 2015 ab und beschloss eine Satzungsmehrleistung für Diabetiker. Auf ihrer jährlichen Fachtagung diskutierten die Selbstverwalter die wachsende Bedeutung des Internets für die Krankenversicherung.

Andreas Storm als neuen Vorstand begrüßt

Andreas Storm ist neuer stellvertretender Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit. Er löst Claus Moldenhauer ab, der das Amt seit elf Jahren innehatte. Der frühere saarländische Gesundheitsminister verantwortet ab sofort bei der DAK-Gesundheit die Bereiche Personal, Organisation und IT-Services, sowie Kunden- und Geschäftsgebietsmanagement. Er kündigte vor dem Verwaltungsrat an, die Kundenbedürfnisse zum Maßstab seines unternehmerischen Handelns zu machen. Der stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrates, Horst Zöller, begrüßte den Führungswechsel und den erneuten Zusammenschluss mit einer Betriebskrankenkasse. „Es ist richtig, alles aus der Sicht der Kunden zu sehen. Gerade im betrieblichen Umfeld können wir durch eine gute Betreuung punkten.“

Verwaltungsrat nimmt Jahresrechnung ab

Die DAK-Gesundheit leistet enorm viel für ihre Versicherten, das hat die Jahresrechnung 2015 erneut gezeigt. Auf den einzelnen Versicherten umgerechnet hat die DAK-Gesundheit im Jahr 2015 pro Kopf 3.212 Euro ausgegeben: für Medikamente, ärztliche Untersuchungen, Zahnfüllungen – und am meisten wieder für Behandlungen im Krankenhaus. „In den Kliniken lagen die Ausgaben umgerechnet bei durchschnittlich1.124 Euro pro Kopf“, erklärte Verwaltungsratschef Hans Bender im Vorfeld der Sitzung. Das Parlament der DAK-Gesundheit hat die Jahresrechnung einstimmig abgenommen. „Gesundheit ist ein wertvolles Gut. Unsere Kasse leistet dafür insgesamt rund 20 Milliarden pro Jahr“, so Bender.

High-Tech-Sensor für Diabetes-Patienten

Die DAK-Gesundheit übernimmt die Kosten für einen Hightech-Sensor für Kinder ab vier Jahren und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes. Auch erwachsene Patienten, die eine intensivierte Insulintherapie benötigen, sollen jetzt unter bestimmten Voraussetzungen zum Beispiel das „FreeStyle Libre“ der Firma Abbott bekommen. Sie müssen zum Messen des Zuckers dann nicht mehr so oft Fingerstechen. Vielmehr können sie durch einen schmerzlosen Scan des Sensors am Oberarm den Zuckerwert ganz einfach ermitteln. „Das neue Messverfahren ermöglicht auch einen besseren Einblick in den Glukoseverlauf“, so Zöller. Bereits im März hatte der Verwaltungsrat auf seiner Sitzung die Satzungsmehrleistung für Kinder beschlossen. „Sie wurde uns allerdings erst jetzt, zusammen mit der Mehrleistung für insulinpflichtige Erwachsene genehmigt“, erläuterte Hans Bender am Rande der Sitzung.

Wachsende Bedeutung des Internets

Einen Tag vor der Verwaltungsratssitzung fand am 30. Juni 2016 eine Fachtagung zur „Internetisierung in der Krankenversicherung“ in Hamburg statt. „Solche Fortbildungen sind extrem wichtig“, betonte Verwaltungsratschef Hans Bender, „damit wir unseren Aufgaben als Selbstverwalter gerecht werden können.“ Durch das Internet ergeben sich neue telemedizinische Chancen in der Versorgung von Patienten. „Wir haben ältere, wenig bewegliche Versicherte in unseren Reihen, die von einer Televisite beispielsweise enorm profitieren“, so Bender. Aber nicht nur für innovative Leistungsangebote bietet das Internet Chancen, sondern auch für den Kundenservice. „Die zunehmende Online-Affinität unserer Kunden beantworten wir mit modernen webbasierten Serviceangeboten“, so Hans Bender. Seit Anfang 2016 steht den Kunden neben einer Online- auch eine Facebook-Filiale offen. „Schnelligkeit und ein erstklassiger Service übers Internet müssen selbstverständlich sein“, so Bender.

Das gesamte Statement zum Download (pdf, 40 KB).

Sitzung 23.03.2016

Wichtige Zukunftsentscheidungen standen am 23. März 2016 beim Verwaltungsrat auf der Tagesordnung.

Andreas Storm wird Vorstand der DAK-Gesundheit

Andreas Storm

Foto: Marisa Winter

Der Verwaltungsrat hat Andreas Storm in den Vorstand der Krankenkasse gewählt. Der frühere saarländische Gesundheitsminister löst am 1. Juli 2016 zunächst Claus Moldenhauer (65) als stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ab, der in den Ruhestand geht. Der 51-jährige Diplom-Volkswirt Storm soll dann am 1. Januar 2017 die Nachfolge von Herbert Rebscher als Vorstandsvorsitzender übernehmen, wenn dieser wie geplant ausscheidet. „Andreas Storm ist seit mehr als zwanzig Jahren ein Experte im deutschen Gesundheitswesen und bestens in der Politik vernetzt“, kommentiert Hans Bender, Vorsitzender des Verwaltungsrates, die Wahlentscheidung. „Er wird unser Unternehmen für die Herausforderungen konzeptionell im Vorstand und gemeinsam mit dem Verwaltungsrat entscheidend weiterentwickeln.“ Der CDU-Politiker Storm war von 2005 bis 2009 Staatssekretär im Forschungsministerium, von 2009 bis 2011 Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, dann Chef der saarländischen Staatskanzlei und anschließend bis 2014 Gesundheitsminister im Saarland.

Vereinigung mit der BKK Beiersdorf zum 1. Juli 2016


Der Verwaltungsrat beschloss ferner die Vereinigung der DAK-Gesundheit mit der Hamburger BKK Beiersdorf AG zur Jahresmitte. Die Betriebskrankenkasse des NIVEA-Herstellers hat rund 10.400 Versicherte. Die Vorstandsentscheidung und die erneute Vereinigung mit einer Betriebskrankenkasse stärken und bestätigen nach Ansicht von Horst Zöller das Geschäftsmodell der DAK-Gesundheit: „Die Kombination aus einer kundennahen Beratung mit ausgezeichneten Leistungen und kompetenter betrieblicher Betreuung ist unser Zukunftsmodell“, erläutert der stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrats. „Die DAK-Gesundheit hat genug Erfahrung aus früheren Fusionen, um den Betrieb als Hauskasse optimal zu betreuen.“

High-Tech-Sensor für Kinder mit Typ-1-Diabetes

High-Tech-Sensor für Kinder mit Typ-1-Diabetes
Durch einen Beschluss des Verwaltungsrats verbessert die DAK-Gesundheit die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Typ-1-Diabetes. Die Selbstverwalter sprachen sich dafür aus, die Kosten für ein neues Glukose-Messsystem zu übernehmen. Minderjährige Patienten, die Insulin spritzen, sollen einen Spezial-Sensor bekommen. Die Eltern können einfach durch einen schmerzlosen Scan des Sensors am Oberarm den Zuckerwert ihres Kindes ermitteln. „Das Produkt, ein Flash-Glukose-Messsystem, bringt den Eltern viel mehr Einblick in den Glukoseverlauf“, sagt Horst Zöller. Der Verwaltungsrat hat zugestimmt, die Versorgung von Kindern ab vier Jahren und Jugendlichen bis 18 Jahre mit einem Flash-Glukose-Messsystem in ihre Satzung aufzunehmen. „Unsere Aufsicht muss die neue Satzungsregelung noch genehmigen. Aber als Familienkasse mit hohem Qualitätsanspruch wollen wir kleinen Typ-1-Diabetes-Patienten und ihren Familien das neue Messsystem so schnell wie möglich zur Verfügung stellen“, unterstrich Hans Bender.

Das gesamte Statement zum Download (pdf, 47 KB).

Sitzung 18.12.2015

Die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung war Thema auf der letzten Verwaltungsratssitzung des Jahres in Berlin. Die Selbstverwalter haben in einer Resolution die Rückkehr zur Beitragsparität gefordert. Außerdem auf der Tagesordnung: der Haushalt 2016 und die Entscheidung über den kassenindividuellen Beitragssatz.

Resolution verabschiedet


Einigkeit herrschte in Berlin darüber, dass es eine falsche politische Entscheidung war, den Beitrag der Arbeitgeber festzuschreiben und die Kostensteigerungen allein den Mitgliedern der gesetzlichen Krankenversicherung zu überlassen. Der Verwaltungsrat verabschiedete dazu eine Resolution (pdf, 119 KB) und fordert die Rückkehr zur Beitragsparität. „Nur wenn die Arbeitgeber wieder stärker beteiligt werden, haben sie auch ein Interesse daran, dass Gesundheitsreformen nicht zu kostenintensiv ausfallen“, erläuterte Horst Zöller in seinem sozialpolitischen Statement. Der stellvertretende Vorsitzende, selbst für die Arbeitgeber im Verwaltungsrat, betonte in diesem Punkt die Einigkeit des Gremiums. „Die Versicherten müssen die Zeche zahlen für die politischen Beschlüsse der Großen Koalition“, kritisierte Zöller. Er verwies auf aktuelle Gesetzesänderungen: „2016 bringen sie neue Mehrausgaben von rund 1,7 Milliarden Euro.“


Regierungskritik in der Haushaltsdebatte


Der Haushalt der DAK-Gesundheit wird 2016 ein Volumen von über 21 Milliarden Euro haben. Bei den Leistungsausgaben sind allein für Krankenhausbehandlungen 7,2 Milliarden Euro vorgesehen, umgerechnet auf jeden Versicherten 4,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Um die Finanzierung der höheren Ausgaben zu sichern, hat der Verwaltungsrat auf seiner Sitzung einen Gesamtbeitragssatz von 16,1 Prozent beschlossen. Wie ein Großteil der gesetzlichen Krankenkassen ist die DAK-Gesundheit gezwungen, ihren kassenindividuellen Beitragssatz anzupassen. „Das ist keine Frage der Wirtschaftlichkeit unserer Kasse“, sagte Hans Bender, Vorsitzender des Verwaltungsrates, im Vorfeld der Sitzung. „Entscheidend ist vielmehr der nach wie vor fehlerhafte Finanzausgleich zwischen den Kassen. Wir sind eine außerordentlich starke Kasse“, betonte Bender. „Unsere Versicherten bekommen die Leistungen, die ihnen zustehen – nur erhalten wir durch den krankheitsorientierten Finanzausgleich diese Leistungen nicht ausreichend refinanziert.“ In Zeiten politisch gewollter Mehrausgaben mache sich dieser Systemfehler besonders bemerkbar.

Besuch der Bundeswahlbeauftragten


(v. li. n. re.) Klaus Wiesehügel, Rita Pawelski und Horst Zöller, stv. Vorsitzenden des Verwaltungsrates der DAK-Gesundheit.

Der Verwaltungsrat hat am 18. Dezember auch Gäste empfangen: Die Bundeswahlbeauftragte Rita Pawelski und der stellvertretende Bundeswahlbeauftragte Klaus Wiesehügel waren in Berlin dabei. Im Herbst hatte die Bundeswahlbeauftragte den 31. Mai 2017 als Termin für die nächste Sozialwahl bekannt gegeben. Die DAK-Gesundheit wird für die Vertreter der Versicherten wieder eine Urwahl abhalten. Der Verwaltungsrat sieht die Wahl mit Wahlhandlung als entscheidend für seine demokratische Legitimation an. Das Gremium versprach den Gästen Unterstützung für notwendige Reformen, um die Attraktivität der Sozialwahlen zu erhöhen.

Das gesamte Statement zum Download (pdf, 42 KB).

Weiteres

Forderung nach Beitragsautonomie

Sitzung 20.06.13

Mit einem eigenen Positionspapier geht die DAK-Gesundheit an die Öffentlichkeit, um Impulse für die nächste Legislaturperiode zu geben. Die zentrale Forderung lautet: Gebt den Gesetzlichen Krankenkassen ihre Beitragssatzautonomie zurück. „Außerdem ist wichtig, dass die Politik nach der Wahl die unstrittigen Systemfehler im Morbi-RSA korrigiert“, sagte Verwaltungsratschef Hans Bender in Kassel. „Wir brauchen eine neue solidarische Wettbewerbsordnung“, so Bender, wenn der gewollte Wettbewerb zwischen den Kassen nicht auf Kosten der Solidarität gehen soll.“

Das Positionspapier mit diesen Forderungen wurde einstimmig vom Verwaltungsrat verabschiedet und liegt hier zum Herunterladen bereit.

Abnahme der Jahresrechnung

Die Abnahme der Jahresrechnung 2012 war der zweite zentrale Punkt bei der Verwaltungsratssitzung in Kassel. Horst Zöller, stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats, sprach mit Blick auf das Plus von knapp 276 Millionen Euro der DAK-Gesundheit für das Haushaltsjahr 2012 von „gesunden Finanzen“. Gleichzeitig unterstrich er die Bedeutung einer seriösen Haushaltsplanung. „2012 war der Gesundheitsfonds gut gefüllt. Wir müssen gewappnet sein, wenn es unter anderen politischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen eines Tages nicht mehr so sein sollte.“ Eine straffe Haushaltspolitik sei auch 2013 unabdingbar.

60 Jahre Sozialwahl

In seinem sozialpolitischen Statement übte Hans Bender auch Kritik an aktuellen Entscheidungen des Gesetzgebers. Wenn Vorstandsverträge und längerfristige Mietverträge in Zukunft genehmigungspflichtig werden, schränke das die Rechte der Selbstverwaltung empfindlich ein. Besonders bitter stoße auf, dass diese gesetzlichen Änderungen just im Jubiläumsjahr kämen: „Wir feiern 60 Jahre Sozialwahl und alle loben unser selbstverwaltetes Gesundheitssystem“, so Bender. „Aber die Politik muss uns auch wieder mehr mit den notwendigen Kompetenzen ausstatten.“ Schließlich will die große Mehrheit der Versicherten, dass die Geschicke der Krankenkasse von gewählten Vertretern aus ihren Reihen mitbestimmt werden.

Downloads

Statement des Vorsitzenden
Positionspapier der DAK-Gesundheit
vdek-Pressemitteilung 60 Jahre Sozialwahl

Onlinewahlen müssen kommen

Der Verwaltungsrat fordert anlässlich des 60. Jahrestages der ersten Sozialwahlen in Deutschland (16./17. Mai 1953) die Möglichkeit von Onlinewahlen

Mit Onlinewahlen, mehr Transparenz und einer stärkeren Einbindung von Frauen will der Verwaltungsrat der DAK-Gesundheit die Sozialversicherungswahlen verändern und für die Zukunft stärken.

„Wir müssen die Möglichkeit von Onlinewahlen anbieten, damit die Sozialwahlen auch für junge Menschen attraktiv bleiben“, sagte Verwaltungsratschef Hans Bender (im Foto rechts) anlässlich des 60. Jahrestages der ersten Sozialwahlen in der Bundesrepublik Deutschland. „Vom Gesetzgeber erwarten wir, dass er zeitnah die rechtlichen Voraussetzungen für Onlinewahlen schafft.“

Bei der Sozialwahl wählen alle sechs Jahre Versicherte und Arbeitgeber ihre Vertreterinnen und Vertreter in die Parlamente der Sozialversicherung. „Die Selbstverwaltung in der Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung in Deutschland ist ein ganz hohes Gut“, betont Vizechef Horst Zöller. „Die Interessen der Beitragszahler und der Versicherten werden durch die aktive Beteiligung ihrer Vertreter bei allen wichtigen Entscheidungen berücksichtigt.“ Diese Rolle der Selbstverwaltung gilt es, durch Veränderungen und Verbesserungen bei den Sozialwahlen zu stärken.

Aus diesem Grund wünscht sich der Verwaltungsrat der DAK-Gesundheit auch einen höheren Anteil von Frauen, jungen Menschen und Menschen mit Behinderungen oder Migrationshintergrund. „Wir müssen die Basis für die Sozialwahlen vergrößern“, so Bender. Der 60. Geburtstag der Sozialwahlen stehe für die erfolgreiche Tradition der Selbstverwaltung, trotzdem sei der Grundgedanke der Selbstverwaltung überaus modern: „Dass nämlich die direkt Betroffenen über versorgungsrelevante Sachverhalte am besten selbst entscheiden“, so Zöller. Alle erforderlichen Punkte für Veränderungen und Verbesserungen hat der Verwaltungsrat der DAK-Gesundheit in einem Positionspapier zusammengetragen. „Es gilt, das Schiff der Selbstverwaltung für die Zukunft seefest zu machen“, so Bender.

Sozialwahl holt Online-Preis

Die Sozialwahl macht wieder von sich reden - und das knapp ein Jahr danach: In Berlin wurde jetzt der Internetauftritt für die Wahl der Versichertenparlamente (www.sozialwahl.de) mit dem Deutschen Preis für Onlinekommunikation ausgezeichnet. Auch die Mitglieder der DAK-Gesundheit wurden im vergangenen Jahr zur Sozialwahl aufgerufen. Rund jeder Dritte hatte sich an der Briefwahl beteiligt und konnte sich im Vorfeld umfangreich online informieren.
Die Jury, 32 Journalisten, Online-Experten und Pressesprecher großer bundesweiter Unternehmen, vergab den Preis in der Kategorie "Kampagnen für Institutionen". Die Auftraggeber der Sozialwahlkampagne waren die Deutsche Rentenversicherung Bund, der Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek), die damalige DAK, BARMER GEK, Techniker Krankenkasse, KKH-Allianz und hkk. Als Agentur war die Berliner A&B One Digital für die Umsetzung verantwortlich.

Zuletzt aktualisiert:
Mon Oct 31 15:44:29 CET 2016

DAK-Gesundheit bei ...

  • Facebook
  • Twitter
  • Youtube
  • google+
  • Xing

Zum Seitenanfang