Wartesemester – kein Grund zu warten!

Es ist mittlerweile die Regel, dass der Weg von der Hochschulreife ins Studium über eine Wartezeit führt. Je nach Numerus clausus, Andrang auf den Studiengang und natürlich deinem Notendurchschnitt fällt die Wartezeit länger oder kürzer aus. Doch die Wartesemester müssen keine verlorene Zeit für dich sein. Außer einem Studium in Deutschland – einem sogenannten Parkstudium – wird fast alles als Wartesemester anerkannt. Hier findest du Anregungen für eine Wartezeit, die gar keine ist.

Praktikum

Den direktesten Bezug zum später angestrebten Beruf kannst du wohl mit einem Praktikum herstellen. So lernst du den Arbeitsalltag aus erster Hand kennen und kannst bereits wichtige Kernkompetenzen erwerben. Im Zweifelsfall ist das Praktikum auch eine gute Möglichkeit, deinen Traumberuf einem Realitätscheck zu unterziehen – und dich eventuell noch einmal neu zu orientieren.

Ausbildung

Bei einer voraussichtlichen Wartezeit von über zwei Semestern empfehlen Berufsberater, über eine Ausbildung als Pausenfüller nachzudenken. Wer auf seinen Medizin-Studienplatz wartet, kann eventuell eine Ausbildung als Rettungssanitäter machen. Das erleichtert später das Studium, eröffnet neue Perspektiven und finanziert sich durch das Ausbildungsgehalt ganz von selbst.

Auslandsaufenthalt

Auslandsaufenthalte sind ideal für die Wartezeit bis zum Studium. Nutze die Zeit: Die Welt gehört dir! Wir unterstützen dich bei der Suche nach deinem persönlichen Auslandsabenteuer und helfen allen, die noch nicht wissen, wohin die Reise gehen soll. Alles Weiter findest du unter: Die Welt gehört dir!

Studium im Ausland

Wenn du es gar nicht abwarten kannst zu studieren, solltest du dich vielleicht für ein Studium im Ausland entscheiden. Abgesehen von Ausnahmen – zum Beispiel bei internationalen Studiengängen – gilt auch diese Zeit als Wartezeit. Hier solltest du dich jedoch genau informieren. Ob die Studienleistungen im späteren Studium anerkannt werden, entscheidet jede Hochschule individuell.

Berufsakademie

Auch eine Ausbildung an einer Berufsakademie wird üblicherweise als Wartezeit angerechnet. Wichtig ist, dass es sich nicht um ein Studium im Sinne der Vergabeverordnung handelt. Eine Ausnahme gibt es zum Beispiel in Baden-Württemberg, wo sich acht Berufsakademien zu einer als Hochschule anerkannten Dualen Hochschule zusammengeschlossen haben.

Bundesfreiwilligendienst

Erst seit Juli 2011 gibt es den Bundesfreiwilligendienst. Er richtet sich nicht nur an junge Menschen, sondern an Freiwillige aller Altersgruppen. Die Einsatzzeit als sogenannter „Bufdi“ kann zwischen sechs und 18 Monaten liegen – ein Jahr ist die Regel. Wie der Name schon sagt, wird die Arbeit nicht bezahlt, wohl aber vom Bund auf verschiedene Weisen gefördert. Die Einsatzfelder sind vielfältig, von ökologischen über soziale bis hin zu Aufgaben im Bereich Sport. Auf bundesfreiwilligendienst.de findest du eine Platzbörse.

Freiwilliges Soziales Jahr/Freiwilliges Ökologisches Jahr

Das FSJ bzw. FÖJ richten sich an Freiwillige unter 27 Jahren. Wie beim Bundesfreiwilligendienst gibt es kein Gehalt, aber eine Vergütung in Form von Taschengeld, Verpflegung, Unterkunft, Fahrtkostenerstattung. Die Höhe variiert je nach Dienststelle. Wegen des Geldes würdest du aber sowieso nicht eine solche Aufgabe machen, sondern vor allem, um dich zu engagieren und Lebenserfahrung zu sammeln. Wenn du deinen Dienst im Ausland absolvierst, kannst du gleich auch noch eine Fremdsprache lernen. Experten sagen, dass sich freiwilliges Engagement auch fern des späteren Arbeitsplatzes gut im Lebenslauf macht. Denn es beweist Tatwillen, soziale Kompetenz und die Fähigkeit, über den Tellerrand hinauszuschauen.

Reisen

Nicht jeder möchte aus der Schule direkt in die nächste Verpflichtung. Karriereberater sind durchaus der Meinung, dass auch eine längere Auszeit, beispielsweise für eine Reise, ein Pluspunkt im Lebenslauf sein kann. Wichtig ist es hier, möglichst einen Bezug oder eine Lehre für den späteren Beruf zu ziehen. Es geht also darum, die Auszeit gut zu verkaufen. Wenn du den Auslandsaufenthalt als Au-pair oder mittels Work & Travel organisierst, lernst du zum Beispiel Eigenverantwortung, soziale bzw. pädagogische Kompetenzen, Sprachkenntnisse und vieles mehr.

Informiere dich dazu gleich in unserer Rubrik Die Welt gehört dir!