Lass dich nicht vom NC ausbremsen

Du hast dein Traumstudium gefunden, willst dich bewerben – und dann der erste Dämpfer. Der Studiengang hat einen Numerus clausus, kurz NC – eine notenabhängige Aufnahmebeschränkung. Was soll man machen, wenn man eben keinen Top-Notendurchschnitt im Abitur hat? Nicht aufgeben! Denn es gibt verschiedene Wege, trotzdem noch sein Studium nach Wunsch zu starten – wenn auch nicht sofort.

  1. Wartesemester sammeln

    Auch wenn du den NC nicht erreichst, bewirb dich trotzdem. Denn Universitäten vergeben sogenannte Wartesemester, die individuell angerechnet werden. Das heißt, ist dein Notendurchschnitt nicht gut genug, kann man beispielsweise nach vier Wartesemestern, sprich zwei Jahren, das Studium beginnen. Die Anrechnung der Wartesemester beginnt mit dem Abitur. Aufgepasst: Wartesemester werden nur angerechnet, wenn du nicht studierst. Anders bei einer Ausbildung. Dort werden weiterhin die Wartesemester gezählt.

  2. Knapp daneben studieren

    Bevor man gar nicht anfängt zu studieren, kann man zunächst mit einem artverwandten Studium anfangen. Damit ist ein Studiengang gemeint, bei dem man möglichst viele identische Kurse wie bei seinem Wunschstudiengang belegt. Ist man erst mal immatrikuliert, ist ein späterer Wechsel während des Studiums in das Wunschfach deutlich einfacher.

  3. Nachrückverfahren abwarten

    Ist der Studiengang sehr beliebt, gibt es natürlich viele Bewerber, die nicht alle angenommen werden können. Das führt zum einen zur Einführung eines NC, zum anderen zum Nachrückverfahren. Bei diesem Verfahren kommen alle Bewerber auf eine sortierte Liste und können gegebenenfalls nachrücken. Das klingt erst mal unwahrscheinlich bei so vielen Bewerbungen, aber es geht ja vielen so wie dir: Man schreibt Bewerbungen für diverse Studiengänge und will eigentlich nur in einen bestimmten. Solange man dort nicht genommen wird, sammelt man die sicheren Zusagen und sagt erst ab, wenn auch die entscheidende Zusage ins Haus geflattert ist. So werden kurz vor Beginn des Semesters noch viele Plätze wieder frei. Also: Abwarten kann sich lohnen.

  4. Studium im Ausland

    Viele wählen bei sehr hohen NCs den Weg ins Ausland. Zum Beispiel nach Österreich, Ungarn oder Bulgarien, da dort viele Studiengänge ohne NC bzw. mit einem niedrigeren NC angeboten werden. Dieser Schritt ist natürlich sehr mutig, kann aber auch zum Ziel führen.

  5. Auf jeden Fall trotzdem bewerben

    Viele Universitäten geben den NC nur als Richtwert an, sodass immer eine Chance besteht. Wenn die Uni den NC als feste Grenze setzt, gibt es dennoch häufig Studienplatzverlosungen, die es dir ermöglichen, dein Traumstudium bald zu beginnen.

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