Entlastungsbetrag: zusätzliche Angebote zur Betreuung und Entlastung

Als Pflegebedürftiger haben Sie Anspruch auf zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen – ganz ohne kompliziertes Antragsverfahren

Wer zu Hause gepflegt wird, hat einen Anspruch auf zusätzliche Betreuungs-und Entlastungsleistungen. Dafür erhalten Pflegebedürftige einen sogenannten Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro monatlich. Er ist Bestandteil der häuslichen Pflege, er ergänzt also die Leistungen der ambulanten und teilstationären Pflege.

Ihr Anspruch auf zusätzliche Betreuungs-und Entlastungsleistungen

Der Entlastungsbetrag ist zweckgebunden und darf nur für Betreuungs- und Entlastungsangebote verwendet werden. Dazu zählen qualitätsgesicherte Leistungen der

  • Tages- und Nachtpflege oder der Kurzzeitpflege
  • Pflegesachleistungen durch ambulante Pflegedienste, in den Pflegegraden 2 bis 5, jedoch nicht für Leistungen aus dem Bereich der Selbstversorgung
  • anderweitige anerkannte Betreuungsangebote zur Unterstützung im Alltag

Wenn Sie solche Angebote zur Betreuung oder Entlastung in Anspruch genommen haben, können Sie die entsprechenden Belege bei Ihrer Pflegekasse der DAK-Gesundheit zur Erstattung der Kosten einreichen.

So erhalten Sie den Entlastungsbetrag

Ab 2017 wird allen Pflegebedürftigen in ambulanter Pflege automatisch ein Entlastungsbetrag (vorher: Anspruch auf zusätzliche Betreuungs-und Entlastungsleistungen) in Höhe von 125 Euro monatlich zur Verfügung gestellt. Die bisherige Prüfung durch den Medizinischen Dienst der Kranken- und Pflegeversicherung (MDK) entfällt. Ein gesonderter Antrag ist nicht nötig – sobald eine Pflegebedürftigkeit vorliegt und ein Pflegegrad festgestellt wurde, ist der Anspruch erfüllt.

Wenn Sie den monatlichen Entlastungsbetrag in einem Kalenderjahr nicht vollständig in Anspruch genommenen haben, werden Ihnen die Beträge automatisch auf das nächste Kalenderhalbjahr übertragen und können bis zum 30. Juni genutzt werden.

Mit der Pflegereform wird kein bereits Pflegebedürftiger schlechter gestellt: für Versicherte die bereits am 31.12.2016 Anspruch auf den erhöhten Betrag für zusätzliche Betreuungs-und Entlastungsleistungen hatten, gilt eine Besitzstandsregelung. Zu den genauen Voraussetzungen und den Details zur Abrechnung berät Sie Ihr Kundenberater im Servicezentrum in Ihrer Nähe.

Erhöhen Sie Ihren Anspruch auf Betreuungs- und Entlastungsleistungen!

Sie können Ihren Anspruch erhöhen, indem Sie bis zu 40 Prozent des Leistungsbetrages der ambulanten Pflegesachleistung für niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsleistungen einsetzen. Dies sind zusätzliche Betreuungsleistungen, wie die Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer unter Anleitung ausgebildeter Pflegefachkräfte.

Haben Sie Fragen? Dann wenden Sie sich an unsere Kundenberater im Servicezentrum in Ihrer Nähe oder nutzen Sie unseren Online-Pflegeberater.

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Zuletzt aktualisiert:
Wed Oct 18 10:33:19 CEST 2017

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