Windpocken in der Schwangerschaft: Selten, aber gefährlich

DAK-Gesundheit zahlt Bluttest zur Feststellung von Antikörpern

Windpocken in der Schwangerschaft sind vor allem für das Baby gefährlich. Der beste Schutz sind Antikörper der Schwangeren. „Wer gegen Windpocken geimpft wurde oder die Krankheit bereits einmal durchgemacht hat, braucht sich nicht zu sorgen“ sagt DAK-Ärztin Elisabeth Thomas. „Problematisch werden Windpocken in der Schwangerschaft, wenn kein Schutz besteht. Wenn Sie sicher sein wollen, ob ein Immunschutz besteht, können Sie sich auf Antikörper gegen Windpocken testen lassen.“ Nutzen Sie dafür Ihr Extra-Budget von 100 Euro, das die DAK-Gesundheit Schwangeren für neun besondere Plus-Leistungen anbietet. 

DAK-Expertin Elisabeth Thomas berät über Windpocken in der Schwangerschaft.

DAK-Ärztin Elisabeth Thomas

Windpocken in der Schwangerschaft: Infektion selten

„Windpocken werden durch den Varizella-Zoster-Virus übertragen. Es ist eine typische Kindererkrankung“, sagt DAK-Ärztin Elisabeth Thomas. „Eine Erstinfektion mit Windpocken in der Schwangerschaft ist selten, da rund 90 Prozent der Erwachsenen  in Deutschland durch Impfung oder Krankheit bereits Antikörper gebildet haben.“ Sollte sich eine Schwangere jedoch erstmals infizieren, kann das Baby schwer geschädigt werden.

Folgen einer Infektion bei Windpocken in der Schwangerschaft

Am größten ist das Risiko bei einer Infektionen bis zur 20. Schwangerschaftswoche. In dieser Zeit kann das Ungeborene ein kongenitales Varizellen-Syndrom entwickeln, was zu Gehirnschäden, Lähmungen, Narben, Veränderungen bei Gliedmaßen und Augen oder anderen Fehlbildungen führt. Nach dieser Schwangerschaftsphase nimmt das Risiko für Schäden beim Kind ab.

Infektion vor der Geburt

Gefährlich wird eine Infektion wieder vor der Geburt, da die Mutter noch nicht genügend Antikörper gebildet hat, um sie dem Kind zu übertragen. „Kommt es vier bis fünf Tage vor und auch noch wenige Tage nach der Geburt zu einer Ansteckung der Mutter mit Windpocken, so steckt sich das Baby oft auch an“, weiß Elisabeth Thomas. „Es ist ungeschützt und kann so früh selbst auch keine Antikörper bilden. Eine Therapie wird noch im Krankenhaus eingeleitet. Sollte es zu Komplikationen kommen, wie zusätzlichen Infektionen, kann die Krankheit tödlich sein.“

Übertragung und Ansteckung durch Tröpfchen und Hautkontakt

Die Viruserkrankung wird wie Ringelröteln durch Tröpfcheninfektion, zum Beispiel durch Husten, Niesen und Speichel, übertragen. Doch auch der flüssige Bläscheninhalt ist hochinfektiös. Deshalb sollte kein direkter Hautkontakt mit Patienten bestehen.

Symptome: Windpocken bei Schwangeren

Typische Anzeichen sind kleine juckende Bläschen, die sich über den ganzen Körper, Kopf und Gesicht bis in den Mund verteilen. Ihr Inhalt ist anfangs flüssig und ansteckend. Später verschorfen sie. „Trotz des starken Juckreizes sollten Sie nicht kratzen, da Narben zurückbleiben“ warnt Elisabeth Thomas. „Der Hautausschlag tritt in der Regel erst 10 bis 21 Tage nach der Ansteckung auf. Sie können sich also auch unbewusst infizieren.“ Weitere Symptome sind Fieber und Müdigkeit

Behandlung von Windpocken in der Schwangerschaft

Es gibt keine Therapie oder Medikamente, mit der Windpocken behandelt werden können. Lediglich die Symptome wie der Juckreiz werden durch Salben und Lotionen gelindert. 

Windpocken: Vorbeugen und Schutz

„Der beste Schutz vor Windpocken ist eine Impfung vor der Schwangerschaft“, sagt die DAK-Expertin. „Während der Schwangerschaft impfen Ärzte nicht, da das Impfvirus auf das Baby übertragen werden könnte.“ Bei fehlenden Antikörpern sollten Schwangere den Kontakt mit Windpockenpatienten meiden. Ansteckungsgefahr besteht bereits einige Tage, bevor der Ausschlag auftritt und dauert, bis die Bläschen eingetrocknet sind.

„Wer Kontakt hatte, sollte sich schnell von seinem Arzt beraten lassen. Das rechtzeitige Verabreichen von spezifischen Antikörpern kann die Erkrankung noch verhindern oder den Verlauf abschwächen“, so die DAK-Expertin. „Die Behandlung muss in den ersten Tagen nach dem Kontakt erfolgen.“

DAK-Gesundheit zahlt Test zur Feststellung von Antikörpern gegen Windpocken in der Schwangerschaft

Sollten Sie unsicher sein, ob Sie Antikörper besitzen, können Sie beim Arzt einen Bluttest machen. Die DAK-Gesundheit erstattet die Kosten für die Feststellung von Antikörpern gegen Windpocken in der Schwangerschaft im Rahmen der 9 PLUS-Leistungen. Dafür stehen unseren Kundinnen 100 Euro Extra-Budget für besondere Präparate oder Untersuchungen zur Verfügung. Neben der Antikörper-Feststellung auf Windpocken sind das zum Beispiel der Toxoplasmose-Test oder die Nackenfaltenmessung.

Alle 9 PLUS-Leistungen im Überblick

Zuletzt aktualisiert:
Thu Jan 31 15:19:19 CET 2019

Weitere Informationen

  • 9 PLUS-Leistungen für Schwangere

    Alle neun Angebote im Überblick: Erfahren Sie mehr über unsere besonderen Leistungen für werdende Mütter. Wir erstatten bis zu 100 Euro für Nackenfaltenmessung, Toxoplasmose-Test oder Eisen-Präparate.