Unfall – was Sie jetzt tun müssen

Unfallmeldung schnell und einfach online nutzen

Unfallmeldung

Ein Unglück kommt selten allein – dieser Gedanke kommt sicher vielen, die einen Unfall hatten und die dann auch noch den Unfallfragebogen ihrer Krankenkasse ausfüllen müssen. Denn sobald die DAK-Gesundheit eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung oder eine Krankenhauseinweisung mit einer Diagnose bekommt, die auf einen Unfall schließen lässt, schickt sie Ihnen einen Fragebogen zu. Der Begriff „Unfall“ ist dabei weit gefasst und reicht vom Schnitt in den Finger bis hin zu schweren Verkehrs- oder Arbeitsunfällen.

Warum nach jedem Unfall eine Meldung?

Jeder Unfall, wegen dem Sie einen Arzt aufsuchen müssen, verursacht Untersuchungs- und Behandlungskosten. Diese übernehmen grundsätzlich wir als Ihre Krankenversicherung für Sie – aber wenn beispielsweise jemand anders Ihren Unfall verursacht hat, sind wir verpflichtet, uns diese Kosten erstatten zu lassen. Dasselbe gilt, wenn bei einem Arbeitsunfall die gesetzliche Unfallversicherung der Kostenträger ist und nicht wir. Die Klärung der Kostenfrage schont Ihre Beiträge, erfordert aber auch, dass Sie uns Ihren Unfall so genau wie möglich schildern. Nur dann können wir beurteilen, ob es zu einer Kostenerstattung kommen kann. Aus diesem Grund müssen Sie bei jeder Unfallmeldung einen Unfallfragebogen ausfüllen.

Unfallfragebogen einfach online abschicken

Der Unfallfragebogen ist in Papierform sehr umfangreich. Wenn Sie ihn online ausfüllen, werden Ihnen nur die Felder angezeigt, die Sie je nach Konstellation wirklich ausfüllen müssen. Ein weiterer Vorteil: Sie können ihn auch online absenden und sparen sich Briefumschlag und Porto. Selbstverständlich können Sie ihn auch online nutzen, wenn wir Ihnen für die Unfallmeldung bereits einen Papier-Fragebogen nach Hause geschickt haben.

Online-Unfallfragebogen

Wenn Sie in unserer Online-Filiale „Meine DAK“ angemeldet sind, sind Ihre persönlichen Daten im Fragebogen bereits ausgefüllt. Wer also nicht so viel tippen möchte, findet hier den

Online-Unfallfragebogen für „Meine DAK“-Nutzer

Arbeitsunfall? Dann hilft der Durchgangsarzt

Wenn Sie einen Arbeitsunfall hatten, müssen Sie einen sogenannten Durchgangsarzt (D-Arzt) aufsuchen, denn er hat eine besondere Zulassung der gesetzlichen Unfallversicherungsträger. Sie brauchen dort auch nicht Ihre Krankenversichertenkarte vorzulegen, da die Kosten nicht mit der Krankenkasse abgerechnet werden, sondern mit der gesetzlichen Unfallversicherung. Dort ist jeder Arbeitnehmer, aber auch jeder Schüler, Student oder pflegende Angehöriger bei einem Unfall automatisch versichert.

Wenn Sie statt zum Arzt direkt in die Notfallaufnahme einer Klinik fahren, können Sie jedes Krankenhaus (außer Privatkliniken) ansteuern. Doch auch dort müssen Sie Bescheid geben, dass Sie einen Arbeitsunfall hatten.

Wann ist ein Unfall ein Arbeitsunfall?

Der Begriff „Arbeitsunfall" umfasst weit mehr als einen Unfall, der Ihnen direkt bei der Ausübung Ihrer Arbeit passiert. Zu den Arbeitsunfällen zählen Unfälle

  • während der Arbeitszeit an der Arbeitsstelle
  • auf dem Weg von oder zu der Arbeitsstelle (sogenannte Wegeunfälle)
  • im Zusammenhang mit Blut- oder Organspenden
  • die Schüler und Studierende während des Unterrichts erleiden
  • die Ersthelfern an Unfallorten passieren
  • die während einer ehrenamtlichen Tätigkeit passieren
  • die Krankenhauspatienten während des Krankenhausaufenthalts zustoßen

Was sind Haftpflichtunfälle?

Haftpflichtunfälle sind all jene Unfälle, bei denen es zwar einen Verursacher, aber keinen Zusammenhang mit der Arbeit des Geschädigten gibt. Dies kann beispielsweise ein Verkehrsunfall bei einer privaten Fahrt sein, der durch einen Dritten verursacht wurde. Auch zählen Körperverletzungen oder Sportunfälle grundsätzlich zu den Haftpflichtunfällen. Bei solchen Unfällen tragen wir Ihre Behandlungskosten - wenden uns aber zwecks Kostenerstattung an den Unfallverursacher.

Zuletzt aktualisiert:
Apr 27, 2017

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