Triple-Test: Wie hoch ist Ihr Risiko für eine Chromosomenstörung beim Baby?

DAK-Gesundheit erstattet Kosten für Blutuntersuchung bei Schwangeren

Der Triple-Test ist ein gefahrloser Bluttest, der drei Blutbestandteile der Schwangeren analysiert. Diese drei - ein Protein und zwei Hormone - geben dem Test den Namen "Triple“-Test (Dreifach-Test). Es handelt sich dabei um: Alpha-Fetoprotein (AFP), freies Östriol (E3) und das humane Chorion-Gonadotropin (HCG)

Triple-Test: Das sagt er aus

Der Test ermittelt für jede Frau ein individuelles Risiko für eine mögliche Erkrankung ihres Kindes. Für die Berechnung werden die Blutwerte, die Schwangerschaftsdauer, das Alter und das Gewicht der Frau hinzugezogen. Mögliche Erkrankungen könnten zum Beispiel Trisomie 21, das Down-Syndrom, oder eine Neuralrohrstörung, der offene Rücken, sein. Der Triple-Test wird meistens in der 15. und 18. Schwangerschaftswoche durchgeführt.

DAK-Expertin Elisabeth Thomas kennt die Vor- und Nachteile des Triple-Tests.

DAK-Ärztin Elisabeth Thomas

Triple-Test: Ergebnis ist kein Befund

Mit dem Ergebnis des Triple-Tests kann die werdende Mutter das Risiko für eine Chromosomenerkrankung einschätzen. Sie weiß danach, ob für sie im Vergleich mit einer durchschnittlichen Schwangeren im gleichen Alter ein höheres oder geringeres Risiko besteht. „Das Ergebnis liefert allerdings keinen Befund“, sagt DAK-Ärztin Elisabeth Thomas. „Sollte ein Risiko für eine Krankheit bestehen, muss nach dem Test entschieden werden, welche weiteren Untersuchungen erfolgen sollen. In Frage kommt dann eine Fruchtwasseruntersuchung, die Amniozentese. Daher ist der behandelnde Arzt verpflichtet, die Schwangere vor der Untersuchung ausführlich über die Vor- und Nachteile des Testes zu beraten.“

Grenzen des Triple-Tests

Der Triple-Test gibt keine Antwort darauf, ob ein Kind krank oder gesund ist. Zudem ist er nicht immer zuverlässig: Die Ergebnisse können auffällig sein, obwohl das Kind gesund ist. In sehr seltenen Fällen ist es auch möglich, dass der Triple-Test kein erhöhtes Risiko für eine Chromosomenerkrankung zeigt, obwohl das Kind betroffen ist. Zusätzliche Faktoren können die Werte des Blutes und damit auch das Testergebnis beeinflussen. „Beim Triple-Test muss die individuelle Krankheitsgeschichte der werdenden Mutter berücksichtigt werden. Auch das Alter des Ungeborenen zum Testzeitpunkt, das Gewicht der Mutter und ihre Lebensgewohnheiten beeinflussen das Testergebnis“, so die DAK-Ärztin. „Das alles kann zu Auffälligkeiten führen, ohne dass eine Krankheit des Ungeborenen vorliegt.“

DAK-Gesundheit erstattet Kosten für Triple-Test

Der Triple-Test ist für Schwangere sinnvoll, die eine Entscheidungshilfe benötigen, ob sie eine Fruchtwasseruntersuchung durchführen lassen sollen. Denn diese ist mit Risiken verbunden und kann zu einer Fehlgeburt führen. „Wichtig ist, dass die werdende Mutter auch bereit ist für eine Entscheidung, wenn das Ergebnis auffällig ist“, sagt Elisabeth Thomas. Bei Mehrlingsschwangerschaften wird der Triple Test nicht angewendet.

Sollten Sie sich für einen Triple-Test entscheiden, erstattet die DAK-Gesundheit Ihnen die Kosten. Für insgesamt neun besondere Schwangerschaftsuntersuchungen - neun Plus-Leistungen - stehen Ihnen 100 Euro zu Verfügung. Sie können wählen, ob Sie das Geld zum Beispiel für einen Toxoplasmose-Test, zusätzliche Ultraschalluntersuchungen oder den Triple Test verwenden.  

Alle neun Plus-Leistungen im Überblick

Zuletzt aktualisiert:
Wed Dec 28 12:00:48 CET 2016

Weitere Informationen

  • Neun Plus-Leistungen für Schwangere

    Alle neun Angebote im Überblick: Erfahren Sie mehr über unsere besonderen Leistungen für werdende Mütter. Wir erstatten bis zu 100 Euro für Nackenfaltenmessung, Toxoplasmose-Test oder Eisen-Präparate.