Kuren in stationären Kurkliniken

In der Kurklinik wieder gesund werden

Reichen sämtliche ambulanten Behandlungen und Maßnahmen nicht aus, um Ihre Gesundheit wieder herzustellen, kann eine stationäre Vorsorgekur oder Rehabilitation notwendig sein - also eine gezielte Unterbringung und Behandlung in einer Fachklinik, die auf Ihre Erkrankung spezialisiert ist. Auch Mutter- oder Vater-Kind-Kuren sowie Mütter-Kuren ohne Kinder zählen zu den stationären Kuren.

Stationäre Kur

Gezielte Behandlung in Fachkliniken

Welche Fachklinik für Sie in Frage kommt, richtet sich nach Ihrer Erkrankung oder Gesundheitsstörung - also nach medizinischen Gesichtspunkten. Die DAK-Gesundheit hat für Ihre Versorgung Verträge mit Fachkliniken abgeschlossen. Die Behandlungsschwerpunkte liegen auf

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Atemwegserkrankungen und Allergien
  • psychosomatischen Krankheitsbildern
  • Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates sowie des rheumatischen Formenkreises
  • chronischen Schmerzerkrankungen.

Bei anderen Erkrankungen kann die DAK-Gesundheit die Kosten für die Behandlung in einer anderen Vorsorge- oder Rehabilitationsklinik übernehmen.

Während einer stationären Kur nehmen Sie aktiv an den Vorsorge- oder Rehabilitationsangeboten teil. Ziel ist es, durch eine ganzheitliche Behandlung eine Beschwerdelinderung und körperliche, verhaltensbezogene Umstimmung zu erreichen. Dies soll eine nachhaltige gesunde Lebensführung fördern.

Dauer:

Die stationären Kuren dauern in der Regel drei Wochen, während denen Sie arbeitsunfähig geschrieben sind.

Fahrkosten:

Die DAK-Gesundheit übernimmt die Kosten für Ihre Fahrt zur Kurklinik. Mit der Zusage für Ihre stationäre Kur bekommen Sie ein Bestellformular für Ihre Bahnfahrkarte. Bezahlen müssen Sie nur Ihre gesetzliche Zuzahlung. Wenn Sie An- und Abreise selbst organisieren möchten, dann erstattet die DAK-Gesundheit die Kosten, die bei Nutzung des Fahrkartenservices entstanden wären.

Mütter, Väter, Kinder

Kuren zur Vorsorge oder wegen bestehender Erkrankungen für Mütter und Väter gibt es in verschiedenen Konstellationen: Die klassische Mutter-Kind-Kur kann auch als Vater-Kind-Kur durchgeführt werden. Daneben gibt es auch reine Mütterkuren ohne Kinder. Diese stationären Kurformen finden in speziellen Mutter/Vater-Kind-Einrichtungen oder Müttereinrichtungen statt.

Mutter- oder Vater-Kind-Kur

Die Mutter- oder Vater-Kind-Kur soll Sie dabei unterstützen, gesund zu leben und sich selbst zu helfen, damit Sie langfristig Ihren Alltag mit Ihrer Familie besser meistern können. Dabei stehen aber immer die Mutter oder der Vater im Vordergrund. Die individuellen Therapiekonzepte berücksichtigen zusätzlich Ihr Verhältnis zu Ihrem Kind. Ihre Kinder können Sie begleiten, bis sie zwölf Jahre alt sind und können bei Bedarf mitbehandelt werden. Für behinderte Kinder gelten keine Altersgrenzen.

Mütterkuren ohne Kind

Für Sie als Mutter kann eine Kur oft nachhaltiger wirken, wenn Sie ohne Ihr Kind fahren und sich ganz auf sich selbst konzentrieren. So gewinnen Sie Abstand und können den Alltag und die Mehrfachbelastungen hinter sich lassen. Ist während dieser Zeit die Versorgung Ihrer Kinder unter 12 Jahren zu Hause nicht sichergestellt, kann eine Haushaltshilfe unterstützen.

Kinderkuren:

Die häufigsten Erkrankungen, die in speziellen Einrichtungen für Kinder bei Kinder-Kuren behandelt werden, sind

  • Asthma bronchiale, obstruktive und chronische Bronchitiden
  • Infektanfälligkeit
  • Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte
  • Übergewicht
  • Verhaltensauffälligkeiten bzw. Entwicklungsstörungen.

Kinderkurheime müssen einen Versorgungsvertrag mit den Krankenkassen haben, damit die Kosten übernommen werden können. Ist Ihr Kind noch klein und hält es der Arzt für erforderlich, können Sie als Begleitperson mit aufgenommen werden. Die Auswahl des Kinderkurheims richtet sich nach der Erkrankung Ihres Kindes und der Spezialisierung der Kurklinik. Lassen Sie sich am besten von Ihrem Kinderarzt beraten.

Dauer:

Stationäre Kuren dauern in der Regel drei Wochen. Während dieser Zeit besteht Arbeitsunfähigkeit. Kinderkuren können auch vier Wochen dauern.

Fahrkosten:

Die DAK-Gesundheit übernimmt die Kosten für Ihre Fahrt zur Kurklinik. Mit der Zusage für Ihre stationäre Kur bekommen Sie ein Bestellformular für Ihre Bahnfahrkarte. Bezahlen müssen Sie nur Ihre gesetzliche Zuzahlung. Wenn Sie An- und Abreise selbst organisieren möchten, dann erstattet die DAK-Gesundheit die Kosten, die bei Nutzung des Fahrkartenservices entstanden wären.

Voraus­set­zungen

Damit sich die DAK-Gesundheit an den Kosten für Ihre Kur beteiligen kann, müssen grundsätzlich folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Ihr Arzt an Ihrem Wohnort hat Sie erschöpfend behandelt und alle notwendigen Arznei-, Heil- und Hilfsmittel verordnet
  • Wenn Sie unter einer speziellen Krankheit leiden, wurden Sie bereits von einem Facharzt behandelt
  • Sie haben sich bereits aktiv für Ihre Gesundheit eingesetzt
  • Es ist kein anderer Leistungsträger, beispielsweise Ihr Rentenversicherungsträger, vorrangig leistungspflichtig

Spezielle Voraussetzungen für stationäre Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahmen:

  • Eine medizinische Notwendigkeit liegt vor
  • Sämtliche ambulante Maßnahmen einschließlich ambulanter Kur reichen nicht aus oder sind erschöpft
  • Ihre letzte stationäre Kur liegt mindestens vier Jahre zurück.

Spezielle Voraussetzungen für Mutter- oder Vater-Kind-Kuren oder Mütter-Kuren:

  • Eine Mutter- oder Vater-Kind-Kur können Sie beantragen, wenn Sie selbst kurbedürftig sind und zum Beispiel
  • mehrfachbelastet durch Beruf, Familie oder Pflege von Angehörigen sind
  • oder deutliche Probleme haben, Ihre Kinder zu versorgen und zu erziehen
  • oder alleinerziehend sind
  • oder sich in einer Trennungssituation befinden
  • oder stark psychisch belastet sind.

Eine Mutter- oder Vater-Kind-Kur ist alle vier Jahre möglich, im Einzelfall sind aus dringenden medizinischen Gründen auch kürzere Intervalle möglich.

Wenn Sie sich in unserer geschützten Online-Filiale "Meine DAK" registrieren, können Sie den Online-Kurberater nutzen. Mit diesem einfach zu bedienenden Programm finden Sie schnell heraus, welche Kurform für Sie die beste ist.

Antrag stellen

So stellen Sie Ihren Antrag auf eine stationäre Vorsorge- oder Rehabilitationskur:

Besprechen Sie als Erstes mit Ihrem Arzt, welche Therapien und Heilmittel aus medizinischer Sicht für Sie notwendig sind und welche Art von Kur Sie benötigen. Ist eine stationäre Maßnahme erforderlich, dann...

  • stellen Sie zusammen mit Ihrem Arzt den Antrag
  • Bei Mutter-/Vater-Kind-Kuren oder Mütterkuren ist es auch möglich, dass die Beratungs- und Vermittlungsstellen der Wohlfahrtsverbände wie beispielsweise Arbeiterwohlfahrt, Caritasverband, Deutsches Rotes Kreuz, Ihren Antrag direkt an die DAK-Gesundheit schicken.
  • Senden Sie den von Ihnen und Ihrem Arzt ausgefüllten Antrag unterschrieben an Ihr DAK-Servicezentrum zurück. Dort wird Ihr Antrag geprüft und gegebenenfalls dazu ergänzend weitere ärztliche Unterlagen sowie eine Beurteilung des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung eingeholt. Dann wird eine Entscheidung getroffen.
  • Eine bewilligte Kur sollte aus medizinischen Gründen so kurzfristig wie möglich, spätestens jedoch innerhalb von sechs Monaten beginnen.

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Kosten

Die vertraglichen Kosten für eine stationäre Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme inklusive Mutter-/Vater-Kind-Kuren, Mütterkuren und Kinderkuren übernimmt die DAK-Gesundheit. Ihr Eigenanteil beträgt für die Dauer der Kur zehn Euro pro Kalendertag. Handelt es sich um eine Vorsorgemaßnahme, fällt außerdem ein Eigenanteil für die Fahrtkosten in Höhe von mindestens fünf Euro, maximal zehn Euro je Fahrt an.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zahlen keine Eigenanteile für die Kur, jedoch zu den Fahrkosten, die bei Vorsorgemaßnahmen entstehen. Begleitpersonen für Kinder während einer stationären Kinderkur zahlen ebenfalls keinen Eigenanteil. Informationen über die Befreiung von der Zahlung dieser Eigenanteile finden Sie im Kapitel Zuzahlungen.

Zuletzt aktualisiert:
Jan 11, 2017