Psychotherapie

Klassisch professionelle Hilfe für seelische Krankheiten

Jeder Mensch hat gute und schlechte Tage. Wenn es für Sie aber seit langer Zeit kaum noch gute Tage gibt, dann könnten Sie professionelle Hilfe durch eine Psychotherapie brauchen. Ab April 2017 ermöglicht Ihnen die psychotherapeutische Sprechstunde schnelle Hilfe bei psychischen Erkrankungen. Die DAK-Gesundheit übernimmt dafür die Kosten und zahlt bei Bedarf auch eine Psychotherapie. Darüber hinaus helfen wir Ihnen, den richtigen Therapeuten zu finden.

Was ist Psychotherapie?

Psychotherapie bedeutet, seelische Probleme professionell zu behandeln. Denn wenn die Seele leidet, leidet der ganze Mensch: Sein Denken und Handeln fällt ihm schwer, sein Fühlen und Erleben wird ihm fremd. Oft können Erkrankte allein oder gemeinsam mit der Familie oder Freunden Lösungen aus der Krise finden. Manchmal jedoch hilft nur eine Psychotherapie.

Zu den psychischen Störungen zählen Depressionen, Angststörungen, Zwänge, Sucht oder Essstörungen. Ziel der Psychotherapie ist es, diese Störungen zu überwinden und die Entwicklung zu einer eigenständigen und aktiven Persönlichkeit zu fördern. Auch Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen können durch eine Psychotherapie behandelt werden

Methoden der Psychotherapie

Nicht jedes therapeutische Verfahren passt zu jedem psychischen Problem. Oft ist individuelle Hilfe gefragt. Die Psychotherapie wendet deshalb verschiedene Methoden an.

Die Verhaltenstherapie geht davon aus, dass ein bestimmtes Verhalten gelernt wurde und somit auch wieder verlernt werden kann. Besonders geeignet ist die Verhaltenstherapie bei Phobien oder Essstörungen. In der Therapie werden Situationen nachgestellt, die den Patienten seine Ängste nacherleben lassen. Durch ein stufenförmiges Verhaltenstraining lernt er, seine Ängste zu kontrollieren und zu überwinden. Motivation und Mitarbeit sind für den Erfolg einer Verhaltenstherapie wichtig.

Die Psychoanalyse und tiefenpsychologisch fundierte Therapien sehen die Ursache für seelische Konflikte in unbewussten Kindheitskonflikten. Diese sollen aufgedeckt und nachempfunden werden. Die Lebensgeschichte des Patienten wird anhand von Einfällen, Bildern, Träumen und Erinnerungen an die Kindheit aufgerollt. Im Gespräch setzt sich der Patient mit seiner Lebensgeschichte auseinander, um bislang unbewusste Konflikte bewusst zu erleben und dadurch lernen, sie zu überwinden.

Neben diesen anerkannten Therapieformen gibt es eine Reihe weiterer. Dazu zählen beispielsweise die Gestalttherapie und das Psychodrama. Sie dürfen zurzeit nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden.

Wie finde ich einen Therapeuten für eine Psychotherapie?

Wenn Sie bei der DAK-Gesundheit versichert sind, haben Sie grundsätzlich die freie Wahl des Therapeuten. Sie können sich von jedem psychotherapeutisch tätigen Arzt und jedem psychologischen Psychotherapeuten behandeln lassen. Einzige Voraussetzung: Er muss eine Kassen-Zulassung haben. Der Hausarzt kann Sie dorthin überweisen oder Sie vereinbaren direkt einen Termin mit einem Therapeuten.

Bei der Suche nach dem richtigen Therapeuten helfen Ihnen die DAK-Kundenberater im Servicezentrum in Ihrer Nähe gerne weiter. Rat bekommen Sie auch beim Hausarzt. Der Arztlotse der DAK-Gesundheit unterstützt Sie ebenfalls bei der Suche.

Antrag und Ablauf der Psychotherapie

Beim ersten Termin klärt der Therapeut, ob es sich bei den psychischen Problemen um eine behandlungsbedürftige Krankheit handelt, bei der er Hilfe leisten kann. Für jede Psychotherapie muss vor Beginn der eigentlichen Behandlung ein Antrag bei der DAK-Gesundheit gestellt werden. Die Antragsunterlagen erhalten Sie nach den ersten Sitzungen direkt von Ihrem Therapeuten. Die ausgefüllten Unterlagen reichen Sie gemeinsam mit den Formularen des Therapeuten bei der DAK-Gesundheit ein.

Für eine Verlängerung der Behandlung müssen Sie und Ihr Therapeut rechtzeitig einen neuen Antrag bei der DAK-Gesundheit stellen. Der Antrag wird dann von einem unabhängigen Gutachter nach Aktenlage geprüft. Dieses Gutachterverfahren ist für alle gesetzlichen Krankenkassen vorgeschrieben. Die Dauer einer Psychotherapie hängt von der psychischen Erkrankung ab. Sie kann einige Wochen, manchmal auch Monate, dauern. In der Regel finden wöchentliche Sitzungen beim Therapeuten statt.

Hilfe bei öffentlichen Beratungsstellen

Allgemeine Lebenshilfe oder Familienberatung gehören auch zu den Aufgaben der Psychotherapie. Beratungen in diesem Bereich können jedoch nicht mit der Krankenkasse abgerechnet werden. Für diese Probleme gibt es spezielle Beratungsstellen bei Gemeinden und Wohlfahrtsverbänden.

Zuletzt aktualisiert:
Wed Apr 12 07:53:06 CEST 2017

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