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Wen können Sie pflegen?

Folgende Angehörige können Sie in der Pflege- und Familienpflegezeit pflegen:

  • Vater/Mutter, Stiefvater/Stiefmutter, Schwiegervater/Schwiegermutter
  • Großvater/Großmutter, Kind/Adoptivkind/Pflegekind/Enkelkind/Schwiegerkind
  • Kind/Adoptivkind/Pflegekind des Ehegatten oder des Lebenspartners
  • Ehegatte
  • Partner einer eheähnlichen oder lebenspartnerschaftsähnlichen Gemeinschaft
  • Bruder/Schwester
  • Ehegatten der Geschwister und Geschwister der Ehegatten
  • Lebenspartner der Geschwister und Geschwister der Lebenspartner

Familienpflegezeit: Arbeitszeit reduzieren

Sie brauchen mehr Zeit für die Betreuung naher Angehöriger? Reduzieren Sie mit der Familienpflegezeit Ihre Arbeitszeit für maximal 24 Monate.

Wichtige Voraussetzungen:

  • Sie begleiten einen nahen Angehörigen in häuslicher Umgebung.
  • Ihr Arbeitgeber hat mehr als 25 Beschäftigte.
  • Informieren Sie ihn acht Wochen vorher schriftlich.
  • Ihre wöchentliche Arbeitszeit beträgt mindestens 15 Stunden.
  • Sie können Familienpflegezeit nur einmal für denselben Angehörigen beanspruchen.
  • Ihr Kranken- und Pflegeversicherungsschutz bleibt erhalten.

Vereinbaren Sie mit Ihrem Arbeitgeber, wie viele Stunden und an welchen Tagen Sie zur Arbeit kommen. Wenn im Betrieb nichts dagegenspricht, sollte Ihr Arbeitgeber Ihre Wunschzeiten beachten.

Die Familienpflegezeit endet mit Ablauf des beantragten Zeitraums, spätestens nach 24 Monaten. Ist Ihr naher Angehöriger nicht mehr pflegebedürftig, hört die Familienpflegezeit vier Wochen danach auf. Das gilt auch, wenn Ihr Angehöriger nicht weiter zu Hause versorgt werden kann. Möchten Sie aus einem anderen Grund vorzeitig zur vollen Arbeitszeit zurückkehren, muss Ihr Arbeitgeber zustimmen.

Zinsloses Darlehen

Wenn Sie sich im Rahmen der Pflege- und Familienpflegezeit freistellen lassen, verdienen Sie weniger oder gar kein Gehalt. Um das zu kompensieren, bekommen Sie ein zinsloses Darlehen vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA).

Pflegezeit und Beitragszuschuss

Bis zu sechs Monate kann Ihr Arbeitgeber Sie freistellen, wenn Sie nahe Angehörige mit dem Pflegegrad 1 bis 5 pflegen. Für die vollständige oder teilweise Freistellung ist die Pflege in häuslicher Umgebung Vorraussetzung. Das heißt, die zu pflegende Person kann im eigenen Zuhause betreut werden.

Die DAK gewährt Ihnen einen Beitragszuschuss zu Ihrer Kranken- und Pflegeversicherung, wenn Sie sich selbst versichern müssen.

Von Pflegezeit zu Familienpflegezeit wechseln

Sie können von der Pflegezeit in die Familienpflegezeit wechseln. Den Zeitraum von insgesamt 24 Monaten dürfen Sie allerdings nicht überschreiten. Außerdem müssen die beiden Modelle ohne Unterbrechung aufeinanderfolgen. Beachten Sie die jeweilige Ankündigungsdauer gegenüber dem Arbeitgeber sowie die Betriebsgröße. Für den Wechsel müssen Sie Ihrem Arbeitgeber drei Monate vorher Bescheid geben.

Pflegeunterstützungsgeld: die kurzzeitige Hilfe

Müssen Sie für nahe Angehörige in einer akut aufgetretenen Pflegesituation eine bedarfsgerechte Pflege organisieren oder eine pflegerische Versorgung in dieser Zeit sicherstellen? Dann haben Sie das Recht bis zu zehn Tage der Arbeit fernzubleiben. Für die Zeit der Arbeitsverhinderung zahlt Ihnen die Pflegekasse der zu pflegenden Person Pflegeunterstützungsgeld.

Wenn Sie weiterhin Gehalt vom Arbeitgeber beziehen oder Kranken- und Verletztengeld bei Erkrankung oder Unfall eines Kindes erhalten, bekommen Sie kein Pflegeunterstützungsgeld.

Sie haben noch weitere Fragen?

Nutzen Sie das Servicetelefon „Wege zur Pflege“ vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend. Zwischen 9 und 18 Uhr können Sie unter 030 2017 9131 anrufen. Außerdem unterstützen wir Sie mit unserem Online-Programm DAK-Pflegecoach.