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Was ist das Mutterschaftsgeld?

Die DAK-Gesundheit bietet schwangeren Frauen und Frauen, die bereits entbunden haben, mit dem Mutterschaftsgeld finanzielle Sicherheit während der Schutzfristen. Mutterschaftsgeld erhalten alle Frauen, die selber krankenversichert sind, aber wegen der Schutzfristen kein Arbeitsentgelt erhalten oder bei Arbeitsunfähigkeit einen Anspruch auf Krankengeld haben. Das Mutterschaftsgeld wird entweder in Höhe des Nettoarbeitsentgelts (maximal jedoch 13 Euro kalendertäglich) oder in Höhe des Krankengeldes gezahlt. Die Differenz zu Ihrem bisherigen Einkommen übernimmt Ihr Arbeitgeber als Zuschuss.

Anspruch auf Mutterschaftsgeld haben Sie innerhalb Ihres Mutterschutzes:

  • 6 Wochen (42 Tage) vor dem voraussichtlichen Geburtstermin (bei späterer Entbindung verlängert sich Ihr Anspruch)
  • am Endbindungstag
  • 8 Wochen (56 Tage) nach der Entbindung. Bei Früh- und Mehrlingsgeburten verlängert sich die Frist auf 12 Wochen (84 Tage) nach der Entbindung. Eine Verlängerung auf 12 Wochen findet auch statt, wenn innerhalb von 8 Wochen nach der Entbindung beim Kind eine Behinderung ärztlich festgestellt wird.


Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?

Je nach beruflicher Situation vor und während Ihres Mutterschutzes gibt es unterschiedliche Regelungen für den Bezug von Mutterschaftsgeld.

  • Arbeitnehmerinnen

    Sie sind Arbeitnehmerin und befinden sich im Mutterschutz? Dann beziehen Sie als Versicherte bei der DAK-Gesundheit anstelle Ihres Gehalts Mutterschaftsgeld von uns. Maximal erhalten Sie 13 Euro kalendertäglich (also inklusive Wochenenden und Feiertagen). Die Differenz zu Ihrem tatsächlichen kalendertäglichen Nettoentgelt zahlt Ihnen ihr Arbeitgeber.

    Dies gilt auch für ein befristetes Arbeitsverhältnis. Endet ihr befristetes Arbeitsverhältnis während der Schutzfristen vor oder nach der Entbindung, wird das Mutterschaftsgeld nach der Beendigung grundsätzlich in Höhe des Krankengeldes gezahlt.

    Hat Ihnen Ihr Arbeitgeber trotz Schwangerschaft rechtswirksam gekündigt, erhalten Sie auch nach Ihrer Entlassung Mutterschaftsgeld in Höhe Ihres bisherigen Einkommens von uns. Die Differenz zwischen 13 Euro und Ihrem tatsächlichen kalendertäglichen Nettoentgelt, die sonst Ihr Arbeitgeber gezahlt hätte, übernimmt die DAK-Gesundheit.

  • Minijobberin

    Befinden Sie sich in einem Minijob-Verhältnis und sind privat oder über eine andere Person bei der DAK-Gesundheit versichert, steht Ihnen ein Mutterschaftsgeld in Höhe von maximal 210 Euro monatlich zu. Den Antrag dafür stellen Sie bei der Mutterschaftsgeldstelle des Bundesversicherungsamtes.

  • Selbstständige, Künstlerin und Publizistin

    Auch wenn Sie bei der DAK-Gesundheit als Selbständige, Künstlerin oder Publizistin mit Anspruch auf Krankengeld versichert sind, können Sie Mutterschaftsgeld erhalten. Das Mutterschaftsgeld wird in Höhe des Krankengeldes gezahlt und beträgt für Selbständige 70 Prozent des zuletzt durch Einkommensteuerbescheid nachgewiesenen Arbeitseinkommens, maximal jedoch 70 Prozent des Höchstregelentgelts. Zur Berechnung wird das Durchschnittseinkommen der letzten zwölf Kalendermonate zugrunde gelegt.

  • Bezieherinnen von Arbeitslosengeld

    Auch als Bezieherin von Arbeitslosengeld erhalten Sie Mutterschaftsgeld. Dies wird in gleicher Höhe wie das Arbeitslosengeld gezahlt.

    Beziehen Sie Arbeitslosengeld II, steht Ihnen kein Mutterschaftsgeld zu. Üben Sie nebenbei eine Beschäftigung aus, besteht unter Umständen Anspruch auf Mutterschaftsgeld aus der Beschäftigung.

Gibt es Beiträge zur Arbeitslosenversicherung?

Sofern Sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen, unterstützt Sie die DAK-Gesundheit über das Mutterschaftsgeld hinaus mit Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung. Diese errechnen sich aus der Höhe Ihres Mutterschaftsgeldes.

Wie beantrage ich das Mutterschaftsgeld?

Sobald Ihnen eine Bescheinigung Ihres Arztes oder Ihrer Hebamme über den mutmaßlichen Entbindungstermin vorliegt, reichen Sie diese zeitnah bei der DAK-Gesundheit ein.

Wir berechnen für Sie das Mutterschaftsgeld und zahlen Ihnen zum Beginn der Schutzfrist einen Vorschuss bis zur Entbindung. Sind Sie beschäftigt, informieren wir auch Ihren Arbeitgeber, damit dieser Ihnen den Zuschuss zahlen kann.

Welche Unterlagen muss ich nach der Geburt einreichen?

Nach der Geburt benötigt die DAK-Gesundheit eine Geburtsurkunde, die Ihnen das Standesamt ausstellt. Hatten Sie eine Frühgeburt oder liegt bei Ihrem Kind eine Behinderung vor, reichen Sie die ärztliche Bescheinigung darüber bitte ebenfalls ein. Sobald der DAK-Gesundheit alle Unterlagen vorliegen, erhalten Sie das restliche Mutterschaftsgeld.

Wie geht es mit meiner DAK-Mitgliedschaft weiter?

Solange Sie Mutterschaftsgeld beziehen, ist Ihre Mitgliedschaft bei der DAK-Gesundheit beitragsfrei. Ihre weitere Mitgliedschaft sowie die Familienversicherung Ihres Kindes klären wir mit Ihnen individuell. Zudem erhalten Sie eine Bescheinigung zur Höhe und Dauer Ihres Zuschusses, die Sie bei der Elterngeldstelle einreichen müssen.