Mutterschaftsgeld

Ohne finanzielle Sorgen auf die Geburt vorbereiten

Werdenden Müttern steht besonderer Schutz zu - beispielsweise vor gesundheitlichen Gefährdungen am Arbeitsplatz oder Kündigung. Die DAK-Gesundheit bietet schwangeren Frauen und Frauen, die bereits entbunden haben, mit dem Mutterschaftsgeld finanzielle Sicherheit während der Schutzfristen.

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Das zahlt die DAK-Gesundheit

Mutterschutz

Innerhalb der letzten 6 Wochen (42 Tage) vor der Entbindung darf Ihr Arbeitgeber Sie ohne Ihre ausdrückliche Einverständniserklärung nicht mehr beschäftigen. Das Beschäftigungsverbot gilt für jede Art von Beschäftigung. Nur durch eine freiwillige und jederzeit widerrufbare Erklärung von Ihnen dürfen Sie innerhalb der Frist beschäftigt werden.

Nach der Entbindung dürfen Sie während der ersten 8 Wochen (56 Tage) - auch auf Ihren eigenen Wunsch hin - grundsätzlich nicht beschäftigt werden. Bei Mehrlings- oder Frühgeburten verlängert sich der Zeitraum auf 12 Wochen (84 Tage). Bei Frühgeburten und sonstigen vorzeitigen Entbindungen verlängert sich die Frist zusätzlich um den Zeitraum, der wegen der verfrühten Entbindung von der Schutzfrist vor der Entbindung nicht in Anspruch genommen werden konnte.

Schwangere, die bei der DAK-Gesundheit versichert sind, werden von ihrer Krankenkasse nicht nur medizinisch, sondern auch finanziell in dieser Zeit unterstützt: mit dem Mutterschaftsgeld.

Mutterschaftsgeld

Die DAK-Gesundheit bietet schwangeren Frauen und Frauen, die bereits entbunden haben, mit dem Mutterschaftsgeld finanzielle Sicherheit während der Schutzfristen. Mutterschaftsgeld erhalten alle Frauen, die selber krankenversichert sind, aber wegen der Schutzfristen kein Arbeitsentgelt erhalten oder bei Arbeitsunfähigkeit einen Anspruch auf Krankengeld haben. Das Mutterschaftsgeld wird entweder in Höhe des Nettoarbeitsentgelts (maximal jedoch 13 Euro kalendertäglich) oder in Höhe des Krankengeldes gezahlt. Die Differenz zu Ihrem bisherigen Einkommen übernimmt Ihr Arbeitgeber als Zuschuss.

Anspruch auf Mutterschaftsgeld besteht grundsätzlich für:

  • 6 Wochen (42 Tage) vor der Entbindung (Findet die Entbindung später statt, als in der Bescheinigung über den mutmaßlichen Entbindungstag angegeben, verlängert sich der Anspruch auf Mutterschaftsgeld vor der Entbindung entsprechend.)
  • den Entbindungstag und
  • 8 Wochen (56 Tage) bzw. bei Früh- und Mehrlingsgeburten 12 Wochen (84 Tage) nach der Entbindung.

Bei Frühgeburten und sonstigen vorzeitigen Entbindungen wird die 8- bzw. 12-wöchige Schutzfrist nach der Entbindung zusätzlich um den Zeitraum verlängert, den die Versicherte wegen der früheren Entbindung von der Schutzfrist vor der Entbindung nicht in Anspruch nehmen konnte.

Eine Frühgeburt liegt im Gegensatz zu einer vorzeitigen Entbindung dann vor, wenn das Kind - bei Mehrlingsgeburten eines der Kinder - bei der Geburt unter 2.500 Gramm wiegt. Diesen Entbindungen sind solchen gleichzusetzen, bei denen das Kind trotz höheren Geburtsgewichtes wegen noch nicht voll ausgebildeter Reifezeichen (an Rumpf, Haut, Fettpolstern, Nägeln, Haaren und äußeren Geschlechtsorganen) oder wegen verfrühter Beendigung der Schwangerschaft einer wesentlich erweiterten Pflege bedarf. Die Feststellung des Geburtsgewichtes und/oder eines wesentlichen Mangels an Reifezeichen obliegt der Hebamme oder dem Arzt und ist mit einer entsprechenden Bescheinigung nachzuweisen.

Beiträge zur Arbeitslosenversicherung

Zusätzlich zur Mutterschaftsgeldzahlung übernimmt die DAK-Gesundheit unter bestimmten Voraussetzungen die Zahlung von Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung. Dadurch verbessert sich Ihr Versicherungsschutz. Die Beiträge errechnen sich aus dem Mutterschaftsgeld und werden von der DAK-Gesundheit allein übernommen. Zur Klärung, ob die Voraussetzungen erfüllt sind, erhalten Sie einen entsprechenden Fragebogen. Bitte beantworten Sie die Fragen auf der Rückseite, unterschreiben die Erklärung und senden diese schnell an die DAK-Gesundheit zurück.

Wer bekommt Mutter­schaftsgeld?

Die DAK-Gesundheit bietet schwangeren Frauen und Frauen, die bereits entbunden haben, mit dem Mutterschaftsgeld finanzielle Sicherheit während der Schutzfristen.

Arbeitnehmerinnen

Als Arbeitnehmerin erhalten Sie Mutterschaftsgeld von der DAK-Gesundheit, wenn Sie selbst bei der DAK-Gesundheit versichert sind und wegen der Mutterschutzfrist kein Arbeitsentgelt erhalten.

Endet Ihr Arbeitsverhältnis während der Schutzfristen, da es zeitlich befristet war, besteht auch ab diesem Zeitpunkt weiterhin Anspruch auf Mutterschaftsgeld, wenn Sie mit Anspruch auf Krankengeld versichert sind. Mutterschaftsgeld wird dann in Höhe des Krankengeldes gezahlt.

Schwangeren Frauen darf normalerweise nicht gekündigt werden. Wenn der Arbeitgeber Sie trotz Schwangerschaft entlassen möchte, benötigt er vor der Kündigung die Zustimmung der obersten Landesbehörde für Arbeitsschutz oder einer von dieser Behörde bestimmten Stelle. Ist die Kündigung danach rechtswirksam, erhalten Sie auch für die Zeit nach der Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses weiterhin Mutterschaftsgeld in Höhe des Nettoarbeitsentgelts. Zusätzlich übernimmt die DAK-Gesundheit anstelle des Arbeitgebers die Zahlung des Zuschusses, um die Differenz zwischen Mutterschaftsgeld und dem tatsächlichen Nettoarbeitsentgelt auszugleichen. Dies gilt auch dann, wenn Ihr Arbeitsverhältnis durch eine zulässige Kündigung bereits vor Beginn der Mutterschutzfrist beendet wurde.

Auch wenn Ihr Arbeitgeber aufgrund eines Insolvenzereignisses nicht in der Lage sein sollte, den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld zu zahlen, wird dies von der DAK-Gesundheit übernommen.

Sind Sie angestellt, aber nicht selber versichert, zum Beispiel weil Sie in einem Mini-Job arbeiten und über Ihren Ehemann bei der DAK-Gesundheit versichert sind, erhalten Sie bis zu 210 Euro Mutterschaftsgeld vom Staat. Den Antrag dazu stellen Sie bei der Mutterschaftsgeldstelle des Bundesversicherungsamtes.

Selbstständige

Als Selbstständige erhalten Sie Mutterschaftsgeld, wenn Sie mit Anspruch auf Krankengeld bei der DAK-Gesundheit versichert sind. Dafür müssen Sie eine Erklärung abgegeben haben, dass Ihre Mitgliedschaft den Anspruch auf Krankengeld umfassen soll. Das Mutterschaftsgeld wird in Höhe des Krankengeldes gezahlt. Es beträgt 70 % des regelmäßig erzielten Arbeitseinkommens, maximal jedoch 70 % des Höchstregelentgelts. Ein ggf. ergänzend zur Wahlerklärung des gesetzlichen Krankengeldes abgeschlossener Wahltarif DAKpro Krankengeld führt nicht zu einer Erhöhung des Mutterschaftsgeldes.

Künstlerinnen oder Publizistinnen

Auch als Künstlerin oder Publizistin erhalten Sie Mutterschaftsgeld in Höhe des Krankengeldes. Es beträgt 70% des Arbeitseinkommens, welches für die letzten zwölf Kalendermonate vor Beginn der Mutterschutzfrist der Beitragsbemessung zugrunde gelegen hat, maximal jedoch 70 % des Höchstregelentgelts.

Bezieherinnen von Arbeitslosengeld

Sind Sie bei der DAK-Gesundheit versichert und erhalten bei Beginn Ihrer Schutzfrist Arbeitslosengeld I, bekommen Sie Mutterschaftsgeld in Höhe des bisher bezogenen Arbeitslosengeldes I von der DAK-Gesundheit.

Kein Anspruch auf Mutterschaftsgeld besteht hingegen, wenn Sie ausschließlich Arbeitslosengeld II beziehen. Dieses wird Ihnen weitergezahlt. Üben Sie neben dem Bezug von Arbeitslosengeld II eine Beschäftigung oder selbstständige Tätigkeit aus, kann daraus ein Anspruch auf Mutterschaftsgeld gegeben sein.

Wie erhalte ich Mutter­schaftsgeld?

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin oder Hebamme stellt Ihnen eine Bescheinigung über den mutmaßlichen Entbindungstermin aus. Schicken Sie diese rechtzeitig vor der Geburt an die DAK-Gesundheit, damit Sie einen Vorschuss auf das Ihnen zustehende Mutterschaftsgeld erhalten.

Nach der Geburt benötigt die DAK-Gesundheit eine Geburtsurkunde, die Ihnen das Standesamt ausstellt. Hatten Sie eine Frühgeburt, reichen Sie die Bescheinigung darüber bitte ebenfalls ein. Sobald der DAK-Gesundheit alle Unterlagen vorliegen, erhalten Sie das restliche Mutterschaftsgeld.

Versi­cherung

Mitgliedschaft

Während des Bezuges von Mutterschaftsgeld wird Ihre Mitgliedschaft bei der DAK-Gesundheit grundsätzlich beitragsfrei weitergeführt.

Ist Ihr Baby auf der Welt, erhalten Sie mit der Mitteilung über die Endabrechnung des Mutterschaftsgeldes einen Fragebogen zu Elternzeit und Elterngeld. Bitte senden Sie die ausgefüllte Erklärung an die DAK-Gesundheit zurück, damit gemeinsam mit Ihnen geklärt werden kann, wie Ihre Mitgliedschaft fortbesteht. Gleichzeitig mit dem Fragebogen erhalten Sie eine Bescheinigung über die Höhe und Dauer des Mutterschaftsgeldes zur Vorlage bei der Zahlstelle des Elterngeldes. Unabhängig davon wird Ihr Arbeitgeber von der DAK-Gesundheit über die Zahlung des Mutterschaftsgeldes informiert, damit dieser Ihnen den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld zahlen kann.

Anrechnungszeit für die Rentenversicherung

Dem zuständigen Rentenversicherungsträger meldet die DAK-Gesundheit den Zahlungszeitraum des Mutterschaftsgelds als Anrechnungszeit. Darüber erhalten Sie eine Bescheinigung, die Sie bitte zusammen mit Ihren Unterlagen für die Rentenversicherung aufbewahren.

Meldung an das Finanzamt

Das Mutterschaftsgeld ist steuerfrei, wird jedoch bei der Ermittlung des Steuersatzes im Rahmen des Progressionsvorbehaltes berücksichtigt. Daher ist das Mutterschaftsgeld bei der Einkommensteuererklärung anzugeben. Nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem Sie von der DAK-Gesundheit Mutterschaftsgeld bezogen haben, übertragen wir die Daten über das Mutterschaftsgeld und ggf. andere von der DAK-Gesundheit bezogene Entgeltersatzleistungen elektronisch an die Finanzverwaltung. Im Anschluss an die Übermittlung erhalten Sie einen Leistungsnachweis über die an die Finanzverwaltung gemeldeten Daten.

Zuletzt aktualisiert:
Fri Apr 28 10:09:45 CEST 2017