Feedback

Lob und Kritik

Ihre Meinung ist uns wichtig.

Hilfe bei Krampfadern (Varizen, Varikosen)

Ihre Therapie-Möglichkeiten bei Venenschwäche

Krampfadern heißen in der medizinischen Fachsprache Varizen oder Varikosen. Zum Teil kann man die Krampfadern sehen, wenn sie bläulich durch die Haut hindurch schimmern oder anschwellen und deutlich hervortreten. Wir helfen Ihnen, Krampfadern entfernen zu lassen und erklären, wann wir die Kosten für Ihre Behandlung übernehmen dürfen.

Was sind Krampfadern?

Krampfadern sind geweitete oberflächliche Venen. Oft nehmen sie eine geschlängelte Form an, oder haben knotenartige Ausbuchtungen. Krampfadern entstehen meist an den Waden oder an den Innenseiten der Beine.

Krampfadern – das zahlt die DAK-Gesundheit

Die Therapie von Krampfadern mit traditionellen Verfahren wie der Verödung oder dem Venenstripping gehören zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen, wenn der Arzt die Therapie medizinisch für sinnvoll hält. Darüber hinaus zahlen wir auch die Behandlung mit moderneren Verfahren wie der endovenösen Radiowellen- oder Lasertherapie. Voraussetzung ist, dass diese bei einem Spezialisten erfolgt, mit dem die DAK-Gesundheit entsprechende Verträge geschlossen hat. Ob es einen Anbieter in Ihrer Nähe gibt, können Sie über unsere Spezialisten-Netzwerksuche herausfinden.

Ursachen von Krampfadern

Das Blut, das im Körper zirkuliert, wird durch die Beinvenen zurück in Richtung Herz transportiert. Wenn wir sitzen, gehen oder stehen, muss es dabei gegen die Schwerkraft fließen. Dieser Prozess wird dadurch unterstützt, dass umliegende Muskeln bei Bewegung kontrahieren und einen Druck auf die Venen ausüben, ähnlich wie eine Pumpe. Zudem befinden sich im Gefäßinneren winzige Klappen, die als Ventile wirken und den Bluttransport nur in einer Richtung zulassen. So wird verhindert, dass das Blut in den Beinen nach unten zurückfließt. Krampfadern entstehen, wenn dieser Mechanismus gestört ist. Das kann der Fall sein, wenn die Venenwände oder die Venenklappen zu schwach sind oder durch die Muskulatur nicht genügend Druck ausgeübt wird. Das Blut staut sich dann in den Venen zurück, wodurch diese sich weiten.

Frauen häufiger betroffen als Männer

DAK-Expertin Elisabeth Thomas erläutert unterschiedliche Behandlungsmethoden zu Krampfadern.

DAK-Ärztin Elisabeth Thomas informiert zum Thema Krampfadern

„Frauen leiden häufiger unter Krampfadern als Männer“, erklärt DAK-Ärztin Elisabeth Thomas. Dennoch sind Krampfadern kein typisches Thema der Frauengesundheit. Sie ergänzt: „Einige Menschen haben erblich bedingt eine stärkere Veranlagung zu Krampfadern“. Mehrere Ursachen begünstigen Krampfadern, wie zum Beispiel Übergewicht und Bewegungsmangel, ebenso wie eine Schwangerschaft. Zudem nehme die Wahrscheinlichkeit Krampfadern zu entwickeln, mit dem Alter generell zu.

Symptome von Krampfadern

Vor allem nach längerem Sitzen oder Stehen lösen Krampfadern Beschwerden aus. Die Beine fühlen sich dann schwer an, können anschwellen und schmerzen. In der Nacht kann es vermehrt zu Muskelkrämpfen kommen. In seltenen Fällen führen Krampfadern zu Beingeschwüren oder Blutungen, die sofort behandelt werden sollten. Zudem kann sich eine Venenentzündung (Phlebitis) entwickeln, die das Risiko von Blutgerinnseln (Thrombosen) begünstigen kann.

Behandlung von Krampfadern

„In vielen Fällen genügt es, Krampfadern durch das Tragen von Stützstrümpfen zu behandeln“, sagt Thomas. Diese drücken die Muskulatur rund um die Venen zusammen, was den Blutfluss nach oben unterstützt. In anderen Fällen sind medizinische Eingriffe nötig. Es gibt verschiedene Behandlungsverfahren: So kann die erkrankte Vene in einer Operation durch ein sogenanntes Stripping entfernt werden. Dabei wird die erweiterte Vene durch einen Schnitt in der Leiste und am Knie oder Knöchel hindurch abgebunden, durchtrennt und schließlich durch die Leiste herausgezogen. „Kleinere Krampfadern können mit einem etwas schonenderen Verfahren stückweise entfernt werden, man spricht dann von einer Phlebektomie“, erklärt Thomas.

Mögliche Folgen nach der OP

Nach solchen Operationen können Schmerzen, Blutungen, Schwellungen, Narbenbildungen und Hautverfärbungen auftreten. Seltenere, aber mögliche Nebenwirkungen sind Infektionen, Blutgerinnsel oder Nervenverletzungen. Es können sich auch erneut Krampfadern bilden.

Therapie: Schonende Behandlungsansätze

Neuere Behandlungsverfahren sind die Radiofrequenzablation und die endovenöse Lasertherapie. In beiden Fällen werden Sonden in die Krampfader eingeführt, die die Vene erhitzen, wodurch sie verklebt und sich verschließt. Bei der Radiofrequenzablation wird die Hitze durch elektromagnetische Wellen erzeugt, bei der endovenösen Lasertherapie durch Laserstrahlen. Auch diese Verfahren können Nebenwirkungen haben, sind aber etwas schonender. Daher kommt es seltener zu Nervenschädigungen oder Infektionen.

Verödung von Krampfadern

Eine weitere Methode, die vor allem bei kleinen oder mittelgroßen Krampfadern in Betracht kommt, ist die Sklerotherapie (Verödung). Hierbei spritzt der Arzt Schaum in die erkrankte Vene, der eine Entzündung auslöst, durch die das Gefäß verklebt und undurchlässig wird.

Krampfadern vorbeugen

Zu einem Teil lassen sich Krampfadern mit einer gesunden Lebensweise vorbeugen: Dazu gehören regelmäßige Bewegung, möglichst nicht zu rauchen und Übergewicht zu vermeiden. Ausdauersportarten wie Joggen, Walking oder Fahrradfahren können die Gefäße stärken und halten sie länger gesund.

Zuletzt aktualisiert:
Fri Dec 22 10:31:08 CET 2017