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Welche Arten von Vorsorgekuren gibt es?

Die meisten ambulanten Maßnahmen sind auf maximal drei Wochen ausgelegt. Sind Sie erwerbstätig, müssen Sie für diese Zeit in der Regel Urlaub nehmen.

Es wird zwischen zwei Arten unterschieden:

Ambulante Vorsorgekur

Bei der ambulanten Vorsorgekur in einem staatlich anerkannten Kurort, früher auch „Badekur“ genannt, erhalten Sie unter kurärztlicher Leitung zielgerichtete, individuelle Behandlungen. Anreise, Unterkunft und Verpflegung organisieren Sie selbst. Ziel ist die Vorsorge: Wenn Sie gesundheitlich belastet sind, soll die Kur verhindern, dass Sie in absehbarer Zeit erkranken oder sich Ihre Beschwerden verschlimmern.

Ambulante Kompaktkur

Viele Kurorte haben sich auf die Therapie bestimmter Erkrankungen wie Osteoporose, Arthrose oder Atemwegserkrankungen spezialisiert und bieten sogenannte Kompaktkuren an. Alle Teilnehmer einer Gruppe haben hier dieselbe Diagnose sowie ein gemeinsames Behandlungsprogramm. Sie beginnen und beenden ihre Kur zum selben Zeitpunkt.

Online-Kurberater

Registrieren Sie sich im geschützten Bereich Meine DAK und nutzen Sie den Online-Kurberater, um herauszufinden, welche Kur für Sie passend ist.

Vorsorgekuren für Kinder und Jugendliche

Auch für Kinder und Jugendliche gibt es die Möglichkeit, Gesundheitsrisiken während einer ambulanten Vorsorgekur zu vermindern. Sie werden zu Ferienzeiten in Kinderkurheimen untergebracht. Begleitpersonen können grundsätzlich nicht mit aufgenommen werden. Die Maßnahmen sind medizinisch vergleichbar mit denen für Erwachsene.

Kurkosten

Wenn die nötigen Voraussetzungen erfüllt sind, übernimmt die DAK-Gesundheit die vertraglich vereinbarten Kosten für die kurärztliche Behandlung am Kurort.

Auch verordnete Heilmittel zahlen wir – Ihr Eigenanteil beträgt hier lediglich 10 Prozent der vertraglichen Behandlungskosten und 10 Euro je Verordnung. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren entfällt diese Zuzahlung.

Dies brauchen Sie für Ihren Kurantrag

  • Vom Arzt unterschriebenes Formular
  • Gegebenenfalls weitere ärztliche Unterlagen

Voraussetzungen für die Kostenübernahme

Damit sich die DAK-Gesundheit an den Kosten für Ihre Kur beteiligen kann, müssen grundsätzlich folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Ihr Arzt an Ihrem Wohnort hat Sie erschöpfend behandelt und alle notwendigen Arznei-, Heil- und Hilfsmittel verordnet.
  • Wenn Sie unter einer speziellen Krankheit leiden, wurden Sie bereits von einem Facharzt behandelt.
  • Sie haben sich bereits aktiv für Ihre Gesundheit eingesetzt.
  • Es ist kein anderer Leistungsträger, beispielsweise Ihr Rentenversicherungsträger, vorrangig leistungspflichtig.
  • Ihre ambulante Vorsorgekur findet in einem anerkannten Kurort statt. Welche Kurorte anerkannt sind, erfahren Sie in Ihrem Servicezentrum.
  • Ein Ortswechsel ist für Sie aus medizinischer Sicht erforderlich.
  • Ihre letzte ambulante Kur ist mindestens drei Jahre her.
  • Zusätzliche Voraussetzungen bei Kindern und Jugendlichen: Die gewünschte Kureinrichtung ist vom Jugendamt zugelassen.


Eine ambulante Kur beantragen

  1. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob eine ambulante Vorsorge- oder Kompaktkur für Sie in Frage kommt.
  2. Stellen Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt den Antrag auf Ihre ambulante Kur in einem anerkannten Kurort.
  3. Senden Sie den ausgefüllten und vom Arzt unterschriebenen Antrag an Ihr DAK-Servicezentrum; hier wird er geprüft.
  4. Bei Bewilligung sollten Sie die Kur aus medizinischen Gründen so kurzfristig wie möglich, spätestens jedoch innerhalb von sechs Monaten beginnen.