HPV-Impfung: DAK-Gesundheit übernimmt Kosten auch für Jungen

Neue Leistung erweitert den Schutz vor Krebs

Die Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) wird künftig auch für Jungen eine Standardleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Bisher war die sogenannte "Anti-Krebs-Impfung" nur für Mädchen eine allgemeine Kassenleistung. Seit Juli übernimmt die DAK-Gesundheit die Impfung für Jungen bereits als freiwillige Satzungsleistung.

Warum sollten Jungen und Mädchen sich impfen lassen?

Jungen und Mädchen können sich mit den humanen Papillomviren durch sexuellen Kontakt infizieren und gegenseitig anstecken. Je mehr Jugendliche geimpft sind, desto größer ist der Schutz für alle. Die Viren können unter anderem Krebs im Mund- und Rachenraum sowie am Darmausgang oder allgemeine Erkrankungen im Genitalbereich auslösen. Bei Mädchen schützt die Impfung auch vor Gebärmutterhalskrebs.

Wann sollte eine HPV-Impfung erfolgen?

Am wirksamsten ist die Impfung vor dem ersten Sexualkontakt, wenn noch keine HPV-Infektion vorliegt. Sie sollte deshalb vor dem ersten Geschlechtsverkehr erfolgen – idealerweise im Alter zwischen 9 und 14 Jahren. Aber auch später ist eine HPV-Impfung oft sinnvoll. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt dazu beraten.

Wer übernimmt die Kosten?

Wir übernehmen die Kosten bis zum 18. Lebensjahr. Für die HPV-Impfung bei Mädchen läuft die Abrechnung über die Gesundheitskarte. Die Impfung von Jungen ist noch eine freiwillige Leistung der DAK-Gesundheit. Wir erstatten Ihnen nachträglich 100 Prozent der Kosten. Sie reichen dafür einfach die Rechnungen des Arztes und die Kostenbelege für den Impfstoff Ihres Kindes bei uns ein.
Sobald die Impfung für Jungen als Regelleistung bestätigt ist, läuft die Abrechnung über die Gesundheitskarte.

Wie funktioniert die HPV-Impfung?

Die Impfung erfolgt in der Regel zwei Mal mit einer Spritze. Der Abstand beträgt ungefähr ein halbes Jahr. Falls der Zeitraum nicht eingehalten wird, ist eventuell eine dritte Impfung nötig.
Der Impfstoff ist ein Totimpfstoff. Das heißt, er enthält kein Erbgut des Erregers. Ein Risiko, an Krebs zu erkranken, besteht also nicht. Bereits nach der ersten Spritze bildet das Immunsystem Antikörper gegen HPV. Die Impfung übernimmt der Hausarzt oder ein Kinder- und Jugendarzt, bei Mädchen auch der Frauenarzt. 

Welche Risiken gibt es?

Die HPV-Impfung ist eine wirksame Impfung mit wenigen Nebenwirkungen. Die derzeitigen Impfstoffe sind sicher und gut verträglich. Am häufigsten sind Rötungen oder Schwellungen an der Einstichstelle, leichte Schmerzen, ein kleiner Bluterguss oder auch Kopfschmerzen. Seltener sind Übelkeit und Schwindel.

Zuletzt aktualisiert:
Fri Sep 21 10:45:50 CEST 2018

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