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Wie funktioniert die HIV-Präexpositionsprophylaxe?

Die PrEP-Medikamente beinhalten die beiden Wirkstoffe Tenofovirdisoproxil und Emtricitabin. Diese verhindern die Vermehrung und Verbreitung von HI-Viren im Körper. HI-Viren befallen und zerstören Zellen des menschlichen Immunsystems, das dadurch nicht mehr auf andere Infektionen reagieren kann.

Werden die PrEP-Medikamente regelmäßig eingenommen, können sie das HIV-Ansteckungsrisiko fast vollständig ausschalten. Allerdings können die Arzneimittel auch Nebenwirkungen auslösen. Sie sollten deshalb nicht ohne ärztliche Begleitung und regelmäßige Kontrolluntersuchungen eingenommen werden.

Wie erfolgt die Kostenübernahme?

Die DAK-Gesundheit übernimmt die Kosten der PrEP-Medikamente als freiwillige Satzungsleistung für Verordnungen, die bis zum 31.08.2019 ausgestellt werden. Bis die Leistung ab September reguläre Kassenleistung wird, erstatten wir bis zu 200,00 Euro pro Quartal abzüglich der gesetzlichen Zuzahlung, höchstens jedoch die tatsächlich entstandenen Kosten. Folgende Voraussetzungen müssen dafür erfüllt sein:

  • Sie sind mindestens 16 Jahre alt.
  • Das verordnete Medikament ist eine Kombination aus den Wirkstoffen Tenofovirdisoproxil und Emtricitabin.
  • Das Arzneimittel ist in Deutschland zur Vorbeugung von Infektionen mit Humanen Immundefizienz-Viren (HIV-1) zugelassen.
  • Es liegt ein entwertetes Privatrezept (bedruckt und abgestempelt) einer deutschen Apotheke oder einer ausländischen Versandapotheke vor.

Reichen Sie das entwertete Rezept im Servicezentrum in Ihrer Nähe oder per DAK Scan-App ein. Wir erstatten Ihnen die Kosten schnellstmöglich.

Für Privatverordnungen, die ab dem 01.09.2019 ausgestellt werden, kann eine Erstattung im Rahmen der Satzungsleistung nicht mehr erfolgen, da die HIV-Prophylaxe eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen wird.