Welche Rechte habe ich gegenüber meiner Krankenkasse?

Unterstützung bei Vorgehen gegen einen Behandlungsfehler

Kommt es zu einem Behandlungsfehler oder vermutet der Patient, dass sein Arzt ihm einen gesundheitlichen Schaden zugefügt hat, müssen die Krankenkassen ihren Versicherten bei der Durchsetzung von Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüchen gegen den Behandler oder die Klinik unterstützen. Insbesondere können die Kassen beim medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) ein ärztliches Gutachten in Auftrag geben, durch das festgestellt wird, ob tatsächlich ein Behandlungsfehler vorliegt und ob der Versicherte dadurch geschädigt wurde.

Auskunft auf Kostenübernahme

Die meisten Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen sind vom Gesetz vorgeschrieben. Beantragt ein Versicherter die Übernahme der Kosten für eine Behandlung, müssen die Krankenkassen zügig Auskunft darüber geben, ob sie die Therapie finanzieren. Innerhalb von drei Wochen hat die Kasse zu entscheiden. Ist ihr das ohne ein zusätzliches ärztliches Gutachten nicht möglich, schaltet sie den medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) ein. Dadurch verlängert sich ihre Entscheidungsfrist auf fünf Wochen. Kann die Kasse die Frist nicht einhalten, muss sie das hinreichend begründen. Versäumt sie dies, entsteht automatisch ein Leistungsanspruch des Versicherten: Er kann die beantragte Behandlung in Anspruch nehmen, und die Kasse ist zur Erstattung der daraus entstandenen Kosten verpflichtet.

Andere Fristen gelten nur bei Zahnbehandlungen. Wegen des besonderen und komplexen Gutachterverfahrens ist hier die Kasse verpflichtet, innerhalb von sechs Wochen über einen Antrag auf Kostenübernahme zu entscheiden.

Zuletzt aktualisiert:
Fri Mar 20 09:07:20 CET 2015

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