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Wie erfolgen Fahrkostenübernahme und Fahrkostenerstattung?

Je nachdem, welches Transportmittel Ihr behandelnder Arzt gewählt hat, übernehmen beziehungsweise erstatten wir Ihnen die Kosten wie folgt:

Höhe Ihres Eigenanteils

Der Gesetzesgeber sieht pro Fahrpreis eine Eigenanteilsleistung von 10 Prozent vor. Jedoch mindestens 5 Euro und maximal 10 Euro. Dies gilt auch für die Fahrten Ihrer Kinder. Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie sich von den Zuzahlungen befreien lassen. Mehr Informationen dazu finden Sie in unserer Rubrik Zuzahlungen.

Welche Fahrkosten zahlt meine Krankenkasse?

Diese Fahrten übernehmen wir, sofern Sie zur nächstgelegenen Behandlungsmöglichkeit fahren:

  • Rettungsfahrten ins Krankenhaus
  • Fahrten für vorstationäre Behandlungen: Wenn Sie zum Beispiel vor einer OP zu einer Untersuchung ins Krankenhaus müssen. Wir übernehmen die Kosten an maximal drei Behandlungstagen innerhalb von fünf Tagen.
  • Fahrt zur Aufnahme und Entlassung bei vollstationären Behandlungen
  • Fahrten für nachstationäre Behandlungen im Krankenhaus, wie zum Beispiel für eine Kontrolle nach einer OP. Hierfür übernehmen wir die Kosten für maximal sieben Behandlungstage innerhalb von 14 Tagen.
  • Fahrt zur ambulanten Operation, wenn Ihr Arzt bescheinigt, dass Sie dadurch einen längeren Krankenhausaufenthalt vermeiden.
  • Fahrten bei Serienbehandlungen, wie zum Beispiel zu einer onkologischen Chemo- oder Strahlentherapie
  • Fahrten zur Dialyse
  • Für Fahrten zur ambulanten Behandlung gelten besondere Ausnahmeregelungen.
  • An- und Abreisefahrten zu Ihrer von uns genehmigten Reha.

Außer für Rettungsfahrten müssen Sie vor der Fahrt immer die Verordnung bei uns genehmigen lassen.

In folgenden Fällen dürfen wir Ihre Fahrkosten nicht übernehmen:

  • bei einem Rücktransport aus dem Ausland
  • Voraussetzungen zur ambulanten Behandlung sind nicht erfüllt
  • genehmigungspflichtige Fahrten wurden vor der Fahrt nicht von uns genehmigt
  • zwingender medizinischer Grund liegt nicht vor
  • Kosten der ärztlichen Behandlung werden nicht übernommen
Im Notfall

Falls Sie krank sind, die Praxis Ihres Hausarztes aber bereits geschlossen ist, können Sie sich auch an den ärztlichen Notdienst wenden. Sie erreichen die Ärzte dort unter 116 117.

In lebensbedrohlichen Fällen wählen Sie bitte sofort den Rettungsdienst unter 112.

Wer sind unsere Vertragspartner und welche Transportmittel gibt es?

Die DAK-Gesundheit hat mit vielen Fahrdiensten Verträge abgeschlossen, damit Sie sicher und schnell an Ihr Behandlungsziel kommen. Grundsätzlich haben Sie die freie Wahl unter den Anbietern von Krankentransporten. Gern helfen wir Ihnen und wählen gemeinsam mit Ihnen einen Dienstleister aus. Sie erreichen einen Kundenberater im DAK-Servicezentrum in Ihrer Nähe.

Welches Transportmittel am geeignetsten für Sie ist, entscheidet Ihr Arzt je nach medizinischer Notwendigkeit.

Aus diesen Transportmitteln wählt der Arzt aus:

  • öffentliche Verkehrsmittel
  • PKW
  • Mietwagen (bei Rollstuhltransport)
  • Taxi
  • Krankentransportwagen (bei Notwendigkeit einer medizinischen Betreuung und/oder medizinisch-technischen Ausstattung)
  • Rettungswagen
  • Notarztwagen
  • Rettungshubschrauber

Was brauche ich, um Fahrtkosten erstattet zu bekommen?

  • Ärztliche Verordnung sofern erforderlich
  • Verordnung vor der Fahrt bei uns einreichen
  • Oder: Antrag auf Fahrtkostenerstattung

Welche Voraussetzungen gibt es für die Übernahme Ihrer Fahrkosten?

Je nachdem, welche Gründe für Ihre medizinisch notwendige Fahrt vorliegen, gelten für Sie unterschiedliche Voraussetzungen für die Fahrkostenübernahme durch Ihre Krankenkasse.

Übernahme nur mit ärztlicher Verordnung

Bei diesen Fahrten muss die DAK-Gesundheit Ihre ärztliche Verordnung vor Fahrtantritt genehmigen:

  • Fahrten für Serienbehandlungen, wie zum Beispiel bei einer onkologischen Chemo- oder Strahlentherapie
  • Fahrten zur Dialyse
  • ambulante Fahrten mit dem Krankentransportwagen

Liegen folgende Ausnahmegründe vor, ist bei ambulanten Behandlungen ebenfalls eine Genehmigung Ihrer Verordnung notwendig:

  • Sie haben einen Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen aG, Bl oder H.
  • Sie beziehen Leistungen der Pflegeversicherung für den Grad 4 oder höher.
  • Sie erhalten Leistungen nach dem Pflegegrad 3, weil Sie in Ihrer Mobilität über mindestens sechs Monate eingeschränkt sind.
  • In Einzelfällen gilt dies auch für die mobile Einschränkung analog der Merkzeichen aG, Bl oder H.

Wir prüfen und genehmigen Ihre ärztliche Verordnung so schnell wie möglich. Reichen Sie diese erst nach der Fahrt ein, können wir Ihre Kosten aus rechtlichen Gründen leider nicht mehr übernehmen.

Erhalten Sie für andere Fahrten, die wir nicht aufgelistet haben, eine Verordnung, reichen Sie diese bitte auch vor Fahrtantritt bei uns ein.

Fahrkostenerstattung nach Antrag

Für Fahrten mit dem PKW oder öffentlichen Verkehrsmitteln müssen Sie keine Verordnung bei uns einreichen. Dann füllen Sie bitte nur den Antrag auf Fahrkostenerstattung aus, den Sie auch in jeder DAK-Filiale in Ihrer Nähe erhalten. Hierbei gilt für Sie eine Verjährungsfrist von vier Jahren.