Fahrkosten: Das zahlt die DAK-Gesundheit

Krankenwagen, Taxi, Bus – medizinisch notwendige Fahrkosten übernehmen wir

Sie benötigen ärztliche Hilfe und fahren deshalb mit dem Krankenwagen, einem Taxi oder öffentlichen Verkehrsmitteln zum Arzt oder ins Krankenhaus? Die Fahrkosten dafür übernimmt die DAK-Gesundheit unter bestimmten Voraussetzungen, wenn die Fahrten medizinisch notwendig sind und Sie direkt zur nächst erreichbaren Behandlungsmöglichkeit fahren.

Falls Sie krank sind, die Praxis Ihres Hausarztes aber bereits geschlossen ist, können Sie sich auch an den ärztlichen Notdienst wenden. Sie erreichen die Ärzte dort unter 116 117.

In lebensbedrohlichen Fällen wählen Sie bitte sofort den Rettungsdienst unter 112.

Wann übernimmt die DAK-Gesundheit die Fahrkosten?

Grundsätzlich gilt: Die DAK-Gesundheit übernimmt für Sie die Fahrkosten, sofern es sich um die nächstgelegene Behandlungsmöglichkeit handelt.

Konkret übernehmen wir die Fahrkosten

  • bei Rettungsfahrten ins Krankenhaus

  • bei vorstationären Behandlungen im Krankenhaus, zum Beispiel wenn Sie vor einer Operation zu einer Voruntersuchung ins Krankenhaus müssen. Die DAK-Gesundheit übernimmt die Kosten für die Fahrten zur Untersuchung an maximal drei Behandlungstagen innerhalb von fünf Tagen vor der stationären Behandlung.

  • bei vollstationären Behandlungen im Krankenhaus, und zwar die Fahrt zur Aufnahme und Entlassung.

  • bei nachstationären Behandlungen im Krankenhaus, zum Beispiel wenn Sie nach einer Operation noch einmal zur Kontrolle ins Krankenhaus müssen. Die DAK-Gesundheit übernimmt die Kosten für die Fahrten für maximal sieben Behandlungstagen innerhalb von 14 Tagen. Welches Transportmittel notwendig ist, entscheidet Ihr Arzt und stellt dann eine entsprechende Verordnung aus.

  • für Fahrten zu einer onkologischen Chemo- oder Strahlentherapie.

  • zur Dialyse.

Außer für Rettungsfahrten müssen Sie die Verordnungen für die meisten Fahrten bei uns genehmigen lassen. Für Fahrten zur ambulanten Behandlung gelten besondere Regelungen. Mehr erfahren Sie unter "Verordnung und Genehmigung".

Wann darf die DAK-Gesundheit keine Fahrkosten übernehmen?

Die DAK-Gesundheit darf die Fahrkosten nicht übernehmen, wenn

  • es sich um einen Rücktransport aus dem Ausland handelt.

  • die Voraussetzungen für Fahrten zur ambulanten Behandlung nicht erfüllt sind.

  • die Verordnung von genehmigungspflichtigen Fahrten vor der Fahrt nicht eingereicht wurden.

  • für die Fahrt kein zwingender medizinischer Grund vorliegt, wie zum Beispiel bei Fahrten zum Abstimmen von Terminen, Erfragen von Befunden oder Abholen von Verordnungen.

  • die Kosten der gewählten ärztlichen Behandlung nicht übernommen werden.

Verordnung und Genehmigung

In einigen Fällen müssen wir Ihre ärztliche "Verordnung einer Krankenbeförderung" vorher genehmigen. Dies gilt für Fahrten

  • zur Serienbehandlungen, wie zum Beispiel zur onkologischen Chemo- oder Strahlentherapie
  • zur Dialyse

  • mit dem Krankentransportwagen

Bitte reichen Sie die ärztliche "Verordnung einer Krankenbeförderung" immer vor der Fahrt bei der DAK-Gesundheit ein. Wir prüfen und genehmigen die Fahrt so schnell wie möglich.

Falls Sie Ihre Verordnung erst nach der Fahrt einreichen, müssen wir diese aus rechtlichen Gründen leider ablehnen. Wir dürfen die Fahrkosten in diesen Fällen nicht übernehmen, selbst wenn Sie Anspruch darauf gehabt hätten.

Erhalten Sie für andere als die aufgelisteten Fahrten eine ärztliche Verordnung, reichen Sie uns diese auch gerne ein. Wir helfen Ihnen bei der Organisation.

Fahrten zur ambulanten Behandlung

Die Kosten für Fahrten zur ambulanten Behandlung übernehmen wir, wenn eines der folgenden Merkmale auf Sie zutrifft:

  • Sie sind im Besitz eines Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen „aG“ (außergewöhnliche Gehbehinderung), „Bl“ (Blindheit) oder „H“ (Hilflosigkeit).

  • Sie erhalten Leistungen der Pflegekasse für den Pflegegrad 3 und zusätzlich besteht eine dauerhafte Beeinträchtigung der Mobilität.

  • Sie erhalten Leistungen der Pflegekasse für den Pflegegrad 4 oder 5.

  • Sie waren in der Zeit bis 31.12.2016 in die Pflegestufe 2 eingestuft und wurden ab dem 01.01.2017 mindestens in den Pflegegrad 3 überführt.

Ihr behandelnder Arzt muss bei der Ausstellung der Verordnung außerdem Folgendes beachten:

  • Für die Fahrt liegt ein zwingender medizinischer Grund vor.
  • Die Verordnung erfolgt nach dem Wirtschaftlichkeitsgebot.
  • Die Art des erforderlichen Transportmittels muss vom Arzt geprüft werden.
  • Ihren Gesundheitszustand und die Gehfähigkeit zum Zeitpunkt der Fahrt muss Ihr Arzt ebenfalls überprüfen.

Liegen diese Voraussetzungen vor, wird die Krankenfahrt von uns nicht mehr gesondert genehmigt. Die Genehmigung gilt automatisch als erteilt. Bei der Organisation der Fahrten helfen wir Ihnen gerne. Sie erreichen einen Kundenberater im DAK-Servicezentrum in Ihrer Nähe.

Unsere Vertragspartner

Die DAK-Gesundheit hat mit vielen Fahrdiensten Verträge abgeschlossen, damit Sie sicher und schnell an Ihr Behandlungsziel kommen. Grundsätzlich haben Sie die freie Wahl unter den Anbietern von Krankentransporten. Gern helfen wir Ihnen und wählen gemeinsam mit Ihnen einen Dienstleister aus. Sie erreichen einen Kundenberater im DAK-Servicezentrum in Ihrer Nähe.

Transportmittel

Ihr Arzt entscheidet, welches Fahrzeug sich für Ihre Fahrt am besten eignet. Er achtet dabei darauf, wie gesund und mobil Sie sind. Zwischen diesen Transportmitteln wählt er aus

  • öffentliche Verkehrsmittel

  • PKW

  • Mietwagen, wenn zum Beispiel auch Ihr Rollstuhl transportiert wird oder ein Tragestuhl für Sie ausreichend ist

  • Taxi

  • Krankentransportwagen mit entsprechend medizinisch-technischer Ausstattung oder medizinisch fachlicher Betreuung

  • Rettungswagen

  • Notarztwagen

  • Rettungshubschrauber.

Erstattung der Fahrkosten

Bei öffentlichen Verkehrsmitteln erstatten wir Ihnen die Kosten für ein Ticket der 2. Klasse, wenn Sie die günstigsten Ticket- oder Sparangebote gewählt haben. Fahren Sie mit Ihrem PKW zur Behandlung, erstatten wir Ihnen 20 Cent für jeden Kilometer. Wählen Sie dafür bitte die wirtschaftlichste Strecke zum nächstgelegenen Arzt oder Krankenhaus.

Den Antrag auf Fahrkostenerstattung erhalten Sie in jedem Servicezentrum in Ihrer Nähe oder als PDF in unserer Onlinefiliale „Meine DAK".

Die Kosten für Taxi, Mietwagen, Krankentransport-, Rettungs-, Notarztwagen und Rettungshubschrauber rechnen wir direkt mit dem Transportunternehmen ab. Sollten Sie doch einmal selbst bezahlt haben, reichen Sie uns die bereits bezahlte Rechnung gerne zur Erstattung ein.

Zuzahlungen

Für Fahrkosten, die wir für Sie übernehmen, sieht der Gesetzgeber eine Zuzahlung vor. Die Höhe der Zuzahlung beträgt 10 Prozent des Fahrpreises, mindestens jedoch 5 Euro und maximal 10 Euro. Sie gilt für jede einzelne Fahrt. Auch für die Fahrten Ihrer Kinder müssen Sie sich beteiligen. Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie sich von Zuzahlungen befreien lassen. Mehr dazu erfahren Sie in unserer Rubrik Zuzahlungen.

 

Fahrkosten bei Kuren und Rehabilitation

Übernehmen wir die Kosten für Ihre Kur- oder Rehabilitationsmaßnahme, gilt das auch für die anfallenden Fahrkosten. Wir informieren Sie rechtzeitig, bevor die Kur beginnt. In einigen Fällen erhalten Sie Fahrkarten für öffentliche Verkehrsmittel von uns.

Falls Sie weitere Fragen haben, helfen Ihnen unsere Kundenberater in einem Servicezentrum in Ihrer Nähe gern weiter.

Weitere Informationen erhalten Sie in jedem DAK-Servicezentrum.

Zuletzt aktualisiert:
Thu Feb 07 11:13:17 CET 2019

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