Ersttrimester-Screening: Gendefekt beim ungeborenen Kind erkennen

DAK-Gesundheit erstattet 100 Euro für Ersttrimester-Screening

Das Ersttrimester-Screening können Schwangere zwischen der 11. und der 13. Schwangerschaftswoche durchführen lassen. Das Screening besteht aus einer Nackenfaltenmessung per Ultraschall sowie einer Blutuntersuchung. Die Ergebnisse können Hinweise auf eine Anomalie bei den Chromosomen des Kindes geben. Hierbei handelt es sich allerdings nur um eine Tendenz und keine Diagnose. Erst eine Fruchtwasseruntersuchung verschafft Gewissheit. Die Untersuchung zählt zu den 9 PLUS-Leistungen und wird von der DAK-Gesundheit mit einem Extra-Budget bis maximal 100 Euro erstattet.

Nackenfaltenmessung: Das wird gemacht

Bei der Nackenfaltenmessung, auch Nackentransparenzmessung genannt, misst der Arzt die Dicke der Nackenfalte beim Ungeborenen. Mittels Ultraschall überprüft er, ob sich beim Baby im Nackenbereich unter der Haut übermäßig viel Flüssigkeit angesammelt hat. Eine verdickte Nackenfalte kann ein Hinweis auf eine genetische Veränderung sein.

Neben der Nackenfaltenmessung gehört auch eine Blutuntersuchung zum Ersttrimester-Screening. Hier wird das mütterliche Blut auf die vom Kind stammenden Eiweißstoffe AFP, ß-HCG und Östradiol untersucht. Eine veränderte Konzentration dieser Stoffe kann auf eine Anomalie bei den Chromosomen hindeuten.

Wie aussagekräftig ist die Nackenfaltenmessung?

Die Blutwerte, das Ergebnis der Nackenfaltenmessung und das Alter der Mutter ermöglichen dem Arzt, ein individuelles Risiko für Chromosomenabweichungen zu errechnen. Beim Ergebnis des Ersttrimester-Screenings handelt es sich also um keine Diagnose, sondern lediglich um die Wahrscheinlichkeit für Fehlentwicklungen beim Ungeborenen.

Nackenfaltenmessung ermittelt eine Tendenz, keine Diagnose

Ein auffälliger Befund bei der Nackenfaltenmessung bedeutet also nicht zwingend, dass beim Kind beispielsweise eine Trisomie 21 (Down-Syndrom) vorliegt. Ein individuelles Risiko von 1:200 besagt lediglich, dass eine von 200 Frauen mit diesem Befund ein Baby mit Chromosomenanomalie zur Welt bringen würde. Im Umkehrschluss bedeutet es aber auch, dass 199 Frauen Kinder mit einem vollkommen normalen Chromosomensatz bekommen.

Eine sichere Diagnose liefert eine Fruchtwasseruntersuchung. Schwangere, bei denen das Ersttrimester-Screening einen erhöhten Risikowert ergeben hat, können sich mit der Untersuchung des Fruchtwassers Gewissheit verschaffen.

DAK-Gesundheit übernimmt die Kosten der Nackenfaltenmessung

Das Ersttrimester-Screening gehört nicht zu den klassischen Vorsorgeuntersuchungen für Schwangere. Versicherten der DAK-Gesundheit stehen allerdings 100 Euro für zusätzliche 9 PLUS-Leistungen in der Schwangerschaft zur Verfügung. Falls Sie also ein Ersttrimester-Screening durchführen lassen möchten, helfen Ihnen unsere Kundenberater vor Ort gerne weiter und beraten zur Kostenübernahme.

Im Rahmen der 9 PLUS-Leistungen bezuschusst die DAK-Gesundheit ausschließlich das Ersttrimester-Screening. Die Kosten für andere Gentests wie beispielsweise den Praenatest, den Prenatalis-Test, den Panoramatest oder den Harmony-Test werden nicht übernommen.

Alle 9 PLUS-Leistungen im Überblick

Zuletzt aktualisiert:
Thu Jan 31 15:19:19 CET 2019

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