Die Versichertenkarte

Praktisch sind sie zweifellos, die kleinen Plastikkärtchen. Viele Patienten schätzen insbesondere, dass sie ohne Überweisung einen Spezialisten aufsuchen können. Auch das Einholen einer zweiten Meinung ist problemlos durch Vorlage der Versichertenkarte möglich.

Allerdings steigt seit der Einführung der Chipkarte die Zahl der Arztbesuche und es werden häufiger Fachärzte aufgesucht. Die Folge ist, dass die Kosten in die Höhe schnellen und damit Ihre Beiträge.

Abbildung der elektronischen Gesundheitskarte
Nutzen Sie deshalb Ihre Versichertenkarte verantwortungsbewusst. Bedenken Sie, dass jeder zusätzliche Arztbesuch Mehrkosten verursacht. Gehen Sie außerdem sorgfältig mit Ihrer Versichertenkarte um. Vergessen Sie nicht, dass die Chipkarte bares Geld wert ist und dass damit Arztleistungen quasi gekauft werden. Darin unterscheidet sie sich nicht von Ihren Scheck- und Kreditkarten.

Kosten & Abrechnung

Es ist Ihr Geld – und Ihre Gesundheit

Vermeidbare Kosten und auch Gesundheitsbelastungen entstehen durch überflüssige und doppelte Untersuchungen und Behandlungen. So halten Fachleute mindestens ein Drittel aller Röntgenaufnahmen für unnötig.

  • Achten Sie mit darauf, dass Doppeluntersuchungen vermieden werden. Fragen Sie nach, wenn Sie Zweifel haben, ob eine Untersuchung oder Behandlung wirklich medizinisch notwendig ist.
  • Lassen Sie alle Röntgenuntersuchungen in den "Röntgen-Pass" eintragen. Denn alte Röntgen-Aufnahmen können vom weiterbehandelnden Arzt im Original angefordert werden.

Privatabrechnung statt Behandlung mit der Versichertenkarte?

Anstelle der Behandlung auf die Versichertenkarte können Versicherte die Privatabrechnung mit nachträglicher Kostenerstattung durch die DAK-Gesundheit wählen. Möglicherweise schlägt der Arzt Ihnen diese Regelung auch vor. Diese gesetzliche Regelung hat bei einigen Patienten zu Verunsicherung geführt.

  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Nur Sie als Patient haben das Wahlrecht. Es liegt allein an Ihnen, ob Sie sich für Kostenerstattung oder Behandlung mit der Versichertenkarte entscheiden. Umgekehrt dürfen Ärzte nicht auf einer Privatrechnung bestehen oder gar eine Behandlung auf Versichertenkarte verweigern.
  • Wenden Sie sich an Ihre DAK-Gesundheit, wenn der Arzt Sie nur auf Privatrechnung behandeln will.
  • Lassen Sie sich nicht verunsichern. Ihr Arzt muss Sie immer nach dem neuesten Stand der medizinischen Erkenntnisse behandeln, ob mit Versichertenkarte oder Kostenerstattung. Eine gute medizinische Betreuung ist also in jedem Fall gewährleistet.

Behandlung

Auf der sicheren Seite – Behandlung mit der Versichertenkarte

Mit der Behandlung auf Versichertenkarte sind für Sie wichtige Vorteile verbunden:

  • Mit der Abrechnung der Leistungen haben Sie nichts zu tun und Sie müssen die Rechnung nicht überprüfen. Dies erledigt die DAK-Gesundheit für Sie.
  • Sie müssen keine Vorauszahlungen leisten.
  • Sie brauchen keine zusätzlichen Kosten zu befürchten.

Bei der Kostenerstattung können Sie Ihre eigene Belastung dagegen nur schwer kalkulieren. Denn bei der Privatabrechnung rechnet der Arzt nach einer anderen Gebührenordnung ab und darf zudem ein Mehrfaches des einfachen Gebührensatzes berechnen. Die DAK-Gesundheit darf Ihnen jedoch nur den Betrag der Ersatzkassengebührenordnung erstatten, den sie für die Behandlung auf Versichertenkarte gezahlt hätte. Die Differenz geht zu Ihren Lasten. In der Regel entstehen selbst bei der Berechnung nach dem einfachen Satz der Gebührenordnung erhebliche Eigenbelastungen.

Zusätzliche Kosten kommen bei der Privatabrechnung auf Sie zu, wenn der Arzt Leistungen in Rechnung stellt, die medizinisch nicht notwendig sind. Auch diese darf die DAK-Gesundheit nicht übernehmen.

  • Sprechen Sie zuerst mit der DAK-Gesundheit, wenn Sie eine Privatabrechnung wünschen. Wir beraten Sie über zulässige Leistungen und Gebührensätze und informieren Sie über Folgen und Risiken einer Kostenerstattung.
  • Wenden Sie sich an die DAK-Gesundheit, falls Unklarheiten bei der Arztrechnung bestehen. Begleichen Sie die Summe nicht vorab, damit Sie nicht auf überhöhten Kosten sitzen bleiben.

eGK (Elektro­nische Gesund­heits­karte)

Die herkömmliche Versichertenkarte ist deutschlandweit zum 1. Januar 2014 durch die neue elektronische Gesundheitskarte abgelöst worden, die ein Foto des Besitzers enthält und für viele innovative Funktionen ausgerüstet ist. Mehr Informationen zur neuen Versichertenkarte finden Sie auf den Seiten über die elektronische Gesundheitskarte.

Zuletzt aktualisiert:
Wed Apr 06 12:07:33 CEST 2016

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