Krankenhauszimmer: Mutter hält einen Blumenstrauß. Die Kinder sitzen mit dem Vater auf dem Bett.

Im Krankenhaus

Auch bei Krankenhäusern gilt das Prinzip der freien Wahl. Als Mitglied der DAK-Gesundheit haben Sie Anspruch auf die Bezahlung einer vollstationären Behandlung in einem zugelassenen Krankenhaus. Ob das gewählte Krankenhaus zugelassen ist, kann Ihnen das Servicezentrum der DAK-Gesundheit in Ihrer Nähe mitteilen. In Deutschland sind die meisten Krankenhäuser allerdings zugelassen. Außerdem ist das Krankenhaus verpflichtet, Sie auf eine Nichtzulassung vor Beginn der Behandlung hinzuweisen, da diese von der DAK-Gesundheit und allen anderen gesetzlichen Krankenkassen nicht bezahlt werden darf.

Einweisung

Für die Auswahl des Krankenhauses gilt in der Regel das in der ärztlichen Einweisung genannte. Wenn Sie die Behandlung in einem anderen Krankenhaus wünschen, können Ihnen unter Umständen damit verbundene Mehrkosten, wie höhere Fahrt- oder Klinikkosten in Rechnung gestellt werden. Sprechen Sie daher vor Behandlungsbeginn mit Ihrer DAK-Gesundheit, um Probleme rund um die Kostenerstattung im Vorhinein zu vermeiden.

Wegen ihres Versorgungsauftrages haben Krankenhäuser eine Aufnahme- und Behandlungspflicht. Eine Ablehnung darf nur in Ausnahmefällen erfolgen, zum Beispiel wenn trotz eingehender Prüfung kein Platz zu finden ist.

Immer wieder kommt es zu Einweisungen ins Krankenhaus, die aus medizinischen Gründen nicht erforderlich sind. Bei älteren Menschen etwa, weil die häusliche Pflege nicht gesichert ist, oder wenn eine Behandlung auch ambulant in der Praxis oder in der Tagesklinik möglich wäre. Selbst Operationen werden teilweise ambulant durchgeführt. Fragen Sie daher Ihren Arzt, ob Sie auch in der Praxis oder in der Tagesklinik behandelt werden können. Durch häusliche Pflege kann für ältere Menschen häufig ein Krankenhausaufenthalt vermieden werden. Ihre DAK-Gesundheit informiert Sie gerne über die Möglichkeiten der Häuslichen Krankenpflege.

Kranken­h­aus­be­hand­lungs­vertrag

Mit der Unterschrift auf dem Aufnahmeformular schließen Sie auch mit dem Krankenhaus einen Vertrag und erkennen damit die Krankenhausbedingungen an. Nicht alles, was Ihnen vorgelegt wird, ist aber auch rechtens. Das gilt für Standardklauseln, wonach Sie auf Aufklärung verzichten ebenso wie für den Ausschluss einer Haftung bei Fahrlässigkeit oder eine nachträgliche Erhöhung der Pflegekosten. Krankenhausbedingungen, die rechtsunwirksam sind, haben auch keine Gültigkeit.

  • Lesen Sie sich das komplette Formular, auch das "Kleingedruckte", vor der Unterschrift möglichst sorgfältig durch.
  • Bitten Sie einen Angehörigen oder einen Freund um Hilfe, wenn Sie dazu nicht in der Lage sind. Zögern Sie nicht, Klauseln, die Ihnen unzumutbar erscheinen, zu streichen.
  • Lassen Sie sich eine Kopie des Vertrags aushändigen.

Im Krankenhaus

Eine Klinik ist kein "Luxushotel" und frühes Wecken, die Lautstärke von Bettnachbarn oder Besuchern können genauso unangenehm sein wie Personal unter Zeitdruck oder ein fades Essen. So unvermeidlich manches sein mag, alles müssen Sie nicht hinnehmen. An die Hausordnung jedoch müssen Sie und Ihre Besucher sich halten.

  • Sprechen Sie Probleme offen und sachlich an. Oft lässt sich so mit den Betroffenen eine einvernehmliche Lösung finden.
  • Die Stationsschwester kann als nächster Ansprechpartner behilflich sein.
  • Wenn Sie auf taube Ohren stoßen, können Sie sich an die Vorgesetzten wenden oder sich notfalls bei der Krankenhausverwaltung beschweren. Unterstützung finden Sie auch bei den Patienten-Fürsprechern, die es allerdings nicht in allen Kliniken gibt.

Der Krankenhausträger muss dafür sorgen, dass

  • jederzeit ausreichend qualifiziertes Personal eingesetzt ist sowie die Weisungsbefugnisse und Vertretungsregelungen eindeutig sind,
  • die notwendigen medizinischen Geräte vorhanden und funktionstüchtig sind,
  • die Hygienebestimmungen beachtet werden und
  • Ihre Wertsachen – auch bei Notfalleinlieferungen – sicher aufbewahrt werden.

Entlassung

Die vollstationäre Behandlung im Krankenhaus darf nach den geltenden Gesetzen nur so lange erfolgen, wie sie medizinisch notwendig ist und nicht durch andere Behandlungsformen im Krankenhaus selber oder durch die Behandlung durch einen ambulanten Arzt ersetzt werden kann. Da ein Krankenhausaufenthalt in der Regel für die Patienten eine Belastung darstellt, sollten Sie, wenn Sie sich gesundheitlich wieder gut fühlen, den Arzt auf eine mögliche Entlassung ansprechen.

Sollten Sie den Verdacht haben, dass Sie länger im Krankenhaus verweilen sollen als es für den Genesungsprozess notwendig wäre, sollten Sie den zuständigen Arzt hierauf ebenfalls ansprechen. Bitten Sie den Arzt um eine Erklärung, welche Gründe gegen eine Entlassung sprechen, und erkundigen Sie sich, ob Nachuntersuchungen ohne einen stationären Aufenthalt im Krankenhaus erfolgen können. Ebenso sollten Sie nachhaken, wenn Sie während Ihres Aufenthaltes im Krankenhaus das Gefühl haben, unnötig lange auf Untersuchungen oder Behandlungen warten zu müssen oder wenn sich eine Nachsorge unerwartet verschiebt. Fragen Sie nach den Gründen und lassen Sie sich bei Problemen von Ihrer DAK-Gesundheit unterstützen.

Aus der Klinik entlassen. Und dann?

Wir unterstützen Sie beim Gesundwerden! Brauchen Sie beispielsweise im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt einen Facharzttermin, ein Hilfsmittel oder Auskünfte rund um das Thema Pflege? Um Ihnen einen reibungslosen Ablauf nach Ihrem Krankenhausaufenthalt zu ermöglichen, soll alles Notwendige noch während des stationären Aufenthaltes geplant und organisiert werden. Wir unterstützen Sie gern bei der Planung Ihrer Entlassung. Wenden Sie sich einfach an Ihren Berater im DAK-Servicezentrum oder in unserem DAK Beraterchat.

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Aus der Klinik entlassen - und dann?

Zuletzt aktualisiert:
Mon Dec 14 16:43:29 CET 2015

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