Empfohlene Impfungen: Der Impfpass dokumentiert die Impfvorgänge

Empfohlene Impfungen: Die wichtigsten Impfungen auf einen Blick

Gegen diese Krankheiten sollten Sie sich impfen lassen

Empfohlene Impfungen – welche sind das eigentlich? Immer wieder kursieren in den Medien diverse Impf-Aussagen. Da kann man schon mal den Überblick über die unterschiedlichen Impf-Empfehlungen verlieren. Wir präsentieren Ihnen hier Auszüge der Standardimpfungen basierend auf den Angaben der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut. Basis für die Kostenübernahme ist die Schutzimpfungsrichtlinie des G-BA. Dort finden Sie auch detailliertere Informationen zu den einzelnen Impfstoffen.

Empfohlene Impfung: Diphterie


Grundimmunisierung im Alter von zwei bis vier Lebensmonaten sowie zwischen dem elften und 14. Lebensmonat. Auffrischimpfungen werden im Alter von fünf bis sechs Lebensjahren und neun bis 17 Lebensjahren empfohlen. Weitere Auffrischimpfungen ab dem 18. Lebensjahr erfolgen jeweils zehn Jahre nach der letzten vorangegangenen Dosis.

Personen, die eine fehlende oder unvollständige Grundimmunisierung aufweisen oder deren letzte Impfung der Grundimmunisierung oder letzte Auffrischimpfung länger als zehn Jahre zurückliegt, wird ebenfalls empfohlen sich impfen zu lassen.

Achtung Zecke: FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis durch Zeckenbisse)


Die FSME-Impfung wird für Personen empfohlen, die in FSME-Risikogebieten innerhalb Deutschlands Zeckenbissen ausgesetzt sind (gemäß den aktuellen FSME-Risikogebieten, die im Epidemiologischen Bulletin des Robert Koch-Instituts veröffentlicht sind).

Unbedingt impfen lassen: Haemophilus influenzae Typ b (Hib)


Eine Grundimmunisierung wird im Alter von zwei bis vier Lebensmonaten sowie zwischen dem elften und 14. Lebensmonat empfohlen.

Schützen mit einer Hepatitis A (HA) Impfung


Diese Impfung wird folgendem Personenkreis empfohlen:

  • homosexuell aktiven Männern
  • Personen mit substitutionspflichtiger Hämophilie (Bluterkrankheit)
  • Personal und Bewohner in psychiatrischen Einrichtungen oder vergleichbaren Fürsorgeeinrichtungen für Zerebralgeschädigte oder Verhaltensgestörte
  • Personen mit einer chronischen Leberkrankheit

Empfohlene Impfung für alle: Hepatitis B (HB)


Grundimmunisierung im Alter von zwei bis vier Lebensmonaten sowie zwischen dem elften und 14. Lebensmonat. Zur Grundimmunisierung aller noch nicht geimpften Jugendlichen beziehungsweise Komplettierung eines unvollständigen Impfschutzes wird eine Impfung im Alter von neun bis 17 Lebensjahren empfohlen.
Im Erwachsenenalter empfiehlt die STIKO eine Impfung gegen Hepatitis B besonders gefährdeten Personengruppen, die in den STIKO-Empfehlungen konkret genannt sind. Dazu zählen zum Beispiel unter anderem HIV-Positive, Kontaktpersonen zu an Hepatitis B erkrankten Personen, Dialysepatienten, Personal von medizinischen Einrichtungen und Ersthelfer. Eine entsprechende Risikobeurteilung sollte aber zusätzlich immer individuell durch den Arzt erfolgen.

Empfohlene Impfung: Humane Papillomviren (HPV)


Empfohlen für Mädchen im Alter von neun bis 17 Jahren.

Empfohlene Standardimpfung: Influenza


Eine Standardimpfung, die allen Personen über 60 Jahren empfohlen wird. Außerdem sollten sich während der Influenzasaison Schwangere impfen lassen. Die Influenza-Impfung wird auch Personen empfohlen, die einer erhöhten gesundheitlichen Gefährdung infolge eines Grundleidens ausgesetzt sind. Ein Beispiel sind chronische Krankheiten der Atmungsorgane. Auch Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen und Beschäftigte im medizinischen Bereich sollten sich impfen lassen. Für Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren wird Nasenspray anstelle einer Spritze empfohlen.

Keine Kinderkrankheit: Masern


Empfohlene Immunisierung beginnend mit der ersten Impfdosis zwischen dem elften und 14. Lebensmonat und Abschluss mit der zweiten Impfdosis vor Ende des zweiten Lebensjahrs. Bei einer Aufnahme in eine Gemeinschaftseinrichtung vor dem oben genannten Impftermin erfolgt die Impfung schon mit neun Monaten.
Einmalige Impfung vorzugsweise mit einem MMR-Impfstoff für nach 1970 geborene Personen, die ...
• mindestens 18 Jahre alt sind
• ungeimpft sind
• in der Kindheit nur einmal geimpft wurden
• einen unklaren Impfstatus haben

Rechtzeitig schützen vor Hirnhautentzündung (Meningokokken)


Eine Immunisierung wird im zweiten Lebensjahr empfohlen.
Das gilt auch für Menschen mit bestimmten Immundefekten wie zum Beispiel Komplement-/Properdindefekte, Hypogammaglobulinämie, Asplenie.

Empfohlene Impfung: Mumps


Immunisierung beginnend mit der ersten Impfdosis zwischen dem elften und 14. Lebensmonat und Abschluss mit der zweiten Impfdosis vor Ende des zweiten Lebensjahrs.

Keuchhusten-Schutz: Impfung wird empfohlen (Pertussis)


Eine Grundimmunisierung wird im Alter von zwei bis vier Lebensmonaten sowie zwischen dem elften bis 14. Lebensmonat empfohlen. Auffrischimpfungen erfolgen im Alter von fünf bis sechs Lebensjahren und im Alter von neun bis 17 Jahren. Erwachsenen wird empfohlen, sich bei der nächsten fälligen Tetanus- und Diphterie-Auffrischung zusätzlich gegen Keuchhusten impfen zu lassen.

Achtung Lungenentzündung: Empfohlen wird die Pneumokokken-Impfung


Bei Babys gilt das 2+1-Impfschema: Demnach benötigen Säuglinge zwei Grundimmunisierungen im Alter von zwei bis vier Lebensmonaten sowie zwischen dem elften und 14. Lebensmonat plus eine Auffrisch-Impfung mit einem Pneumokokken-Konjugatimpfstoff. Personen über 60 Jahre erhalten eine einmalige Impfung. Eine Indikationsimpfung betrifft bestimmte Personen, die zum Beispiel unter Immundefekten oder an bestimmten chronischen Erkrankungen leiden.

Gut geschützt gegen Kinderlähmung: Impfung gegen Poliomyelitis


Eine Grundimmunisierung wird im Alter von zwei bis vier Lebensmonaten sowie zwischen dem elften und 14. Lebensmonat empfohlen. Eine Auffrischimpfung erfolgt im Alter von neun bis 17 Lebensjahren. Allen Personen, denen eine Grundimmunisierung fehlt oder bei denen sie unvollständig ist, wird eine einmalige Auffrischimpfung empfohlen.

Vorsicht Rotaviren: Schon die Kleinsten impfen lassen


Grundimmunisierung im Alter von sechs bis zwölf Wochen sowie zwischen dem zweiten und vierten Lebensmonat. Je nach Impfstoff sollte die Impfserie nach Möglichkeit bis zur 16. beziehungsweise bis zur 20./22. Lebenswoche abgeschlossen sein – allerspätestens aber bis zum Alter von 24 beziehungsweise 32 Wochen.

Schutz vor Röteln


Empfohlen wird eine Immunisierung beginnend mit der ersten Impfdosis zwischen dem elften und 14. Lebensmonat. Der Abschluss erfolgt mit der zweiten Impfdosis vor Ende des zweiten Lebensjahrs.

Immer wieder und für alle wichtig: die Standardimpfung Tetanus


Eine Grundimmunisierung wird im Alter von zwei bis vier Lebensmonaten sowie zwischen dem elften und 14. Lebensmonat empfohlen. Auffrischimpfungen erfolgen im Alter von fünf bis sechs Lebensjahren und von neun bis 17 Lebensjahren. Weitere Auffrischimpfungen ab dem 18. Lebensjahr erfolgen jeweils zehn Jahre nach der letzten vorangegangenen Dosis.

Eine Impfung bei fehlender oder unvollständiger Grundimmunisierung wird empfohlen, wenn die letzte Impfung der Grundimmunisierung länger als zehn Jahre oder die letzte Auffrischimpfung länger als zehn Jahre zurückliegt. Eine begonnene Grundimmunisierung sollte vervollständigt werden. Die Auffrischimpfungen erfolgen in einem zehnjährigen Intervall.

Schutz vor Windpocken: Impfung gegen Varizellen


Es wird empfohlen, die Windpocken-Immunisierung mit der ersten Impfdosis zwischen dem elften und 14. Lebensmonat zu beginnen und mit der zweiten Impfdosis vor Ende des zweiten Lebensjahrs abzuschließen. Für ungeimpfte neun- bis 17-jährige Jugendliche, die bislang nie an Windpocken erkrankt waren, erfolgt die Standardimpfung ebenfalls. Nachimpfungen werden Kindern und Jugendlichen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr empfohlen, die bislang nur einmal geimpft sind. Auch seronegativen Frauen mit Kinderwunsch – also Frauen, die keine Antikörper gegen dieses Windpocken-Antigen haben – wird eine Impfung empfohlen.


Abgesehen von diesen Standardimpfungen werden Menschen mit besonderen Grunderkrankungen oder in besonderen Situationen andere Impfungen empfohlen. Diese sogenannten Indikationsimpfungen werden ebenfalls von der DAK-Gesundheit bezahlt. Mehr darüber erfahren Sie in unserem Kostenüberblick. Zudem können Sie sich gern an Ihren Kundenberater vor Ort wenden. Nachlesen können Sie die gesamten Impf-Empfehlungen detailliert in der „Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses über Schutzimpfungen“.

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Zuletzt aktualisiert:
Thu Feb 11 10:19:13 CET 2016
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