Arzt telefoniert mit einem schnurlosen Telefon. Im Hintergrund unscharf zwei Ärzte die sich beraten.

Das Verhältnis zwischen Arzt und Patient

Den richtigen Arzt zu finden, ist gar nicht so einfach. Bei der Arztwahl spielen viele, zum Teil ganz persönliche und kaum messbare Faktoren eine Rolle. Neben der fachlichen Qualifikation muss natürlich auch die menschliche Seite stimmen. Am wichtigsten ist dabei, dass Sie Ihrem Arzt vertrauen!

Vertrau­ens­ver­hältnis

Verlassen Sie sich ruhig auf Ihr Gefühl, wenn Sie "Ihren" Arzt suchen:

  • Haben Sie den Eindruck, dass Ihr Arzt Sie als Mensch achtet und als mündigen Patienten und gleichberechtigten Partner akzeptiert?
  • Informiert er Sie ausführlich und verständlich über die Diagnose und unterschiedliche Therapiemöglichkeiten? Berücksichtigt er Ihre Wünsche bei der Wahl der Therapie?
  • Wie reagiert er, wenn Sie Fragen haben, wenn Sie Zweifel oder eine andere Meinung äußern?

Bei Ihrer Suche können Sie auch die "Gelben Seiten" zu Rate ziehen. Behilflich sein können auch Kassenärztliche Vereinigungen, die Ärztekammer oder ein Arzt Ihres Vertrauens, außerdem gute Freunde oder Selbsthilfegruppen. Letztlich aber können nur Sie selbst entscheiden. Zuallererst sollten Sie daher überlegen, welche Gesichtspunkte für Sie selbst wichtig sind.

Atmosphäre & Organi­sation

Eine angenehme Atmosphäre in der Praxis und eine gute Organisation können ebenfalls dazu beitragen, dass Sie sich wohlfühlen. Mögliche Hinweise sind:

  • kurze Wartezeiten
  • Ihr Arzt nimmt sich ausreichend Zeit für komplizierte Behandlungen oder für die Besprechung von wichtigen persönlichen Problemen
  • die Praxis ist ansprechend eingerichtet
  • die Angestellten sind freundlich und hilfsbereit.

Kompetenz

Als Laie sollten Sie dem Arzt nicht "ins Handwerk pfuschen", aber es gibt Anhaltspunkte, die als Leitfaden für Ihre Beurteilung dienen können:

  • Berücksichtigt Ihr Arzt bei der Diagnose und Behandlung Ihre persönlichen Lebensumstände - zu Hause und am Arbeitsplatz?
  • Arbeitet Ihr Arzt mit anderen medizinischen Fachleuten zusammen? Überweist er Sie an Spezialisten oder holt dort fachlichen Rat ein, wenn er an seine eigenen Grenzen stößt?
  • Prüft Ihr Arzt den Behandlungserfolg und erkundigt er sich nach Nebenwirkungen der verschriebenen Medikamente?
  • Lässt er Ihnen ausreichend Bedenkzeit?

Vergessen Sie nicht Ihr eigenes Verhalten. Respekt Ihrerseits gegenüber dem Arzt, eine wahrheitsgemäße Darstellung Ihrer Erkrankung oder eine offene Rückmeldung über den Erfolg der Behandlung und Ihre Reaktionen tragen mit Sicherheit zu einer vertrauensvollen Beziehung bei. Denken Sie auch darüber nach, wie Sie Ihren Heilungsprozess selbst aktiv unterstützen können. Eine Umstellung der Ernährung oder eine Änderung Ihres Verhaltens im Alltag, zum Beispiel durch mehr Bewegung, kann vielfach nützlich sein.

Praxis­besuch

Der Arzt ist verpflichtet, die vereinbarten Termine einzuhalten. Länger als 30 Minuten sollte die Wartezeit nicht dauern. Andernfalls müssen Sie informiert werden, zum Beispiel wenn ein akuter Notfall behandelt werden muss.

  • Fragen Sie bei längeren Wartezeiten nach und drängen Sie notfalls auf eine zügige Behandlung.

Umgekehrt sollten auch Sie pünktlich sein. Können Sie aber einen Termin nicht wahrnehmen, hat der Arzt normalerweise keinen Anspruch auf ein Honorar. Dennoch sollte es für Sie selbstverständlich sein, den Termin abzusagen.

Zuletzt aktualisiert:
Mon Mar 23 10:04:19 CET 2015

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