Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung: die richtige Adresse für Ihre Krankmeldung

Worum Sie sich im Krankheitsfall kümmern müssen

Sie sind krank und haben eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung von Ihrem Arzt bekommen? Zunächst einmal wünschen wir Ihnen Gute Besserung und hoffen, dass es Ihnen schnell wieder besser geht. Wir erklären Ihnen auf dieser Seite, wohin Sie die von Ihrem Arzt erhaltene Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung schicken müssen und welche Fristen Sie dabei beachten sollten, um keine finanziellen Einbußen zu riskieren.

Video: Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

Wann brauche ich eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung?


Wenn Sie krank sind und deshalb Ihrer Arbeit nicht nachgehen können, benötigen Sie grundsätzlich eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung von Ihrem Arzt, die Sie bei der Krankenkasse einreichen. Diese ist nämlich Voraussetzung dafür, dass Sie im Krankheitsfall Anspruch auf Entgeltfortzahlung oder Krankengeld der Krankenkasse haben. Meistens müssen Sie Ihre Krankmeldung der Krankenkasse und Ihrem Arbeitgeber aber nur vorlegen, wenn Sie Ihrer Arbeit länger als drei Tage fernbleiben. Ihr Arbeitgeber kann von dieser Regelung allerdings abweichen. Nehmen Sie daher im Krankheitsfall auf jeden Fall Kontakt zu ihm auf.

Aus was besteht eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung?

Seit 2016 besteht die AU-Bescheinigung aus drei Durchschlägen. Das Original ist für die Krankenkasse bestimmt, der erste Durchschlag ist für Ihren Arbeitgeber oder das Arbeitsamt gedacht. Den zweiten behalten Sie für Ihre Unterlagen und das letzte Exemplar verbleibt beim Arzt. Hinzukommt, dass es seit 2016 keinen gesonderten Krankengeldauszahlschein mehr gibt. Stattdessen reicht nun ein Kreuz des Arztes auf der AU-Bescheinigung, wenn er davon ausgeht, dass Ihre Lohn- oder Gehaltszahlung nun endet und Sie Krankengeld erhalten.

Wann muss ich meine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung spätestens bei meinem Arbeitgeber abgeben?


Sie müssen Ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung üblicherweise am dritten Tag einer Erkrankung bei Ihrem Arbeitgeber vorlegen. Manchen Arbeitgebern genügt die Vorlage auch erst am vierten Krankheitstag. Ihr Arbeitgeber darf Sie aber auch auffordern, Ihre AU-Bescheinigung schon früher einzureichen. Daher empfehlen wir Ihnen dies im Vorfeld in Ihrem Unternehmen abzustimmen, bevor sie krank werden.

Wann muss ich meine AU-Bescheinigung bei der Krankenkasse abgeben?


Als Ihre Krankenkasse benötigen wir Ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen innerhalb einer Woche nach deren Ausstellung. So geht Ihr Krankengeldanspruch nicht verloren. In der Regel erhalten Sie Krankengeld im Anschluss an Ihre Lohn- oder Gehaltsfortzahlung. Das müssen Sie jedoch nicht gesondert beantragen. Wenn Sie Ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen bei der DAK-Gesundheit einreichen, prüfen wir automatisch, ob Sie Anspruch auf Krankengeld haben. Bitte beachten Sie hierbei, dass Sie Ihre Arbeitsunfähigkeit lückenlos nachweisen. Das bedeutet, dass Ihre Folge-Krankschreibung direkt an die vorherige Krankschreibung anschließen muss. Bei Wochenenden reicht die erneute Krankschreibung am nächsten Werktag aus. Übrigens: Die ungefähre Höhe Ihres Krankengeldes können Sie mit Hilfe unseres Krankengeldrechners selbst ausrechnen.

Wo kann ich meine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung hinschicken oder abgeben?


Ihre AU-Bescheinigung können Sie uns gerne per Post an die für Ihr Bundesland zutreffende Adresse schicken. Dort wird sie elektronisch erfasst. Vorteil: Sie steht uns sofort zur Verfügung und kann umgehend bearbeitet werden. Sie können Ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung aber natürlich auch in einem Servicezentrum in Ihrer Nähe abgeben.

Bitte informieren Sie uns außerdem auch,

  • wenn Ihr Beschäftigungsverhältnis während oder vor der Arbeitsunfähigkeit beendet wurde. In diesem Fall kann auch Ihre Lohn- oder Gehaltsfortzahlung vor Ablauf der sechs Wochen enden, sodass Sie früher Krankengeld erhalten.
  • wenn Sie innerhalb der ersten vier Wochen Ihres Beschäftigungsverhältnisses erkrankt sind. In diesem Fall haben Sie noch keinen Anspruch auf Lohn- oder Gehaltsfortzahlung, sodass wir Ihren Krankengeldanspruch sofort prüfen.
  • wenn Sie einen Arbeitsunfall erlitten haben. In diesem Fall prüfen wir, ob der gesetzliche Unfallversicherungsträger die Kosten für Ihre Behandlung übernimmt.

Sollten Sie Krankengeld erhalten, werden wir Sie rechtzeitig und ausführlich über den weiteren Ablauf informieren.

Muss ich mich gesundschreiben lassen?

Nein. Wer wieder fit ist, kann arbeiten – auch wenn er eigentlich noch krankgeschrieben ist. Der Arzt muss die Krankschreibung nicht aufheben. Der Versicherungsschutz besteht trotzdem. Wer arbeiten will, sollte aber vorher mit seinem Chef sprechen – falls unterwegs etwas passieren sollte, steht dann außer Frage, dass es ein Arbeitsunfall ist. Vorgesetzte wiederum sollten ganz sicher sein, dass ihre Angestellten auch wirklich fit sind, sonst verletzen sie ihre Fürsorgepflicht.

Ist Ihre Arbeitsunfähigkeit beendet, können Sie sich hier bei uns wieder gesund melden.

Sie haben noch Fragen? Dann rufen Sie uns gerne an oder kontaktieren Sie uns über unseren DAK Beraterchat!

Zuletzt aktualisiert:
Fri Mar 24 09:58:22 CET 2017