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Zusätzliche Ultraschalluntersuchungen

Neben den drei regulären Screenings können Sie zusätzliche Ultraschalluntersuchungen in Anspruch nehmen. Die sogenannten Fein- oder Organscreenings finden zwischen der 20. und 22. Schwangerschaftswoche statt. Bei einer unauffälligen Schwangerschaft sind diese medizinisch nicht notwendig und zählen deshalb zu den individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL). Um noch besser über den Gesundheitszustand Ihres Kindes informiert zu sein, können Sie ein solches Screening jedoch als Zusatzleistung wählen. Meist wird ein Feinscreening mithilfe eines 3D- oder sogar 4D-Ultraschall gemacht. Im Rahmen der 9 PLUS-Leistungen erstattet die DAK-Gesundheit die Kosten zusätzlicher Ultraschalluntersuchungen bis zu einem Wert von 100 Euro.

Wie bekomme ich bis zu 100 Euro erstattet?

  • 9 PLUS-Leistung auswählen
  • Beim Arzt behandeln lassen
  • Arzt-Rechnung der DAK-Gesundheit vorlegen

Ersttrimester-Screening

Zwischen der 11. und 13. Schwangerschaftswoche kann Ihr Arzt ein Ersttrimester-Screening durchführen. Bestandteil des Screenings ist die Nackenfaltenmessung. Die Untersuchung zählt zu den 9 PLUS-Leistungen und wird von der DAK-Gesundheit mit einem Extra-Budget bis maximal 100 Euro erstattet. Mittels Ultraschall misst der Arzt die Dicke der Nackenfalte des ungeborenen Babys. Eine verdickte Nackenfalte, das Alter der Mutter und auffällige Veränderungen der Blutwerte können Hinweise auf eine genetische Veränderung sein. Hierbei handelt es sich allerdings nur um eine Tendenz und keine Diagnose. Erst eine Fruchtwasseruntersuchung verschafft Gewissheit. Außerdem gehört eine spezielle Blutuntersuchung zum Ersttrimester-Screening. Diese kann Hinweise auf eine Anomalie bei den Chromosomen des Kindes liefern.

Triple-Test

Über die Blutwerte, die Schwangerschaftsdauer, das Alter und das Gewicht der Frau wird das individuelle Risiko für eine mögliche Erkrankung des ungeborenen Kindes ermittelt. Der Triple-Test erfolgt zwischen der 15. und 18. Schwangerschaftswoche. Dabei handelt es sich um eine Analyse dieser drei Blutbestandteile der Schwangeren: Alpha-Fetoprotein (AFP), freies Östriol (E3) und das humane Chorion-Gonadotropin (HCG). Als 9 PLUS-Leistung erstattet die DAK-Gesundheit bis zu 100 Euro. Wie bei der Nackenfaltenmessung bedeutet ein erhöhter Risikowert nicht, dass eine Chromosomenstörung vorliegt. Eine Diagnose ist erst nach einer Fruchtwasseruntersuchung möglich.

B-Streptokokken-Test

Durch das Platzen der Fruchtblase können während der Geburt Bakterien der Mutter in das Fruchtwasser gelangen und das Neugeborene gefährden. Als 9 PLUS-Leistung übernimmt die DAK-Gesundheit in der 35. bis 37. Schwangerschaftswoche die Kosten eines B-Streptokokken-Tests bis zu einem Wert von 100 Euro. B-Streptokokken besiedeln bei jeder dritten bis vierten Schwangeren die Scheide und den Darm. Sie können im Verlauf der gesamten Schwangerschaft auftreten. Für den Test entnimmt der Arzt einen Abstrich von der Scheidenschleimhaut und vom Analbereich. Fällt er positiv aus, wird das Ergebnis im Mutterpass eingetragen. Um das Kind vor einer Infektion zu schützen, erhält die Mutter mindestens vier Stunden vor der Geburt eine Antibiotika-Behandlung.

Feststellung von Antikörpern gegen Ringelröteln

Im Rahmen der 9 PLUS-Leistungen erhalten sie von der DAK-Gesundheit für die Feststellung von Antikörpern gegen Ringelröteln bis zu 100 Euro zurück. Der Bluttest ist dann sinnvoll, wenn sich die Schwangere unsicher ist, ob sie bereits in der Vergangenheit mit dem Virus infiziert war. Meist sind Erwachsene immun, da sie die Erkrankung bereits im Kindesalter hatten. Infiziert sich die werdende Mutter zum ersten Mal mit dem Parvosvirus B 19, kann es die Gesundheit des Ungeborenen gefährden. Besteht bei der werdenden Mutter ein Verdacht auf Ringelröteln, erfolgen in kurzen Abständen Ultraschalluntersuchungen. Damit lassen sich Risikofaktoren frühzeitig feststellen.

Toxoplasmose-Test

Frauenärzte bieten werdenden Müttern regelmäßige Toxoplasmose-Tests an. Die DAK-Gesundheit erstattet die Kosten im Rahmen der 9 PLUS-Leistung mit bis zu maximal 100 Euro. Der Erreger verursacht meist keine Beschwerden. Eine Erstansteckung bei Schwangeren kann allerdings zu Komplikationen beim Ungeborenen führen. Eine Übertragung von der Mutter auf das Baby kommt bei rund 30 bis 40 Prozent der Infektionen vor. Der beste Schutz sind Antikörper aus einer früheren Erkrankung.

Zytomegalie-Test

Ein bis zwei Prozent aller Frauen infizieren sich während der Schwangerschaft das erste Mal mit dem Zytomegalie-Virus (CMV). Der Test für Schwangere ist sinnvoll, um Antikörper nachzuweisen. Mit dem Bonus von 100 Euro wird der Zytomegalie-Test im Rahmen der 9 PLUS-Leistungen von der DAK-Gesundheit erstattet. Infiziert sich die werdende Mutter zum ersten Mal mit dem Herpesvirus, kann es das Ungeborene gefährden. Vorsicht ist speziell im ersten Drittel der Schwangerschaft geboten. In der Regel bricht das Herpesvirus dann aus, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Da es über alle Arten von Körperflüssigkeiten übertragen wird, ist eine Infektion innerhalb der gesamten Schwangerschaft und während der Geburt möglich.

Eisen, Jod, Folsäure

Während der Schwangerschaft zählen Eisen, Jod und Folsäure zu den wichtigsten Nähr- und Mineralstoffen für Mutter und Kind. Den Bedarf ausschließlich über die Ernährung zu decken, ist nicht immer möglich. Die DAK-Gesundheit erstattet Ihnen im Rahmen der 9 PLUS-Leistungen die Kosten für ärztlich verordnetes Eisen, Jod und Folsäure als Monopräparat bis zu einem Wert von 100 Euro. Das vom Arzt ausgestellte Privatrezept müssen Sie in der Apotheke einlösen.

Feststellung von Antikörpern gegen Windpocken

Besitzt die Schwangere keine Antikörper gegen Windpocken, ist die Gesundheit des Ungeborenen in Gefahr. Ist sich die werdende Mutter unsicher, ob sie das Virus bereits hatte oder dagegen geimpft ist, lohnt sich der Bluttest auf Antikörper. Die Kosten werden im Rahmen der 9 PLUS-Leistungen mit bis zu 100 Euro von der DAK-Gesundheit übernommen. Eine Impfung während der Schwangerschaft ist nicht möglich. Bis zur 20. Schwangerschaftswoche ist das Risiko einer Infektion am größten.