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Rheinland-Pfälzer melden sich häufiger krank

DAK-Gesundheit: Rückenleiden, Erkältungen und psychische Erkrankungen verursachen mehr als jeden zweiten Fehltag

Im ersten Halbjahr 2017 meldeten sich rheinland-pfälzische Arbeitnehmer häufiger krank als im Vorjahr: Der Krankenstand stieg leicht um 0,1 Prozent auf 4,6 Prozent, so das Ergebnis einer aktuellen Analyse der DAK-Gesundheit. Gegenüber dem 1. Halbjahr 2016 stieg die Zahl der Berufstätigen ohne Krankmeldung auf 62,3 Prozent (Vorjahr 61,6 Prozent). Mehr als jeder Dritte (37,7 Prozent) war mindestens einmal krankgeschrieben. Den größten Anteil am Krankenstand haben Rückenleiden, Erkältungen und psychische Erkrankungen. Mehr als die Hälfte aller Fehltage ging auf das Konto einer dieser drei Krankheitsarten (56 Prozent). 

„Mehr als jeder fünfte Fehltag in Rheinland-Pfalz wird durch Rückenleiden und Co. begründet. Sie stehen an erster Stelle der Fehltage-Statistik“, kommentiert Horst Braner, Leiter der Landesvertretung der DAK-Gesundheit Rheinland-Pfalz die Entwicklung. Bei Männern machen Muskel-Skelett-Erkrankungen einen größeren Anteil am Krankenstand aus als bei Frauen (24 vs. 18,8 Prozent). Auf dem zweiten Platz folgen Atemwegserkrankungen wie Bronchitis. Ihr Anteil am Gesamtkrankenstand betrug 18 Prozent. Psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angstzustände belegten mit einem Anteil am Gesamtkrankenstand von 16,1 Prozent (1. Halbjahr 2016: 15,9 Prozent) den dritten Rang. Damit liegt der Anteil der psychischen Erkrankungen am Krankenstand in Rheinland-Pfalz über dem Bundesdurchschnitt (15,6 Prozent). Frauen wurden häufiger als Männer mit einer solchen Diagnose krankgeschrieben. Die Betroffenen fielen besonders lange aus: Im Schnitt waren es 36 Tage. 

Höherer Krankenstand bei Frauen

Die Auswertung zeigt: Berufstätige Frauen in Rheinland-Pfalz waren insgesamt häufiger krankgeschrieben als ihre männlichen Kollegen. Mit 4,8 Prozent liegt ihr Krankenstand über dem der Männer (4,4 Prozent). Mit 813 Fehltagen je 100 Versicherte stiegen die Ausfallzeiten bei Männer im Vergleich zum 1. Halbjahr 2016 um 43 Tage deutlich an. 

Für die aktuelle Krankenstands-Analyse wertete das Berliner IGES Institut die Daten von rund 160.000 erwerbstätigen DAK-Versicherten in Rheinland-Pfalz für das erste Halbjahr 2017 aus.

Die DAK-Gesundheit hilft Unternehmen mit Angeboten des Betrieblichen Gesundheitsmanagements dabei, die Gesundheit der Mitarbeiter zu erhalten und zu stärken. Mehr dazu unter: www.dak.de/bgm


Vergleich: Die wichtigsten Diagnosen zusammen mit ihrem Anteil am Krankenstand


1. Halbjahr 20171. Halbjahr 2016


  1. Muskel-Skelett-System (21,5 Prozent)
  2. Atmungssystem (18 Prozent)
  3. Psychische Erkrankungen (16,1 Prozent)
  4. Verletzungen und Vergiftungen (12,2 Prozent)
  5. Infektionen (4,7 Prozent)
  6. Verdauungssystem (4,7 Prozent)
  7. Kreislaufsystem (4,3 Prozent)
  8. Nervensystem, Augen, Ohren (4,2 Prozent)
  9. Unspezifische Symptome (4 Prozent)
  10. Neubildungen (3,4 Prozent)


  1. Muskel-Skelett-System (22,1 Prozent)
  2. Atmungssystem (17,5 Prozent)
  3. Psychische Erkrankungen (15,9 Prozent)
  4. Verletzungen und Vergiftungen (10,7 Prozent)
  5. Verdauungssystem (5,3 Prozent)
  6. Infektionen (4,5 Prozent)
  7. Unspezifische Symptome (4,3 Prozent)
  8. Kreislaufsystem (4,3 Prozent)
  9. Nervensystem, Augen, Ohren (4,2 Prozent)
  10. Neubildungen (4,2 Prozent)


Jörg Bodanowitz

Chef-Pressesprecher

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