Zwei Drittel der Baden-Württemberger will einheitliche EU-Zeit

DAK-Umfrage: Starker Widerstand gegen die Zeitumstellung - Knapp jeder Dritte im Südwesten hat gesundheitliche Probleme

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Während die Länder der Europäischen Union über den straffen Zeitplan zur Abschaffung der Zeitumstellung diskutieren, wächst bei den Baden-Württembergern die Abneigung gegen das Drehen an der Uhr weiter – und erreicht mit 78 Prozent Umstellungs-Gegnern einen neuen Höchststand. Zwei Drittel der Befragten im Südwesten finden es zudem wichtig, dass sich die EU auf eine einheitliche Zeit einigt. Das zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage* im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit Baden-Württemberg. Weitere Ergebnisse der aktuellen Befragung: Knapp jeder Dritte berichtet von gesundheitlichen Problemen nach der Zeitumstellung. Etwa jeder Zweite möchte gern dauerhaft die Sommerzeit in Deutschland.

Nur noch 18 Prozent der Baden-Württemberger halten die Zeitumstellung für sinnvoll – im vergangenen Jahr waren es laut DAK-Befragung noch 27 Prozent. 66 Prozent sprechen sich dafür aus, dass sich nun alle EU-Länder auf eine gemeinsame Zeit einigen sollten. Gefragt nach der favorisierten Zeit, würde etwa jeder Zweite (48 Prozent) die Sommerzeit dauerhaft vorziehen. Grund dafür ist vor allem, dass es dann abends länger hell ist. Das sagten 88 Prozent der Sommerzeit-Befürworter im Südwesten. 52 Prozent nannten als Grund, dass sie sich während der Sommerzeit fitter fühlen. Fast jeder Dritte (29 Prozent) zieht die Sommerzeit vor, weil er glaubt, sie sei gesünder für den Körper. 32 Prozent möchten die dauerhafte Winterzeit (Normalzeit). Sie führen zu 52 Prozent gesundheitliche Gründe an.

„Unsere Studien zeigen seit einigen Jahren, dass sehr viele Baden-Württemberger durch den ständigen Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit gesundheitliche Probleme haben“, sagt Siegfried Euerle, Landeschef der DAK-Gesundheit in Baden-Württemberg. „Wir befürworten daher als große Krankenkasse im Südwesten die Abschaffung der Zeitumstellung und hoffen, dass sie bis spätestens 2020 Geschichte ist.“

Schlapp, müde & gereizt

Die Zeitumstellung, die 1980 infolge der Ölkrise eingeführt wurde, sorgt laut DAK-Befragung bei fast jedem dritten Baden-Württemberger (32 Prozent) für gesundheitliche Probleme. Die meisten der Betroffenen – 78 Prozent – fühlen sich müde oder schlapp. 65 Prozent der Baden-Württemberger hatten schon Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen.

33 Prozent konnten sich schlechter konzentrieren, 29 Prozent waren gereizt. Jeder Elfte (9 Prozent) hatte sogar eine depressive Verstimmung. Vor allem Menschen im Alter von 45 bis 59 Jahren und Frauen leiden unter der Zeitumstellung.

In der Nacht vom 27. auf den 28. Oktober werden die Uhren wieder um eine Stunde – auf Winterzeit – zurückgestellt. Geht es nach der EU-Kommission sollen die Uhren im kommenden März zum letzten Mal in allen Ländern der Europäischen Union auf Sommerzeit vorgestellt werden. Anschließend sollen die einzelnen Länder entscheiden, ob sie im Herbst 2019 wieder zur Winterzeit wechseln oder in der Sommerzeit bleiben.

Schlaf-Tipps im Internet

Für einen besseren Schlaf bietet die DAK-Gesundheit im Internet ein umfangreiches Schlaf-Special an: Auf www.dak.de/schlaf gibt es viel Wissenswertes rund um das Thema gesunder Schlaf sowie ein Schlaftagebuch. Betroffene können damit ihren Schlaf-Wach-Rhythmus genau protokollieren. Das ist eine wertvolle Grundlage, um Beschwerden einordnen zu können.

Die DAK-Gesundheit ist eine der größten gesetzlichen Kassen in Baden-Württemberg und versichert rund 700.000 Menschen.

*Repräsentative Bevölkerungsumfrage durch Forsa, 27. bis 13. Oktober 2018, 1.005 Befragte in Baden-Württemberg.

Journalistenkontakt: Daniel Caroppo, Pressesprecher, Tel.: 0711-699 668 1151

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Zuletzt aktualisiert:
Oct 22, 2018

Daniel Caroppo

Pressesprecher für Baden-Württemberg

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