bunt statt blau: Schülerin aus Reinickendorf gewinnt Plakatwettbewerb gegen Komasaufen in Berlin

Gesundheitssenatorin Dilek Kolat ehrt Sieger der DAK-Kampagne gegen das Rauschtrinken

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„bunt statt blau“: Unter diesem Motto schufen im Frühjahr bundesweit mehr als 8.000 Schüler Kunstwerke gegen das „Komasaufen“. Das beste Plakat aus Berlin kommt von der 17-jährigen Schülerin Nina Mitzschke vom Humboldt-Gymnasium in Reinickendorf. Jetzt wurden die Preise der Kampagne der Krankenkasse DAK-Gesundheit verliehen. Die Berliner Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Dilek Kolat nahm als Schirmherrin der Aktion die Siegerehrung vor.

"Es ist in Deutschland sehr leicht, an Alkohol zu kommen. Dabei wird die Gefahr für die Gesundheit gerade von Kindern und Jugendlichen ständig unterschätzt. Auch, weil es die Eltern zuhause oft vormachen,“ sagt Senatorin Dilek Kolat. „Die beeindruckende Plakataktion ,bunt statt blau‘ schafft Öffentlichkeit, informiert über die Gefahren des Alkoholkonsums und bezieht dabei die Kreativität der Kinder und Jugendlichen mit ein, die sich auch in diesem Jahr sehr lebensnah und kritisch mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Komasaufen und Alkoholismus sind eben nicht cool, sondern führen im schlimmsten Fall zu einer lebenslangen Abhängigkeit und Alkoholkrankheit, deren Folgen von schwersten körperlichen und geistigen Erkrankungen bis hin zum Tod führen können.“

„Jugendliche müssen lernen, mit Alkohol vernünftig umzugehen. Wenn schon zehnjährige Kinder betrunken in der Klinik landen, müssen wir handeln“, erklärt Volker Röttsches, Leiter der DAK-Landesvertretung in Berlin. „Schüler sollen offen und ehrlich über das Thema Alkoholmissbrauch aufgeklärt werden. Das Besondere bei `bunt statt blau´: hier werden junge Künstler selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken.“

Plakate sind Botschaften

„Mit meinem Plakat versuche ich die Botschaft ,bunt statt blau‘ möglichst zugänglich zu verpacken.“, sagt Nina Mitzschke zu ihrem Siegerbild. Darauf verläuft das Gesicht einer jungen Frau durch Akhohol von bunt zu blau. „Die Spur, welche der Alkohol hinterlässt, färbt auf die Frau ab und taucht ihr Leben in ein tiefes blau.“ Platz zwei geht an Viktoria Voucheva (17) und Yaren Asimgil ebenfalls vom Humboldt-Gymnasium. Den dritten Rang belegt Elisabeth Müller (17) vom Dathe Gymnasium in Friedrichshain. Der Sonderpreis für jüngere Teilnehmer geht an die 13-jährigen Anouk Stickel und Flora Roßbacher vom Heinrich Schliemann Gymnasium in Pankow.

22.000 Jugendliche mit Alkoholvergiftung

Nach aktueller Bundesstatistik landeten 2016 erneut rund 22.000 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. In Berlin waren es 300, davon 47 Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren. Experten fordern daher weitere Aufklärung über Risiken des Rauschtrinkens, auch im Schulunterricht. Deshalb laden die DAK-Gesundheit und Gesundheitssenatorin Kolat Jugendliche zum Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ ein. Die Aktion gibt es seit neun Jahren. Mit inzwischen rund 95.000 Teilnehmern gilt sie laut Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne und erhielt dafür mehrere Auszeichnungen wie beispielsweise den internationalen Deutschen PR-Preis.

Im Juni wählt eine Bundesjury mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Marlene Mortler und dem DAK-Vorstandschef Andreas Storm die Bundesgewinner 2018. Erstmal gehört auch der Deutsch-Soul-Sänger Emree Kavás der Bundesjury an. Er begeistert mit seiner Debütsingle „Kopf Hoch“ Medienvertreter und Musikfans gleichermaßen. Informationen zum Wettbewerb gibt es in allen Servicezentren der DAK-Gesundheit oder im Internet unter www.dak.de/buntstattblau.

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Zuletzt aktualisiert:
May 3, 2018

Stefan Poetig

Pressesprecher für Berlin

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