Pressemeldung

Kunst gegen Komasaufen: Schülerin aus Mitte gewinnt Sonderpreis bei „bunt statt blau“ 2017

7.000 Künstler bei DAK-Kampagne zum Thema Alkoholmissbrauch – Drogenbeauftragte und Sängerin Grace Capristo ehren Preisträgerin

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Großer Erfolg mit „Kunst gegen Komasaufen“: Die erst zwölfjährige Nehir Kolukisa aus Mitte gewinnt beim Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ 2017 den Sonderpreis für junge Künstler. Im Frühjahr hatten sich bundesweit rund 7.000 Schülerinnen und Schüler mit kreativen Ideen an der Kampagne der DAK-Gesundheit zum Thema Alkoholmissbrauch beteiligt.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, die Sängerin Grace Capristo und der Chef der DAK-Gesundheit, Andreas Storm, wählten das Bild der jungen Berlinerin vom Gymnasium Tiergarten zum besten Plakat 2017 gegen das „Komasaufen“ unter den ganz jungen Teilnehmer im Alter von zwölf bis 14 Jahren. Mit ihrer Arbeit gewann die zwölfjährige Schülerin den Sonderpreis in Höhe von 300 Euro.

Bunte Alternativen zum Alkoholmissbrauch

„Es ist beeindruckend, welche Kreativität und Kraft die Worte ‚bunt statt blau‘ bei den Schülerinnen ausgelöst haben“, kommentiert Andreas Storm von der DAK-Gesundheit. Auch im achten Wettbewerbsjahr seien tolle neue Bilder und Botschaften gegen das Rauschtrinken entstanden. „Lass dich nicht verschlingen“ ist die Botschaft des Plakats von Nehir Kolukisa. Auf Ihrem Bild beginnt ein blauer Hintergrund ein buntes Gesicht im Vordergrund zu überlagern. „Der Betrachter meines Plakats soll das Positive im Leben sehen und nachdenken, was der Alkohol mit einem macht“, bringt sie ihre Gedanken auf den Punkt.

22.000 Jugendliche mit Alkoholvergiftung

Nach aktueller Bundesstatistik landeten 2015 erneut rund 22.000 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. In Berlin waren es 274, davon 53 Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren. Obwohl die Zahl der Betroffenen bundesweit leicht zurückging, fordern Experten weitere Aufklärung über Risiken des Rauschtrinkens. Deshalb laden die DAK-Gesundheit und die Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, Jugendliche zum Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ ein. Die Teilnehmer würden mit der Aktion den Missbrauch von Alkohol als „eindeutig uncool“ markieren, so Mortler. Seit dem Start im Jahr 2010 haben 87.000 Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren an der DAK-Aktion teilgenommen.

Sängerin Grace Capristo unterstützt Aktion

Die bekannte Sängerin Grace Capristo unterstützt die Kampagne als Mitglied der Bundesjury. „Ich war begeistert von der kreativen Energie, die mir da begegnet ist, und glaube fest daran, dass kreative Leistungen unser Bewusstsein beeinflussen und sich dort verankern“, sagt Grace Capristo. Sie kennt den Plakatwettbewerb bereits seit 2010: Als Mitglied der Band „Monrose“ saß sie schon einmal zum Start der Initiative in der Bundesjury. „Die Kampagne ist mir wichtig, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, dass Spaß haben auch ohne Alkohol geht. Ich habe erst mit 23 Jahren das erste Mal Alkohol getrunken und nichts verpasst. All die Jahre davor hatte ich genauso viel Spaß wie die anderen, die was getrunken haben.“

Wanderausstellung der Siegerplakate

Die besten Plakate aus allen 16 Bundesländern sind im Internet zu sehen unter www.dak.de/buntstattblau. Außerdem werden die Bilder nach den Sommerferien in einer bundesweiten Wanderausstellung in Schulen gezeigt. Die Kampagne „bunt statt blau“ ist eingebunden in die „Aktion Glasklar“, mit der die DAK-Gesundheit bereits seit zwölf Jahren Schüler, Lehrkräfte und Eltern über das Thema Alkohol aufklärt. Der Plakatwettbewerb wird im Frühjahr 2018 fortgesetzt.

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Statement Andreas Storm

Statement von Andreas Storm, Vorsitzender des Vorstandes der DAK-Gesundheit, im Rahmen der Pressekonferenz „bunt statt blau“ am 23. Juni 2017 in Berlin

(Es gilt das gesprochene Wort)

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Zunächst bedanke ich mich bei Frau Mortler als heutige Gastgeberin und Schirmherrin von „bunt statt blau“. Und ich bedanke mich bei den 7.000 Teilnehmern in diesem Jahr.

Der Termin mit den Bundessiegern ist für mich ein ganz besonderer. Es ist beeindruckend, welche Kreativität und Kraft die drei Worte „bunt statt blau“ bei den Jugendlichen auslösen. Bunte Bilder sagen mehr als tausend Worte: Die Siegerplakate rücken sehr drastisch die Risiken des Rauschtrinkens in den Fokus. Auch im achten Wettbewerbsjahr entstehen tolle neue Bilder und Botschaften, mit denen Schüler aufzeigen, dass es auch ohne Unmengen von Alkohol geht.

Die Kampagne „bunt statt blau“ ist aus meiner Sicht sehr erfolgreich. Nach aktuellen Statistiken geht die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die als Alkoholopfer im Krankenhaus landen, seit drei Jahren zurück. Für diese Trendwende gibt es mehrere Ursachen. Eine ist Prävention und gute Aufklärungsarbeit. Hier ist „bunt statt blau“ ein wichtiger und erfolgreicher Baustein. Wir erreichen mit unserer Kampagne gegen das „Komasaufen“ Schüler und Lehrer. Seit dem Start im Jahr 2010 gibt es 87.000 Teilnehmer zwischen zwölf und 17 Jahren. Und wir wissen aus Begleitstudien, dass die jungen Künstler durch den Wettbewerb „bunt statt blau“ anders mit Alkohol umgehen als andere Jugendliche. Die Kampagne wirkt also.

Die Präventionskampagne „bunt statt blau“ der DAK-Gesundheit ist wichtig. Aber sie steht nicht allein. Im November haben wir mit Frau Mortler unsere Studie „Game over“ vorgestellt, in der wir danach gefragt haben, wie abhängig Computerspiele machen. Außerdem fördern wir mit der bundesweiten Initiative „fit4future“ gesunde Schulen. Das gemeinsame Projekt mit der Cleven-Stiftung bietet vielen hundert Grundschulen neue Angebote in Sachen Ernährung, Bewegung und geistiger Fitness. Schirmherr ist hier Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. All das zeigt: Wir setzen in der Prävention auf Qualität und Nachhaltigkeit.

„bunt statt blau“ ist eine wichtige und erfolgreiche Kampagne für die DAK-Gesundheit, die 2018 weiterlaufen und in die neunte Runde gehen wird. Mein Schlusssatz lautet deshalb: Nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb.

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Statement Grace Capristo

Statement von Sängerin Grace Capristo, Mitglied der Bundesjury, im Rahmen der Pressekonferenz „bunt statt blau“ am 23. Juni 2017 in Berlin

(Es gilt das gesprochene Wort)

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die Aktion „bunt statt blau“ finde ich super. Sie setzt sich auf kreative und effektive Weise mit dem Thema Alkoholmissbrauch bei jungen Menschen auseinander. In der Bundesjury haben wir bei den vielen tollen Bildern gesehen, wie bunt, wild und unterschiedlich die Jugendlichen das Thema aufgegriffen haben.

Ich war begeistert von der kreativen Energie, die mir da begegnet ist, und glaube fest daran, dass kreative Leistungen unser Bewusstsein beeinflussen und sich dort verankern. Wenn diese Kreativität von einer positiven Message getragen wird und negative Energien gelöscht werden, kann ich das nur voll unterstützen.

Ich hoffe, dass die DAK-Gesundheit auch in Zukunft junge Menschen auffordert, mit Leidenschaft und Kreativität das Problemthema „Komasaufen“ aufzugreifen, zu beleuchten und entsprechend zu bewältigen.

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Zuletzt aktualisiert:
Jun 23, 2017

Stefan Poetig

Pressesprecher für Berlin

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