Nach dem Karneval: Internet- Fasten im Osten

DAK-Umfrage: Immer mehr Menschen wollen auf TV und Computer verzichten - Enthaltsamkeit in Ostdeutschland insgesamt geringer

Nach Aschermittwoch bleibt der PC erstmal aus. Mehr als jeder vierte Ostdeutsche will nach den tollen Tagen auf Computer und Internet verzichten. Das ergab eine aktuelle Forsa- Umfrage* im Auftrag der DAK. Fast jeder Zweite ist sogar bereit, während der Fastenzeit dem Fernsehen zu entsagen. Im Vergleich zum Vorjahr steigt damit im Osten die Bereitschaft, einen stressfreieren Alltag ohne Fernseher oder Computer auszuprobieren jeweils um neun bzw. sechs Prozentpunkte. Fasten ist im Osten jedoch insgesamt weniger populär als im Westen. Während in Ostdeutschland 43 Prozent der Befragten einen Verzicht jeglicher Art in der Fastenzeit ablehnen, sind es im Westen nur 26 Prozent.

„Fasten bedeutet eine Auszeit, ist wie Urlaub machen. Der Organismus hat eine Zeit der Ruhe in der er sich regenerieren kann.“, sagt Herbert Mrotzeck, Landeschef Ost der DAK. „Dabei geht es nicht ums Abnehmen, sondern darum, bewusst auf etwas zu verzichten, das nicht unbedingt wichtig ist.“ Auch in diesem Jahr wollen Ost- (79 Prozent) und Westdeutsche (78 Prozent) in den sieben Fastenwochen am ehesten auf Alkohol verzichten. Gegenüber 2010 hat damit die Bereitschaft zur Abstinenz um 14 Prozentpunkte zugenommen.

Insgesamt beurteilen 70 Prozent der Befragten die Fastenwochen als sehr sinnvoll. Lediglich 39 Prozent empfinden Enthaltsamkeit in der Zeit nach Karneval als weniger hilfreich. Die Ostdeutschen scheinen dabei im Vergleich zu den Westdeutschen weniger überzeugt vom Fasten zu sein. Nur 49 Prozent sehen darin einen Nutzen, während 63 Prozent der Westdeutschen das Fasten als gewinnbringend einschätzen. „Diese Differenz beruht offensichtlich auf der unterschiedlichen Vertrautheit mit dem Fasten“, erklärt DAK-Chef Mrotzeck. Während im Westen bereits 60 Prozent schon einmal für mehrere Wochen auf ein Genussmittel oder Konsumgut verzichtet haben, erklärten dies im Osten lediglich 43 Prozent der Befragten.

* Repräsentative DAK-Umfrage, Februar 2011; 1002 Befragte, davon 209 aus Ostdeutschland

Zuletzt aktualisiert:
Tue Nov 26 12:58:25 CET 2013

Stefan Poetig

Pressesprecher für Thüringen

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