Versorgung von DAK-Versicherten ist sichergestellt

Krankenkasse weist Kritik von Wohlfahrtsverbänden an Bewilligung der häuslichen Krankenpflege in Baden-Württemberg zurück

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Die DAK-Gesundheit weist aktuelle Vorwürfe von Pflegediensten und Wohlfahrtsverbänden in Baden-Württemberg zurück, durch eine „pauschale“ Ablehnung von Anträgen zur häuslichen Krankenpflege werde die Gesundheit älterer und kranker Menschen „gefährdet“. Die DAK-Gesundheit bewilligt in Baden-Württemberg derzeit rund 94 Prozent aller gestellten Anträge auf häusliche Krankenpflege. Die gesetzlich vorgeschriebene ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Versorgung der Versicherten war und ist sichergestellt.

Die Krankenkasse ist jedoch gesetzlich verpflichtet, auch den Bedarf und die Notwendigkeit von Leistungen zu prüfen. Seit einiger Zeit werden Anträge zur häuslichen Krankenpflege intensiver untersucht, da in den Abrechnungen der Pflegedienste Unstimmigkeiten aufgefallen waren. 2014 gab die DAK-Gesundheit in Baden-Württemberg rund 66 Millionen Euro für die häusliche Krankenpflege aus. In den vergangenen acht Jahren waren die Kosten für diesen Bereich jährlich um zehn bis 20 Prozent angestiegen. Die Altersentwicklung und Morbidität der Versicherten reichen als Erklärung für diese Entwicklung nicht aus.

Auffälligkeiten bei Abrechnungen

Nach Prüfungen der DAK-Gesundheit wurden zum Teil Leistungen abgerechnet, die medizinisch nicht notwendig waren. Ferner gab es Widersprüche oder Auffälligkeiten bei den Pflegediensten. So wurden zum Beispiel in hunderten Fällen das An- und Ablegen von Kompressionsstrümpfen abgerechnet, obwohl dieses medizinische Hilfsmittel vorher überhaupt nicht verordnet wurde.

Die DAK-Gesundheit ist als gesetzliche Krankenkasse an das Wirtschaftlichkeitsgebot gebunden. Es dürfen nur solche Leistungen bewilligt werden, die notwendig sind. Nach einem Urteil des Bundessozialgerichts sind die Krankenkassen auch zur Prüfung der häuslichen Krankenpflege berechtigt. Die entsprechende Verordnung des Arztes gilt lediglich als Empfehlung. Die Krankenkasse kann sich zur Prüfung an den Arzt und den Versicherten wenden. Wenn sich dabei ergibt, dass ein Antrag auf Leistungen der häuslichen Krankenpflege berechtigt ist, wird dieser selbstverständlich bewilligt.

Fragebogen wird geändert

Auch andere Krankenkassen prüfen den Bereich der häuslichen Krankenpflege. Dazu gehört eine Abfrage, ob bestimmte Leistungen beispielsweise von Angehörigen übernommen werden können. Ein entsprechender Fragebogen der DAK-Gesundheit geht aktuell an etwa 15 Prozent aller Antragsteller. Berechtigte Kritik an einzelnen Formulierungen im Fragebogen und im Versichertenanschreiben hat die DAK-Gesundheit zum Anlass genommen, die Schreiben kurzfristig zu ändern.

Die DAK-Gesundheit sieht keinen Grund für eine pauschale Kritik an der Leistungsbewilligung im Bereich der häuslichen Krankenpflege. Die Krankenkasse wird hierzu das Gespräch mit den Pflegediensten und Wohlfahrtsverbänden in Baden-Württemberg suchen.

Zuletzt aktualisiert:
Jul 28, 2015

Daniel Caroppo

Pressesprecher für Baden-Württemberg

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