Kunst gegen Komasaufen: Schülerin aus Neubärental gewinnt Kategorie „Instagram“ bei „bunt statt blau“ 2017

7.000 Künstler bei DAK-Kampagne zum Thema Alkoholmissbrauch – Drogenbeauftragte und Sängerin Grace Capristo ehren Preisträgerin

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Großer Erfolg mit „Kunst gegen Komasaufen“: Die 17-jährige Sarah Endlich aus Neubärental bei Pforzheim gewinnt den Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ 2017 in der Kategorie „Instagram“. Im Frühjahr hatten sich bundesweit rund 7.000 junge Künstler mit kreativen Ideen an der Kampagne der DAK-Gesundheit zum Thema Alkoholmissbrauch beteiligt

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, die Sängerin Grace Capristo und der Chef der DAK-Gesundheit, Andreas Storm, wählten das Instagram-Foto der jungen Baden-Württembergerin mit ihren drei Freundinnen zum besten Online-Plakat 2017 gegen das „Komasaufen“. Mit der beeindruckenden Arbeit gewann die 17-jährige Schülerin den Sonderpreis in Höhe von 200 Euro und ein Ticket für die Medienmesse re:publica 2018 in Berlin.

Bunte Alternativen zum Alkoholmissbrauch

„Das Siegerplakat rückt sehr drastisch die Risiken des Rauschtrinkens in den Fokus“, sagt DAK-Vorstandschef Andreas Storm. „Auch im achten Wettbewerbsjahr entstehen tolle neue Bilder und Botschaften, mit denen Schüler aufzeigen, dass es auch ohne Unmengen von Alkohol geht.“ Für die Jury sei es beeindruckend, wie die Teilnehmer unter dem Motto „bunt statt blau“ im wahrsten Sinne des Wortes Farbe gegen das „Komasaufen“ bekennen würden. „Ich wollte mit meinem Instagram-Bild zeigen, dass man mit Freunden auch ohne Alkohol viel Spaß haben kann“, sagt die glückliche Siegerin Sarah Endlich. Auf ihrem Bild wirft sie mit ihren Freundinnen buntes Farbpulver in die Luft. „Man spürt den Zusammenhalt und die Freude“, erklärt Sarah Endlich, „keiner sollte allein oder ein Außenseiter sein, denn zusammen ist man immer stärker.“

22.000 Jugendliche mit Alkoholvergiftung

Nach aktueller Bundesstatistik landeten 2015 erneut rund 22.000 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Auch in Baden-Württemberg gab es über 2.700 Fälle. Obwohl die Zahl der Betroffenen leicht zurückging, fordern Experten weitere Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens. Deshalb laden die DAK-Gesundheit und die Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, Jugendliche zum Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ ein. Die Teilnehmer würden mit der Aktion den Missbrauch von Alkohol als „eindeutig uncool“ markieren, so Mortler. Seit dem Start im Jahr 2010 haben 87.000 Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren an der DAK-Aktion teilgenommen.

Sängerin Grace Capristo unterstützt Aktion

Die bekannte Sängerin Grace Capristo unterstützt die Kampagne als Mitglied der Bundesjury. „Ich war begeistert von der kreativen Energie, die mir da begegnet ist, und glaube fest daran, dass kreative Leistungen unser Bewusstsein beeinflussen und sich dort verankern“, sagt Grace Capristo. Sie kennt den Plakatwettbewerb bereits seit 2010: Als Mitglied der Band „Monrose“ saß sie schon einmal zum Start der Initiative in der Bundesjury. „Die Kampagne ist mir wichtig, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, dass Spaß haben auch ohne Alkohol geht. Ich habe erst mit 23 Jahren das erste Mal Alkohol getrunken und nichts verpasst. All die Jahre davor hatte ich genauso viel Spaß wie die anderen, die was getrunken haben.“

Wanderausstellung der Siegerplakate

Die besten Plakate aus allen 16 Bundesländern sind im Internet zu sehen unter www.dak.de/buntstattblau. Außerdem werden die Bilder nach den Sommerferien in einer bundesweiten Wanderausstellung in Schulen gezeigt. Die Kampagne „bunt statt blau“ ist eingebunden in die „Aktion Glasklar“, mit der die DAK-Gesundheit bereits seit zwölf Jahren Schüler, Lehrkräfte und Eltern über das Thema Alkohol aufklärt. Der Plakatwettbewerb wird im Frühjahr 2018 fortgesetzt.

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Zuletzt aktualisiert:
Fri Jun 23 11:00:00 CEST 2017

Daniel Caroppo

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