Gesundheitssenatorin Dilek Kolat startet DAK-Kampagne „bunt statt blau“ 2018 in Berlin

11.000 Schulen können bundesweit am Plakatwettbewerb zur Alkoholprävention teilnehmen

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Kunst gegen Komasaufen: Unter diesem Motto starten die Berliner Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Dilek Kolat und die DAK-Gesundheit die erfolgreiche Kampagne „bunt statt blau“ 2018 zur Alkoholprävention in Berlin. Der Plakatwettbewerb für Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren findet zum neunten Mal statt. Bundesweit sind 11.000 Schulen zur Teilnahme eingeladen. Hintergrund: 2016 kamen in Deutschland 22.309 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus, 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit ist die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen erstmals seit 2012 wieder gestiegen. In Berlin waren es mit 300 Betroffenen gut sechs Prozent weniger. Experten fordern dennoch weitere Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens, auch im Schulunterricht.

„Viele Jugendliche überschätzen sich und glauben, exzessives Trinken gehöre zum Feiern dazu. Wenn zehnjährige Kinder betrunken in der Klinik landen, müssen wir handeln“, erklärt Volker Röttsches, Leiter der Landesvertretung der DAK-Gesundheit in Berlin. „Schüler sollen offen und ehrlich über das Thema Alkoholmissbrauch aufgeklärt werden. Das Besondere bei ‚bunt statt blau‘: hier werden junge Künstler selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken.“ Seit 2010 haben bundesweit mehr als 87.000 Teilnehmer Plakate zum Thema eingereicht. Zahlreiche Landesregierungen, Suchtexperten und Künstler unterstützen die mehrfach ausgezeichnete Aktion.

Kolat: Komasaufen hat nichts mit Coolness zu tun

„Alkohol ist in Deutschland die am leichtesten zugängliche Droge. Die Gefahr von Alkohol für die körperliche und geistige Gesundheit wird dabei ständig unterschätzt. Auch und gerade von Kindern und Jugendlichen. In der Bekämpfung von Alkoholismus durch Kinder und Jugendliche reicht es nicht, nur auf Repression zu setzen. Wir müssen versuchen, Öffentlichkeit zu schaffen und über die Gefahren von Alkohol zu informieren. Komasaufen und Alkoholismus haben eben nichts mit Coolness zu tun, sondern sind oft der Einstieg in eine lebenslange Abhängigkeit und Krankheit. Deshalb habe ich als Berliner Gesundheitssenatorin gerne die Schirmherrschaft für die DAK-Präventionskampagne „bunt statt blau“ übernommen!“, sagt Kolat.

Studie: Schüler bewerten Wettbewerb positiv

Nach einer Studie des Kieler Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) erklärt die Mehrheit der jungen Künstler, sie hätten durch den Wettbewerb „bunt statt blau“ etwas über die Gefahren von Alkohol gelernt. Nach ihrer Einschätzung trägt die Kampagne auch dazu bei, dass junge Leute vernünftiger mit Alkohol umgehen.

Neu: Sänger Emree Kavás in Bundesjury

Gemeinsam mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, und dem Vorstandsvorsitzenden der DAK-Gesundheit, Andreas Storm, wird die Bundesjury nach dem Einsendeschluss am 31. März aus 16 Landesgewinnern den Bundessieger „bunt statt blau“ 2018 wählen. Neu in der Jury ist der Hamburger Newcomer Emree Kavás. Der Deutsch-Soul-Sänger begeistert mit seiner erfolgreichen Debütsingle „Kopf Hoch“ Medienvertreter und Fans gleichermaßen.

Auszeichnung für „bunt statt blau“

Der Sucht- und Drogenbericht der Bundesregierung lobt „bunt statt blau“ seit Jahren als erfolgreiches und beispielhaftes Präventionsprojekt gegen den Alkoholmissbrauch von Jugendlichen. Die erfolgreiche Gesundheitskampagne wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem renommierten „Internationalen Deutschen PR-Preis 2014“. Die Kampagne ist eingebunden in die „Aktion Glasklar“, die seit zwölf Jahren Schüler, Lehrer und Eltern über das Thema Alkohol aufklärt.

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Zuletzt aktualisiert:
Jan 31, 2018

Stefan Poetig

Pressesprecher für Berlin

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