Sicherheitshinweis

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Das brauchen Sie für den Service

  • Einkommensnachweise 
  • bei Heimbewohnern ggfs. den Kostenträgerbescheid 
  • bei Beziehern von "Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes" entsprechende Nachweise
  • eine ärztliche Bescheinigung über eine chronische Erkrankung oder Schwerbehinderung  

Wann werde ich von Zuzahlungen befreit?

Ihre Belastungsgrenze liegt bei zwei Prozent Ihres jährlichen Brutto-Haushaltseinkommens; sind Sie schwerwiegend chronisch krank, ist es ein Prozent. Davon werden bestimmte Freibeträge abgezogen (siehe unten "Wie berechne ich meine individuelle Belastungsgrenze?"). Alles, was über diesen Betrag hinausgeht, müssen Sie nicht mehr zahlen. 
Finden Sie Ihre individuelle Belastungsgrenze mit unserem Zuzahlungsrechner heraus. 

Wie kann ich mich von Zuzahlungen befreien lassen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Füllen Sie in allen drei Fällen den Antrag auf Zuzahlungsbefreiung der DAK-Gesundheit aus.

1. Erstattung Ihrer Zuzahlungen

Was Sie über Ihre Belastungsgrenze hinaus an Zuzahlungen geleistet haben, bekommen Sie erstattet. Bitte senden Sie uns den Antrag auf Zuzahlungsbefreiung sowie Ihre Zuzahlungsbelege. Die Belege müssen folgende Angaben enthalten:

  • Vor- und Zuname: Für wen ist die zuzahlungspflichtige Leistung bestimmt?
  • Zweck der Zahlung, z.B. Arzneimittel
  • Höhe der Zuzahlung
  • Empfänger der Zuzahlung, z.B. Name der Apotheke
  • Datum, an dem Sie die Leistung erhalten haben

Unser Tipp: Lassen Sie sich von Ihrer Apotheke eine Sammelrechnung ausstellen.

2. Zuzahlungsbefreiung nach Erreichen der Belastungsgrenze

Sobald Sie Ihre persönliche Belastungsgrenze erreicht haben, können Sie sich über den Antrag für den Rest des Jahres von weiteren Zuzahlungen befreien lassen. Sie erhalten dann eine Befreiungskarte, die Sie beim Arzt oder in der Apotheke vorlegen.

3. Zuzahlungsbefreiung im Voraus

Wenn voraussehbar ist, dass Sie die Belastungsgrenze im laufenden Jahr überschreiten werden, können Sie den Antrag auf Befreiung bereits im Voraus stellen. Die DAK-Gesundheit errechnet Ihre Belastungsgrenze, Sie zahlen diese Summe bei uns ein und erhalten eine Befreiungskarte. Eine Rückerstattung der vorab bezahlten Beträge ist nicht möglich.

Sie haben Fragen? Wir helfen Ihnen gerne.

  • Was sind Zuzahlungen und wie hoch sind sie?

    Zuzahlungen sind der Anteil der Kosten, den der Versicherte selbst für medizinische Leistungen übernehmen muss. Das können zum Beispiel Arzneimittel, Fahrkosten oder Krankenhausbehandlungen sein. Die Höhe einer Zuzahlung beträgt grundsätzlich 10 Prozent der Kosten, mindestens jedoch 5 Euro und höchstens 10 Euro.

  • Wie berechne ich meine individuelle Belastungsgrenze?

    In der Regel liegt Ihre individuelle Belastungsgrenze bei zwei Prozent Ihres jährlichen Brutto-Haushaltseinkommens. Zum Brutto-Haushaltseinkommen gehören zum Beispiel Arbeitsentgelt, Sonderzahlungen, Arbeitseinkommen aus selbstständiger Tätigkeit, Leistungen der Agentur für Arbeit, Renten, Pensionen, Unterhalt, Mieteinnahmen und Zinserträge. Wenn Sie verheiratet sind oder in einer Lebenspartnerschaft (laut Lebenspartnerschaftsgesetz) leben, zählen die Einkünfte ihres Partners dazu. Einkünfte Ihrer Kinder unter 18 Jahren zählen zum Brutto-Haushaltseinkommen, sofern diese mit Ihnen im Haushalt leben.

    Vom Brutto-Haushaltseinkommen werden Freibeträge für zu berücksichtigende Angehörige abgezogen:

    • 5.733 Euro (2020) für den ersten Angehörigen (Ehegatten oder Lebenspartner nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz)
    •  7.812 Euro (2020) für jedes Kind

    Besonderheit: Bei Versicherten, die im gesamten Kalenderjahr Arbeitslosengeld II beziehen, liegt die jährliche Belastungsgrenze bei 103,68 Euro (2020).

    Unser Tipp: Lassen Sie sich Ihre Belastungsgrenze von unserem Zuzahlungsrechner anzeigen.

  • Ich bin chronisch krank – welche Regelungen gelten für mich?

    Wenn Sie unter einer schweren chronischen Krankheit leiden, verringert sich die Belastungsgrenze von zwei auf ein Prozent Ihres Brutto-Haushaltseinkommens.

    Als schwerwiegend chronisch krank gelten Sie, wenn Sie wenigstens ein Jahr lang, mindestens einmal pro Quartal ärztlich behandelt wurden (Dauerbehandlung) und eines der folgenden Merkmale vorhanden ist:


    • Es liegt eine Pflegebedürftigkeit des Pflegegrades 3, 4 oder 5 vor.
    • Es liegt ein Grad der Behinderung (GdB) oder ein Grad der Schädigungsfolgen (GdS) von mindestens 60 oder eine Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) von mindestens 60 Prozent vor, wobei der GdB/GdS zumindest auch durch die Krankheit nach begründet sein müssen.
    • Es ist eine kontinuierliche medizinische Versorgung (ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung, Arzneimitteltherapie, Behandlungspflege, Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln) erforderlich.

    Versicherte der DAK-Gesundheit mit anerkanntem Pflegegrad 3 oder höher und Versicherte, die an einem DAK-Gesundheitsprogramm teilnehmen, müssen Ihre chronische Erkrankung nicht ärztlich bestätigen lassen. 

    Besonderheit: Bei Versicherten, die schwerwiegend chronisch krank sind und im gesamten Kalenderjahr Arbeitslosengeld II beziehen, liegt die jährliche Belastungsgrenze bei 51,84 Euro (2020).

  • In welchen Fällen gelten besondere Zuzahlungsregelungen?

    Kinder und Jugendliche:

    Versicherte unter 18 Jahren sind grundsätzlich von Zuzahlungen befreit. Einzige Ausnahme: Zu Fahrkosten müssen auch Kinder und Jugendliche eine Zuzahlung leisten (10 Prozent der Kosten, mindestens 5 Euro, maximal 10 Euro pro Fahrt).

    Krankenhausbehandlung:

    Für Ihre Behandlung im Krankenhaus müssen Sie 10 Euro pro Tag für maximal 28 Tage im Kalenderjahr zuzahlen.

    Ambulante und stationäre Kuren (Rehabilitationsmaßnahmen):

    Sie zahlen grundsätzlich 10 Euro pro Tag für die Dauer der Rehabilitationsmaßnahme. Allerdings gibt es Ausnahmen, in denen die Zuzahlung auf 28 Tage jährlich begrenzt wird: Beispielsweise, wenn Sie direkt vom Krankenhaus in die Anschlussheilbehandlung kommen. Die Zuzahlung für Ihre Zeit im Krankenhaus wird dabei angerechnet.

    Heilmittel:

    Sie tragen 10 Prozent der Kosten je Anwendung plus 10 Euro je Verordnung (Rezept).

    Häusliche Krankenpflege:

    Sie beteiligen sich mit 10 Prozent der Kosten für maximal 28 Tage im Jahr plus 10 Euro pro Verordnung (Rezept).

    Soziotherapie und Haushaltshilfen:

    Sie tragen 10 Prozent der täglichen Kosten, mindestens 5 Euro und maximal 10 Euro.

    Zahnersatz:

    Für Zahnersatz gibt es gesonderte Regelungen zur Eigenbeteiligung.