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Zeitumstellung auf Winterzeit: Auslöser für Müdigkeit und Schlafstörungen?

Wie sich Ihr Körper schnell an die Umstellung anpasst

Wer hat an der Uhr gedreht? Mit der Winterzeit gewinnen wir zwar eine Stunde, zugleich muss sich unser Körper aber auf den neuen Rhythmus einstellen. Viele Menschen leiden darunter: Wie eine aktuelle Forsa-Umfrage der DAK-Gesundheit zeigt, hat bereits mehr als jeder Fünfte körperliche oder psychische Probleme mit der Zeitumstellung. Aber warum reagieren viele Menschen so empfindlich auf die Umstellung und was kann man dagegen tun?

Die innere Uhr gerät durcheinander

Sogenannte „Uhren-Gene“ steuern unsere biologische Uhr: Sie sollen uns spüren lassen, wann wir Schlaf brauchen und wann es Zeit wird aufzuwachen. Reize aus der Umwelt können das innere Uhrenwerk beeinflussen. Unser verändertes Verhalten aufgrund der Zeitumstellung bringt dieses Reizgefüge durcheinander. Jede Veränderung erfordert eine Neueinstellung des menschlichen Biorhythmus, was oft mit Stress verbunden ist. Es verwundert deshalb wenig, dass – gemäß einer aktuellen DAK-Studie – fast drei Viertel aller Befragten die Zeitumstellung für überflüssig halten und sie am liebsten abschaffen würden.

Taktgeber der Organe bleibt das Sonnenlicht

Wichtigster Einfluss auf die innere Uhr ist die Sonne, denn ihr Licht ist der Taktgeber für unseren Lebensrhythmus. So verändern sich zum Beispiel Körpertemperatur und Hormonspiegel im Wechsel zwischen Tag und Nacht. Auch die Nervensensibilität schwankt: Unser Schmerzempfinden ist nachts stärker ausgeprägt als nachmittags.

Verursacht die Zeitumstellung in jedem Fall Schlafstörungen?

DAK-Arzt Dr. Dankhoff zum Thema Zeitumstellung auf Winterzeit

Medizin-Experte Dr. Mark Dankhoff von der DAK-Gesundheit erklärt, was bei einer Zeitumstellung mit der inneren Uhr passiert.

„Wie die Zeitumstellung auf Winterzeit vertragen wird, lässt sich pauschal nicht beantworten“, sagt DAK-Mediziner Mark Dankhoff. Zwar bringe die Zeitumstellung die innere Uhr aus dem Takt, aber nicht jeder sei deswegen gleich von Müdigkeit, Bluthochdruck, Konzentrations- und Schlafstörungen betroffen. Dankhoff weist darauf hin, dass die individuelle Veranlagung und die unterschiedlichen „Chronotypen“ – also etwa Frühaufsteher und Langschläfer –, verschieden auf die Zeitumstellung reagieren. Die Umstellung auf die Sommerzeit mache zum Beispiel den Menschen, die spätvormittags aufstehen und die lange aufbleiben, den sogenannten „Eulen“, schwerer zu schaffen als den „Lerchen“, die früh aufstehen und früh zu Bett gehen.

Wie lange dauert die Anpassung nach einer Zeitumstellung auf Winterzeit?

Die körperliche Anpassungsdauer ist ganz unterschiedlich: Viele benötigen nur wenige Tage, bei anderen dauert die Umstellung zwei bis drei Wochen. Bei älteren Menschen ist die innere Uhr anfälliger. Darum haben sie nach einer Zeitumstellung auf Sommer- oder Winterzeit eher Schlafstörungen als die Jüngeren.

Was tun gegen Müdigkeit nach einer Zeitumstellung auf Winterzeit?

„Bewegung, Bewegung, Bewegung“, sagt Dankhoff. Er rät, den Kreislauf anzukurbeln – und zwar am besten draußen. „Also kehren Sie Ihrem Fitnessstudio mit dem künstlichen Licht den Rücken und genießen Sie Tageslicht und Frischluft, so viel Sie können“. Das tut eigentlich immer gut – nicht nur nach einer Zeitumstellung.

Zuletzt aktualisiert:
Thu Nov 02 08:21:26 CET 2017

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