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Welche Symptome verursacht Bluthochdruck?

Ein Bluthochdruck verursacht keine Symptome. Allerdings gibt es gewissen Anzeichen, die auf einen erhöhten Wert hindeuten können. Das sind beispielsweise Kopfschmerzen beim Aufwachen, vor allem im Hinterkopfbereich. Auch Herzklopfen, stechende Brustschmerzen, häufiges Nasenbluten oder Atemnot bei Belastung können Hinweise für eine Hypertonie sein. Bei manchen Betroffenen kommt es zu Schlafproblemen, Sehstörungen, Schwindel, ungewöhnlichem Schwitzen oder Ohrensausen. In allen Fällen ist es ratsam, den Blutdruck kontrollieren zu lassen.

Wie kann ich meinen Blutdruck messen?

Gehen Sie regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung, die Blutdruckmessung ist Bestandteil einer jeden Untersuchung. Zudem gibt es im ganzen Bundesgebiet immer wieder Informations- und Präventionsveranstaltungen zum Thema Bluthochdruck. Dort ist es möglich, den Blutdruck kostenlos kontrollieren zu lassen. Apotheken bieten diesen Service gegen eine kleine Schutzgebühr ebenfalls an.

Vor allem Menschen über 50 Jahren sollten ihre Werte kennen: Ab diesem Alter liegt die Wahrscheinlichkeit, einen Bluthochdruck zu entwickeln, bei 90 Prozent. Die Anschaffung eines Blutdruckmessgerätes kann dann sinnvoll sein. Diese gibt es ab 20 Euro. Tipp: Das Gerät sollte das Siegel der Deutschen Hochdruckliga tragen.

Ein zu hoher Blutdruck belastet auf Dauer die Gefäße und Organe. Damit steigt auch das Risiko für eine Herzschwäche, einen Schlaganfall, einen Herzinfarkt, ein Nierenleiden oder gar Nierenversagen.

Welche Ursachen hat Bluthochdruck?

Bei Bluthochdruck unterscheiden Mediziner zwei Arten: Die häufige primäre Hypertonie und die deutlich seltenere sekundäre Hypertonie. Bei der primären Art sind die Ursachen noch nicht hinreichend erforscht. Sie hat vermutlich eine genetische Komponente, denn sie tritt in manchen Familien gehäuft auf. Übergewicht, eine zu salz-und fettreiche Ernährung, Rauchen, zu viel Alkohol sowie Bewegungsmangel können Bluthochdruck begünstigen.

Als unterschätzte Gefahr gilt Schnarchen. Schätzungsweise jede vierte Frau und jeder zweite Mann schnarcht und viele erleiden dabei Atemaussetzer. Mediziner bezeichnen diese als Schlaf-Apnoe. Dann wird der Körper nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt und schüttet Stresshormone aus. Das treibt den Blutdruck in die Höhe.

Bei der sekundären Hypertonie liegt eine organische Erkrankung der Nieren oder des Herzens vor. Auch eine Schilddrüsenüberfunktion kann Bluthochdruck verursachen. Wird die Grunderkrankung behandelt, sinkt der Blutdruck wieder.

Mit zunehmendem Alter steigen die Blutdruckwerte in der Regel an. Auch in der Schwangerschaft kann es zu Bluthochdruck kommen. In einigen Fällen ist der erhöhte Blutdruck Anzeichen einer sogenannten Präeklampsie, einer Erkrankung, die sich während der Schwangerschaft entwickelt.

Wie hoch darf der Blutdruck sein?

Der optimale Blutdruck liegt unabhängig vom Lebensalter bei 120/80 mmHg. Werte bis 140/90 mmHg liegen noch im Normbereich. Bei allen Werten darüber spricht man von einer Hypertonie.

Wichtig: Ein einmalig erhöhter Blutdruck von über 140/90 mmHG hat nicht sofort Krankheitswert. Der Blutdruck ist kein stabiler Wert, sondern situationsbedingt starken Schwankungen unterworfen. Deshalb ist es bei einem erhöhten Wert ratsam, den Blutdruck ein paar Tage lang immer wieder zu messen. Treten dabei wiederholt erhöhte Werte auf, ist eine 24-Stunden-Langzeitkontrolle sinnvoll. Diese liefert eine sichere Diagnose.

Wie sieht die medikamentöse Behandlung aus?

Bei der Behandlung von Bluthochdruck gibt es klare Leitlinien. Mehrere Arzneigruppen stehen zur Verfügung. Diuretika steigern beispielsweise die Salz- und Wasserausscheidung durch die Nieren und entspannen so die Gefäße. Betablocker reduzieren den Einfluss von Stresshormonen auf das Herz. Kalzium-Antagonisten erweitern die Gefäße durch Entspannung der glatten Muskulatur. ACE-Hemmer entlasten das Herz. Häufig kommt eine Kombination aus mehreren Wirkstoffen zum Einsatz. Abhängig ist das von der individuellen Diagnose.

Wie beuge ich hohem Blutdruck vor?

Mit einem gesunden Lebensstil lässt sich hinsichtlich des Blutdrucks viel erreichen. Das fängt mit einem Plus an Bewegung im Alltag an: Nehmen Sie Treppen statt Fahrstuhl oder Aufzug. Steigen Sie eine Station früher aus dem Bus und gehen Sie die verbleibende Strecke zu Fuß. Legen Sie so viele Wege wie möglich zu Fuß oder mit dem Rad zurück.

Besonders wirkungsvoll sind regelmäßiger Sport, eine ausgewogene Ernährung und Entspannungsmaßnahmen. Sie alle haben einen nachweislich positiven Einfluss auf den Blutdruck. Verzichten Sie auf das Rauchen und trinken Sie Alkohol - wenn überhaupt - nur in Maßen. Erst wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen, sollten Medikamente zum Einsatz kommen.