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Symptome: Wie unterscheiden sich Grippe und Erkältung? 

Auch wenn sie oft miteinander in Verbindung gebracht werden: Zwischen Grippe und grippalem Infekt gibt es deutliche Unterschiede. Die echte Grippe macht sich meist sehr plötzlich mit starken Symptomen bemerkbar: Typisch sind hohes Fieber von über 38,5 Grad, Kopf- und Gliederschmerzen, trockener Reizhusten, Heiserkeit und Schweißausbrüche. Außerdem kann es bei Betroffenen zu Lichtscheu und Bindehautentzündungen kommen. Wer unter diesen Symptomen leidet, sollte möglichst noch am gleichen Tag zum Arzt gehen.

Ursachen: Wie kommt es zu einer Grippe? 

Bei der echten Grippe handelt es sich um eine von Influenzaviren hervorgerufene Erkrankung der Atemwege. Der Fachbegriff für die Grippe lautet deshalb auch Influenza. Die Krankheit ist äußerst ansteckend, etwa durch die Tröpfcheninfektion aufgrund eines Niesens. Möglich ist aber auch die Ansteckung durch eine Schmierinfektion. Infizierte hinterlassen mit den Händen sehr viele Viren zum Beispiel am Treppengeländer, an Tankeinfüllstützen, Geldscheinen oder Einkaufswagen. 

Influenzaviren sind mehrere Stunden ohne Körperkontakt überlebensfähig. Wenn sie einen neuen Wirt gefunden haben, vermehren sie sich sehr schnell und greifen Schleimhäute an, schädigen das Immunsystem und gehen manchmal sogar auf Lunge, Gehirn und Herz über. Ansteckend ist die Grippe bereits 24 Stunden vor Auftreten der Symptome und sie bleibt es fünf bis sieben Tage nach Erkrankungsbeginn. 

Wie wird eine Grippe behandelt?

Aufgrund des plötzlichen Krankheitsbeginns ist die Diagnose meist eindeutig. Ein Influenza-Schnelltest ermöglicht die Absicherung der Diagnose. Bei einem unkomplizierten Verlauf reicht es meist aus, die Beschwerden zu lindern. Dabei helfen fiebersenkende Mittel und Schmerzmittel. Wichtig ist zudem eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Bei schlechtem Allgemeinzustand ist manchmal ein Krankenhausaufenthalt notwendig. Um eine bakterielle Zweitinfektion zu verhindern, kommen bei einigen Patienten Antibiotika zum Einsatz. 

Vorbeugung: Für wen ist eine Grippeimpfung ratsam?

Zur Vorbeugung ist eine Grippeimpfung ratsam. Bei gesunden Menschen verhindert sie den Ausbruch der Krankheit in 80 Prozent der Fälle. Die Ständige Impfkommission empfiehlt zudem die Impfung sogenannter Risikogruppen. Dazu gehören ältere Menschen über 60 Jahre, insbesondere Bewohner von Alten- oder Pflegeheimen, sowie Menschen, die beruflich mit dem Erreger in Kontakt kommen. Das ist vor allem medizinisches Personal in Krankenhäusern, Arztpraxen, Alten- oder Pflegeheimen. Auch für Personen mit umfangreichem Publikumsverkehr sowie Lehrer und Erzieher in Schulen und Kindergärten wird eine Impfung empfohlen, außerdem für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens. Das können etwa Krebs, Diabetes, Asthma, HIV-Infektion oder chronische Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten sein. Auch Schwangere sollten sich impfen lassen. Die DAK-Gesundheit übernimmt für die genannten Personengruppen die Impfkosten.