Häufige Fragen zur Grippe

Wie Sie vorbeugen, Symptome erkennen können und wann eine Grippe-Impfung hilfreich ist

Die Grippe geht um: Tausende Menschen sind in dieser Saison erkrankt, schon über hundert Todesopfer forderte die Grippe bundesweit. Grund genug für uns, eine kostenlose Hotline für Sie zu schalten. Die häufigsten Fragen und Antworten können Sie hier nachlesen.

1) Wie kann ich mich schützen, wenn um mich herum alles schnieft?

Das sagt der Experte: Es gibt wirksame Maßnahmen, um sich vor einer Ansteckung zu schützen: Abstand halten ist eine davon. Haben Sie engen Kontakt zu Personen, die husten oder niesen, riskieren Sie, sich durch Tröpfcheninfektion anzustecken. Darum ist auch eine gute Belüftung ratsam. Unverzichtbar ist regelmäßiges Händewaschen, da die Erreger auch an Türklinken und anderen Oberflächen haften können. Risikogruppen sollten sich zudem gegen Grippe, gegebenenfalls auch gegen Lungenentzündung (Pneumokokken) impfen lassen. Wenn Sie häufig Kontakt zu älteren Menschen oder Schwerkranken haben, kann eine Impfung sinnvoll sein.

Generell gilt: Jedes Jahr im Januar und Februar steigt die Zahl der Grippefälle meist deutlich an. Die Grippesaison dauert insgesamt rund acht bis zehn Wochen. Fünf bis 20 Prozent der Bevölkerung stecken sich in dieser Zeit an. Allerdings entwickeln nur rund ein Drittel der Infizierten Symptome wie hohes Fieber. Die übrigen Betroffenen zeigen nur leichte Anzeichen eines Infekts oder verspüren gar keine Beeinträchtigung.

2) An welchen Symptomen erkenne ich, dass ich Influenza habe?

Das sagt der Experte: Die Zeit zwischen Ansteckung und Auftreten erster Symptome ist die sogenannte Inkubationszeit. Bei der Influenza beträgt diese Zeit meist nur ein bis zwei Tage. Typisch ist der plötzliche Erkrankungsbeginn mit Fieber, Husten oder Halsschmerzen. Aber auch Kopf-, Muskel und Gliederschmerzen können auftreten. Einige Betroffene klagen auch über Schnupfen, Übelkeit, Durchfall und Erbrechen. Diese Symptome können vorkommen, sind aber weniger charakteristisch. Wichtig zu wissen: Alle Krankheitszeichen, die durch Influenzaerreger ausgelöst werden können, zeigen sich möglicherweise auch bei einem grippalen Infekt, also bei Infektionen mit anderen Atemwegserregern.

3) Grippe-Impfung: Ist der Nutzen größer als das Risiko?

Die Grippe-Impfung ist immer noch eine der wichtigsten Maßnahmen für Risikogruppen. Dazu zählen Ältere, chronisch Kranke, stark Immungeschwächte und Schwangere – sie profitieren am meisten von einer Impfung gegen Grippe. Ratsam ist es auch, wenn sich die Kontaktpersonen der oben Genannten impfen lassen. Da Personen aus den Risikogruppen mit der Impfung eine potentiell tödliche Infektion verhindern können, übersteigt der Nutzen bei ihnen das Risiko. Dieses Risiko besteht aus möglichen Nebenwirkungen der Impfung. Das können zum Beispiel leichte Beschwerden ähnlich denen eines Infekts sein, die nach der Impfung auftreten könnten. Um die Einstichstelle herum kann es sich nach der Impfung muskelkaterähnlich anfühlen. Sehr selten treten schwere allergische Reaktionen oder Nervenentzündungen auf.
Wie gefährdet Sie sind, kann Ihr Arzt einschätzen, wenn Sie sich unsicher sind.

Zuletzt aktualisiert:
Thu Feb 16 11:17:31 CET 2017
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